Adventgemeinde Lahr

Adventgemeinde Lahr bleibt am 23.November geschlossen!

HINWEIS: Die Adventgemeinde Lahr bleibt am 23.November geschlossen! Gottesdienst findet in der Auberghalle (Oberschopfheim) um 10:00 Uhr statt.

Stehen wir unter dem Gesetz?

Gesetzgebung am Sinai

"Wir stehen nicht unter dem Gesetz, wir stehen unter der Gnade“ – Wirklich?

Was die Bibel zur Rolle des göttlichen Gesetzes in der Glaubensgerechtigkeit sagt.

Paulus schrieb den Galatern mit Blick auf das Versprechen, das Gott Abraham gegeben hatte, dass das Gesetz, welches er 430 Jahre später auf dem Sinai Mose aushändigte, das Versprechen nicht aufheben kann (Gal.3,17).

Noch unsinniger ist der Gedanke, dass Gott dem Mose ein Gesetz anvertraut, das durch das Versprechen an Abraham ungültig werden würde.

Was hat denn Gott dem Abraham versprochen?

a) In 1.Mose (Genesis) Kapitel 12 verspricht Gott Abraham, ihn zu einem großen Volk zu machen und dass in ihm ALLE (!) Völker gesegnet werden. Obwohl Abraham schon betagt und kinderlos war, glaubte er dem Herrn, und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit (1.Mo.15,6). 

b) Als Abraham 100 Jahre alt war (1.Mo.21,5), gebar ihm seine Frau Sarah (endlich) den verheißenen Sohn. Als aber der Knabe herangewachsen war, forderte Gott Abraham auf, seinen Sohn zu opfern; und Abraham gehorchte (1.Mo. 22).

Gott hat also Abraham zum Stammvater auserwählt, weil er ihm geglaubt hat. Und der Glaube Abrahams wurde geprüft! Mit über 100 Jahren, sollte er seinen einzigen Sohn, den Träger der Verheißung, opfern! Trotz aller möglichen Widersprechen und logischen Argumente gegen eine Opferung, gehorchte Abraham widerspruchslos.

Der Glaube Abrahams, also der wahre Glaube, glaubt (d.h. vertraut Gott) und gehorcht! Dieser Glaube ist der einzige, der bei Gott angenommen ist. Oder mit anderen Worten: Wer bereit ist, sein Liebstes oder Bestes um Christi Willen zu opfern, der kann sicher sein, dass er den richtigen Glauben hat. Den Glauben, der Gott erfahrbar macht.

Dem Widersacher ist solch ein wirksamer Glaube natürlich verhasst, weil ihn erlöste Menschen pflegen. Deshalb hat er zwei Wege ersonnen, Fälschungen unter die Menschen zu bringen.

  1. Die erste Fälschung ist die für Ungläubige. Damit sie nicht als ungläubig dastehen, flüstert Satan ihnen ein: „Das Gesetz ist für die Juden. Jesus hat es ans Kreuz geheftet. Durch seinen Tod sind wir vom Gesetz befreit. Wir stehen unter seiner Gnade“. 

    Das klingt nach Befreiung von einer schweren Last, die aufatmen lässt. Die Folge ist natürlich, dass man sich kein Gewissen mehr machen muss, man kann leben wie man es gerne hätte oder für richtig hält. Ob die Triebfedern (die Gelüste) nun gesellschaftlich oder auch rechtlich in Ordnung sind ist nicht so wichtig, denn die Gnade bügelt alles aus.

    Bei entsprechender Zusammenstellung verschiedener Bibeltexte kann man tatsächlich solch eine Haltung ‚biblisch begründen’. Dennoch ist solch eine Haltung gesetzlos, illegal und ungehorsam. Das Schicksal derer ist in Römer 2,12 beschreiben: „Alle, die ohne Gesetz gesündigt haben, werden auch ohne Gesetz verlorengehen… „ 
     
  2. Die zweite Fälschung ist noch tückischer. Sie ist für solche, die ihren Glauben demonstrativ ernst nehmen: „Gott hat die Gebote nicht umsonst gegeben; wer in den Himmel kommen will, muss die Gebote alle halten. Wer sich an einem versündigt, macht sich am ganzen Gesetz schuldig“.

    Bei dieser Haltung steht das Tun im Vordergrund, wenn du selig werden willst, musst du die Gebote halten. Das ist legalistischer Glaube, Gesetzesgehorsam, entspricht der Werksgerechtigkeit. Menschen mit dieser Haltung stehen aber gemäß Gal.3,10.11 unter einem Fluch, denn sie verachten die Erlösertat Jesu, sie wollen sich selbst erlösen: „Verflucht sei jeder, der nicht bleibt bei alledem, was geschrieben steht in dem Buch des Gesetzes, dass er's tue! Dass aber durchs Gesetz niemand gerecht wird vor Gott, ist offenbar; denn »der Gerechte wird aus Glauben leben« (Habakuk 2,4)“.

    Eben derselbe Paulus, der Gal.3,10,11 geschrieben hat betont in Rö.7,12 dass das Gesetz heilig gerecht und gut ist. Welches ist nun die richtige Haltung? 
     
  3. Ja, es gibt noch eine dritte Form des Glaubens, die echte, legale Form, den wahren Glaubensgehorsam. Die verstehen wir, wenn wir die Bedeutung und Aufgabe des Gesetzes studiert haben und so annehmen, wie sie die Bibel lehrt. Hier folgen die drei Aufgaben des Gesetzes:

3.1.) Das Gesetz ist göttlich, es ist die schriftliche Darstellung des Charakters Gottes. Es ist so unveränderlich, wie Gott selbst, und auch so ewig, wie Gott selbst. Wenn es nicht unveränderlich wäre, hätte Jesus nicht sterben müssen, denn er musste sterben, weil er unsere Schuld auf sich nahm damit wir begnadigt werden können. Das heißt, er erfüllte für uns die Forderungen des Gesetzes, die da lautet: Die Seele die sündigt muss sterben.

3.2.) Das Gesetz ist ein Spiegel, der den Sündern ihre Übertretungen aufzeigt, weil es Gottes vollkommenes heiliges Wesen darstellt. Aber der Spiegel reinigt nicht von den Sünden. Dazu bedarf es eines ‚Reinigungsmittels’ (Das Blut Jesu Hebr.9,22 und Eph.1,7)

3.3.) Das Gesetz ist der Wegweiser, der zur Quelle der Gerechtigkeit hinführt.

Jesus erklärte das Gesetz mit folgenden Worten: „Jesus aber antwortete ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«. Dies ist das höchste und größte Gebot. Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«. In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten“ (Mt.22,37-40).

Jakobus drückt es mit folgenden Worten aus: „Wenn ihr das königliche Gesetz erfüllt nach der Schrift (3. Mose 19,18): »Liebe deinen Nächsten wie dich selbst«, so tut ihr recht“ (Jak 2,8) „…Also ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes“ (Rö.13,10).

Ich bete keinen anderen Gott an, als den Schöpfer und Erlöser, weil ich ihm meine Erlösung zu verdanken habe. Und ich belüge, betrüge, bestehle meinen Nächsten nicht, weil ich ihn in der Kraft Gottes liebe. Das ist der wahre Glaubensgehorsam, der einzige, den Gott akzeptiert!

G.B.