Adventgemeinde Lahr

Adventgemeinde Lahr bleibt am 23.November geschlossen!

HINWEIS: Die Adventgemeinde Lahr bleibt am 23.November geschlossen! Gottesdienst findet in der Auberghalle (Oberschopfheim) um 10:00 Uhr statt.

Ist doch alles erlaubt...

...Ehe es passiert.
Die allgemeine Haltung zur Ehe tendiert in unserer postmodernen Gesellschaft immer mehr in die Richtung: „Ist doch alles erlaubt". Folgende Ereignisse fanden alle um Mitte des vorigen Jh. statt.
In den Jahren 1950 – 1970 fand die ‚Sexuelle Revolution' statt. Oswald Kolle (1928-2010) Journalist, war in den 60er und 70er Jahren des vorigen Jh. maßgeblich an der sog. Aufklärung beteiligt. Zu dieser Zeit wurden auch die Sexshops gegründet. Beate Uhse (1919 – 2001), Kunstflugpilotin, gründete nach dem zweiten Weltkrieg den ersten Sexshop der Welt. Heute ist die börsennotierte Beate Uhse AG der deutsche Marktführer im „erotischen Zubehörhandel". Die Mode wurde als ein wirksames Instrument der Sexualisierung verwendet. Auch wurde die Prostitution in der zweiten Hälfte des 20.Jh. legalisiert und besteuert. Die ‚Pille', kam 1961 auf den Markt. Sie ist eine von mehreren Kontrazeptiva (Verhütungsmittel). Darüberhinaus tragen die Medien erheblich dazu bei, die sexuelle Liberalisierung zu fördern mit Anzeigen von Bordellen, mit sexistischen Werbungen und Filmen bis hin zu Pornografien. Derzeit wird der Trend durch die Legalisierung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften (Rö.1,26- 28) fortgesetzt. Der Höhepunkt wird erreicht sein, wenn auch die Sodomie (Verkehr mit Tieren 3.Mo.18,23) legalisiert, bzw. praktiziert wird. Selbst Sigmund Freud verursachte um 1900 mit der Begründung der Psychoanalyse, insbesondere des Modells der psychosexuellen Entwicklung im Kindesalter, einen entscheidenden Anstoß für eine Thematisierung von Sexualität.

Aber was sagt die Bibel dazu?

Hier ein paar biblische Beispiele über das eheliche und eheänliche und uneheliche Zusammenleben.
Nach dem Schöpfungsakt der Eva stiftete Gott die Ehe (1.Mo.2,22-25) Er gebot: „und die zwei werden "ein" Fleisch sein. So sind sie nun nicht mehr zwei, sondern "ein" Fleisch (Mk.10,8). Nach Gottes Vorsehung ist der Mensch zur Monogamie bestimmt; ein Mann und eine Frau bilden eine Einheit, die Ehe; und diese Eheform hat er auch gesegnet: „und schuf sie als Mann und Frau und segnete sie..." (1.Mo.5,2). Selbst wenn es fast keine Einehe ohne Probleme gibt, ist es doch die Form von Partnerschaft, die ihre Probleme am leichtesten und sichersten bewältigen kann, weil es die Partnerschaft ist, die Gott gesegnet hat. Und wer seine Probleme gemeinsam gelöst hat, dem dient die Lösung zukünftig zur Stärkung der Partnerschaft. Doch schon bald nach den Sündenfall ließen Menschen sich lieber von ihren eigenen Wunschvorstellungen leiten, als von Gottes Weisungen; und das trotz aller Konsequenzen. Der erste Fall von Polygamie steht in 1. Mo.4,19; Lamech nahm zwei Frauen.

Gott versprach Abraham, ihn zum großen Volk zu machen (1.Mo.12,2 und 15,5) da aber seine Frau unfruchtbar war, wollte sie, dass ihre ägyptische Magd für sie ein Kind bekäme. So wurde Sarais Magd Abrahams zweite Frau, danach folgten noch weitere zwei Frauen.
Während Lamechs familiären Probleme nicht näher definiert wurden, wissen wir aber von Abraham (1.Mo.16,4-6 und 21,9-12) – und auch von den weiteren mehrfach Verheirateten –, dass sie durch die Polygamie heftige Probleme bekamen. So z.B. Jakob, dem sein Schwiegervater heimlich seine ältere Tochter gab. Obwohl Jakob 7 Jahre für die Rahel gedient hatte, gab er ihm die Lea; und er musste noch einmal 7 Jahre dienen, dann bekam er auch die Rahel, und zum Schluss bekam er auch noch die Magd Bilha zur Frau! (1.M.30,1-5).
Gott gibt seine Anweisungen nicht, um seine Machtposition zu demonstrieren, auch nicht um uns Freuden vorzuenthalten. Da er allwissend ist, gibt er nur Anweisungen, die zu unserem Besten dienen.

Alle anderen Formen des Zusammenlebens außer der Einehe verwirft die Bibel aus eben dem Grund, weil sie das Glück des Menschen nicht wirklich fördern. Hier ein paar Bibelstellen auszugsweise.
So steht in 2.Mo.22,15.16 über vorehelichen Verkehr: „"Wenn ein Mann ein Mädchen, das noch nicht verlobt ist, verführt und mit ihr schläft, muss er den Brautpreis für sie bezahlen und sie heiraten. Falls sich ihr Vater aber weigert, sie ihm zur Frau zu geben, muss der Mann ihm dennoch den Brautpreis bezahlen, der einer Jungfrau angemessen ist."
Ein sehr dramatischer Tatsachenbericht steht in 2. Sam.13,1-28. Amnon, ein Sohn Davids, wurde geil auf seine (Halb-)Schwester Thamar und befolgte den Rat seines Cousins. Der riet ihm, sich krank zu stellen, dann würde Thamar ihn pflegen, und er könne sie so überwältigen.
1.Kor.7,10.11 macht Aussagen Scheidung: „Den Verheirateten aber gebiete nicht ich, sondern der Herr, dass die Frau sich nicht von ihrem Manne scheiden soll - hat sie sich aber geschieden, soll sie ohne Ehe bleiben oder sich mit ihrem Mann versöhnen - und dass der Mann seine Frau nicht verstoßen soll."
Mt.5,32 macht Aussagen über Scheidung und Wiederverheiratung: „Ich aber sage euch: Wer sich von seiner Frau scheidet, es sei denn wegen Ehebruchs, der macht, dass sie die Ehe bricht; und wer eine Geschiedene heiratet, der bricht die Ehe."
Demzufolge ist Scheidung noch keine Sünde. Um der Herzen Härtigkeit willen hat Gott schließlich dem Scheidebrief zugestimmt (Mt.19,4-9).
Weitere Aussagen bezüglich einer reinen Ehe stehen im 5.Mo.22,13-29 und in 1.Kor.7,1-17.

Fälle sexueller Verfehlungen sind also so alt wie die Menschheit selbst. Doch solange sie sich auf Ausnahmen beschränken, sind sie gesellschaftlich noch tragbar, erst wenn sie überhand nehmen, leidet die Gesellschaft insgesamt empfindlich unter den Folgen. Und das ist unser aktuelles Problem.
Einerseits wird Sex in den verschiedensten Formen üppig publiziert
Moralische Richtlinien werden als unverbindlich betrachtet, nach dem Motto: „Wozu du Lust hast, tue es doch!" Die schwerwiegenden Konsequenzen werden leichtfertig ignoriert. Der postmoderne Sexismus belastet unsere Gesellschaft immer empfindlicher.
Die Menschheit wird nicht glücklicher, wie die Vertreter der Liberalisierung es propagieren, sondern viel unerfüllter. Verunsicherung und Hoffnungslosigkeit bis hin zur Zukunftsangst machen sich breit.
Unfassbar ist die offizielle Haltung einer christlichen Regierung, die einerseits die außereheliche Sexualität legitimiert mit der Begründung: „Im gegenseitigen Einvernehmen". Doch wenn dann aber die Frau nach dem Beischlaf natürlicher Weise ein schlechtes Gewissen bekommt, in Panik gerät, oder gar feststellt, dass sie schwanger geworden ist, braucht sie nur aussagen, sie sei vergewaltigt worden, dann trifft es den Mann so gewaltig, dass er es sein Leben lang mit sich trägt, denn wie sollte er sich verteidigen, und sie geht straffrei aus.

Was viele nicht bedenken: Wer rein in die Ehe geht, hat ein tragfähiges Fundament des gegenseitigen Vertrauens. Auf dieser Basis: „Ich weiß, mein Partner bleibt mir treu!", können die aufkommenden ehelichen Probleme viel leichter gelöst werden. Wer sich aber diese Chance verspielt hat – und die ist nicht reversibel – muss dennoch nicht verzweifeln, denn Gott hilft auch denen, die sich früher verfehlt haben und nun aber in der Kraft der Verheißungen Gottes leben möchten.
Reine Ehen und intakte Familien sind die Grundlage für eine intakte Nation. Je mehr stabile Ehen ein Staat hat, um so stärker ist er.