Adventgemeinde Lahr

„Darüber spricht man doch nicht“ – Welttoilettentag 2019

Verfolgten Christen eine Stimme geben

Aufruf zum Gebet für Adventisten in Burundi

20 Jahre idea Schweiz - «Das grenzt an ein Medienwunder»

Australien: ADRA unterstützt Betroffene der verheerenden Brände

8. Media Day - Netzwerkevent für adventistische Medienschaffende

Ökumenischer Gottesdienst zur Legislatureröffnung des Parlaments

SEA bedauert das Ja der Reformierten zur Öffnung der Ehe für alle

Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund befürwortet «Ehe für alle»

Deutsches Gericht stärkt Rechte von Kriegsdienstverweigerern

Wachsender Widerstand gegen reformierte „Trauung für alle“

ESSA-Herbsttagung zur Intersektionalität in Friedensau

Gebetswoche 2019 der Siebenten-Tags-Adventisten

Die berauschte Gesellschaft: Alkohol – geliebt, verharmlost, tödlich

Deutschland: Christliche Konvertiten vor Verfolgung schützen

«Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.»

Ausstellung «Bibelobjekte» in der Peterskirche Basel

Gewalt gegen Christen verdient mehr Aufmerksamkeit

Staffelübergabe im Advent-Wohlfahrtswerk e.V. (AWW)

Burundi: Adventisten fordern Einmischung der Regierung zu beenden

Adventisten: Stellungnahme zur Abtreibung verabschiedet

Neuer Finanzierungsmodus für adventistische Weltkirchenleitung

Adventisten ehren Hannele Ottschofski als «Frau des Jahres 2019»

Deutschland: Advent-Verlag Lüneburg jetzt auch bei Amazon

Deutschland: Graduierung und Beginn des Studienjahres 2019/20 an der Hochschule Friedensau

Die Zahl der Hungernden steigt wieder

Adventisten: Weltkirchenleitung verwarnt Norddeutschen Verband

Brasilien: 36 adventistische Schulen wollen 30.000 Bäume pflanzen

Adventisten in Deutschland entsetzt über Terrorangriff in Halle

Berlin: Interreligiöse Ausstellung zum Monat der Diakonie im Rogate-Kloster

50 Jahre Hilfswerk „Maranatha Volunteers International“

Gerechtigkeit und Liebe sind die besten Waffen gegen Gewalt

Adventistische US-Universität bei ersten 10 Prozent bezüglich Vielfalt

Leiter des Hilfswerks ADRA International ist zurückgetreten

Deutschland: 120 Jahre Ortschaft und Ausbildungsstätte Friedensau

Buchrezension: «Säkularer Staat - viele Religionen: Religionspolitische Herausforderungen der Gegenwart»

ADRA Schweiz Jahresbericht 2018 – 4,9 Mio. Franken Gesamtertrag

Deutschland: Arena beim Zeltplatz Friedensau eröffnet

USCIRF-Erklärung zum 150. Geburtstag von Mahatma Gandhi

«Der Mythos von einer einheitlichen und frommen Reformation»

Mattia Benini, neuer Direktor der «Clinique La Lignière» in Gland/VD

Kinder helfen Kindern! – ADRA Weihnachtsaktion 2019 gestartet

Konvertiten in Deutschland - Pfingstgemeinden nehmen Stellung

Sucht im Alter – vom Umgang mit einem Tabuthema

„Aktion Kinder helfen Kindern!“ deutschlandweit am Weltkindertag eröffnet

Regierungsrätin Fehr: „Was die Gesellschaft an den Kirchen hat“

Deutschland: Landeskonferenz der Adventisten in Krelingen

Rekurs gegen das Genfer Laizitätsgesetz eingereicht

Medienzentrum feiert 10 Jahre Fernsehen im Zeichen der Hoffnung

Buchrezension: Kirchliche Minderheiten im Schatten der lutherischen Reformation

Zürich: Grossmünsterpfarrer referiert bei Adventisten über Zwingli

Greifswald: Nach Brandanschlag weihen Adventisten neue Kirche ein

Mitgliederversammlung der ACK Deutschland tagte in Augsburg

Nachdenken über Sinn und Ziel von Karriere und Leben

US-Bericht: Bedrohung der Religionsfreiheit durch Überwachungsstaat in China

Evangelische im Libanon distanzieren sich von «zionistischen Christen»

Theologische Hochschule Friedensau trauert um Manfred Böttcher

Bettagsbegegnung thematisiert Frieden, Versöhnung und Solidarität

Adventisten im Beobachterstatus des «VFG – Freikirchen Schweiz»

ADRA: Keine Beteiligung an politischer Demo in Rohingya-Lager

Richtfest für Anbau am adventistischen Seniorenheim in Bad Aibling

EKD gibt friedenstheologisches Lesebuch heraus

100 Jahre «VFG - Freikirchen Schweiz» und 500 Jahre Freikirchen

Adventisten feiern 100 Jahre Engagement in Ruanda

Deutschland: Adventistische Hochschule beteiligt sich an Interkultureller Woche

Präsident von Ruanda eröffnet adventistische medizinische Fakultät

„Salz der Erde“ - 10. Ökumenischer Tag der Schöpfung

Bilder entstehen in den Köpfen der Blinden

«Briefmarken und das Münster sind beides Wertzeichen»

Politisches Engagement der anderen Art

Bahamas: ADRA und die adventistische Kirche helfen den Opfern

Berner EVP fordert italienisches Kirchensteuermodell für Unternehmen

„Aufbruch Ökumene“

Theologisches Seminar St. Chrischona startet Studienjahr mit 50 Neuen

Rat des Kirchenbundes unterstützt die Konzernverantwortungsinitiative

Weltkirchenleitung der Adventisten klärt Haltung zur Abtreibung

Rat des Kirchenbundes befürwortet Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare

Evangelische Friedensarbeit in Deutschland: «Frieden wieder in Gefahr»

Buchrezension: «Geht der Kirche der Glaube aus?»

Internationale Altaistik-Konferenz in adventistischer Hochschule

Pfadfinder-Camporee der Rekorde in OshKosh/USA

Spiel & Spass beim Sommerfest im Alters- und Pflegeheim Oertlimatt

Verlässliches Ausschiffungssystem für Gerettete gefordert

«Unendlich wertvoll» - ADRA Freiwilligenwochen 2019 in Gempenach

Muslimin zur Generalsekretärin von «Religions for Peace» gewählt

Adventisten: Schwerpunkttag gegen häusliche und sexuelle Gewalt

EVP Schweiz lanciert Charta der Religionsgemeinschaften

10. Weltkonferenz „Religions for Peace“ – für gemeinsame Zukunft

UN-Gedenktag für Opfer religiöser oder weltanschaulicher Gewalt

„Hoffnungszeichen in einer aufgewühlten Welt“

Kolumbien: Venezolanische Migranten erhalten Hilfe für Start-ups

«Zehntenhäuser» für adventistische Selbstversorger im Südpazifik

Adventistische Medien kooperieren bei crossmedialem Projekt

Deutschland: Spendenbereitschaft der Adventisten weiterhin hoch

Weltweite Evangelische Allianz ruft 2020 zum globalen Jahr der Bibel aus

Katastrophenvorsorge: Pfadis füllen 5.000 Behälter mit Utensilien

Papua-Neuguinea: Schutzhaus gegen häusliche Gewalt eröffnet

Adventisten: Fünf grosse, internationale Pfadfindertreffen im 2019

ADRA Kanada unterstützt durch Waldbrände Vertriebene

Taiwan: Taipehs Krankenhäuser sollen muslimfreundlich werden

USA: Massenerschiessungen – Adventisten stellen Care Teams

Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten Gastmitglied der ACK Bayern

ADRA bei Seenotrettung vor libyscher Küste mit im Boot

4.000 adventistische Pfadis am Camporee in England

USA: Adventistische Loma Linda Universitätsklinik ausgezeichnet

Drei adventistische Familien nach Bränden in Sizilien obdachlos

Evangelische Friedensarbeit in Deutschland trauert um Pfarrer Ulrich Finckh

Mitten im Ebola-Gebiet gibt ADRA unterernährten Kinder zu essen

Kirchen trauern und reagieren auf die Gewalt in den USA

Südasien: ADRA unterstützt vom Monsun Betroffene

Guatemala: Adventisten verteilen Bettwäsche an Krankenhäuser

Deutschland: 100 Jahre Gehörlosengemeinschaft der Adventisten

Theologische Hochschule Friedensau trauert um Professor Dr. Winfried Noack

Keine Abschiebung von christlichen Konvertiten und Baha’i in den Iran

Adventisten: Grussworte an Präsidenten von EU-Kommission und Parlament

Jamaika: Technologieministerin spricht auf Internetkonferenz der Adventisten

Adventisten in Süddeutschland: Wechsel im Vorstand und Pressedienst

Iran verschärft Verfolgung von Menschen, die vom Islam abfallen

Portugal: 2.500 adventistische Pfadis aus Europa am Camporee

ADRA-Präsident: «Armut ist oft ein Vorläufer religiöser Verfolgung»

ADRA Deutschland unterstützt Seenotrettung im Mittelmeer

Zahl der Christen in Deutschland sinkt auf 56 Prozent

Adventistischer Psychiater äussert sich zu Fanatismus

Britische Jungferninseln: Adventisten pflanzen Kokospalmen

Kolumbiens Präsident bestätigt die Gewährung der Religionsfreiheit

Deutschschweizer Adventisten mit neuer Leiterin der Frauenabteilung

„HopeTV Kinder“: neuer YouTube-Kanal

Die Wimbledon-Sieger 2019 sind aktive orthodoxe Christen

Adventisten: erste regionale Kirchenleiterin besucht Deutschland

ADRA Kolumbien hilft venezolanischen Migranten

USA: 3. Adventistischer Weltkongress zu Gesundheit und Lebensstil

Andi Bachmann-Roth wird neuer SEA Co-Generalsekretär

Jede fünfte Kirche in den Niederlanden ist kein Gotteshaus mehr

USA: Emmy Award für TV-Serie mit adventistischer Klinik

USA: Therezinha Barbalho, adventistische Pastorin, wurde ordiniert

Friedrich Siegmund-Schultze wieder mehr Beachtung schenken

Uganda: ADRA schult und baut 3.200 energiesparende Lehmöfen

Adventisten diskutieren weltweit über "Christsein und sozialer Dienst"

10 Prozent mehr Armut: Schweiz braucht verbindliche Armutspolitik

Adventisten: Berufsbegleitender Masterstudiengang International Social Sciences

ADRA Deutschland erweitert Einsatz im Jemen auf über 6 Mio. Euro

Deutschland: Hospiz Friedensberg feiert 10-jähriges Bestehen

Weltweit besuchen 60 Millionen Kinder eine katholische Schule

Mehr Scheidungen im Jahr 2018 in der Schweiz

Leitungswechsel bei der Heilsarmee in Deutschland, Litauen und Polen

Adventisten: Neuer Professor an der Hochschule Friedensau

CSI fordert Bundesrat auf, das Ausmass der religiösen Verfolgung in Saudi-Arabien zu untersuchen

Adventisten in Mexiko: neue Fahrzeuge für medizinische Einsätze

YouTube bei der Vermarktung von Online-Videos vorn

USA: Adventistischer Senatskaplan mit Canterbury-Medaille gewürdigt

Von Nazis diffamierte „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ als NS-Opfer anerkennen

Theologisches Seminar St. Chrischona (tsc) sendet 37 Absolventen aus

Evangelischer Kirchentag: Podium zur politischen Korrektheit

Adventistische Institutionen auf dem Evangelischen Kirchentag in Dortmund

Europäische Tagung adventistischer Pastorinnen

«Ehe für alle» widerspricht dem Kindeswohl

Buchrezension: «Nicht mehr schweigen»

Über den Frauenstreik hinaus: «Lohn. Zeit. Respekt.»

London: Friedensmarsch der Adventisten gegen Waffenkriminalität

Deutschland: IGFM fordert Abschiebung christlicher Konvertiten in den Iran auszusetzen

Adventisten in der Romandie und im Tessin wählen neue Kirchenleitung

Pfingsten 1989: 30 Jahre Erste Europäische Ökumenische Versammlung in Basel

Nicolas Walther verlässt die Clinique La Lignière

Russland: Adventisten führen Kongress für Arbeit mit Gehörlosen durch

Papua-Neuguinea: Siebenten-Tags-Adventist zum Premierminister gewählt

„wertvoll“: neuer wöchentlicher Talk auf HopeTV

«Glauben und Lehren» - 2. Bildungskongress der Adventisten

Der Religionsfreiheit und dem Recht auf Asyl verpflichtet

3. Adventistischer Gesundheitskongress: «Leben in Fülle»

ADRA Deutschland eröffnet auch in Diepholz einen ADRAshop

Verein «Christian Public Affairs» gegründet

Adventisten in Berlin-Mitteldeutschland wählen Freikirchenleitung

Reto Mayer, Präsident der Schweizerischen Bibelgesellschaft, tritt zurück

„Einsatz leben“: neue Serie auf Hope Channel TV

Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden in Deutschland auf Wachstumskurs

Buchrezension: «Jesus war kein Europäer»

Flüchtlingssabbat und -sonntag: Flüchtlingen ein Gesicht geben

ADRA: Kleine Spenden für Katastrophenhilfe mit grosser Wirkung

KIM-Studie: Jedes dritte Kind in Deutschland nutzt täglich WhatsApp

Deutschland: 30 Jahre Familienzentrum „Arche Noah“ in Penzberg

Adventisten beim Präventionskongress in Berlin

Freikirchenleitung der Adventisten in Niedersachsen und Bremen wiedergewählt

Schaffhauser Bibelgesellschaft wird Teil der Schweizerischen Bibelgesellschaft

Adventisten und Katholiken kritisieren US-Antidiskriminierungsgesetz

Ignazio Cassis zu Nahostkonflikt: Gewalt ist Nonsens

Siebenten-Tags-Adventist im US-Bundesstaat Tennessee hingerichtet

Menschenrechtsorganisation kritisiert unterlassene Hilfe für Kriegsdienstverweigerer in Europa

Deutsche Bibelgesellschaft nimmt "Bibelmobil e.V." als Mitglied auf

Religionswissenschaftler vermittelt Grundwissen zur Sikh-Religion

Alkohol: Die Risiken im Alter werden durch Medikamente verstärkt

Asia Bibi, pakistanische Christin, konnte das Land verlassen und ist in Kanada angekommen

Zweiter Weltgipfel „Religion, Frieden und Sicherheit“

Arbeitskreis „Frieden und Versöhnung“ der Deutschen Evangelischen Allianz konstituiert

Adventisten in Nordrhein-Westfalen bestätigen Freikirchenleitung

Erneut weltweit über 38 Millionen Bibeln verbreitet

Symposium zu Kinderrechten, Religionsmündigkeit, Religionsfreiheit

Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen tagt im Kloster Kappel

Christen vereint im Gebet für den Frieden - «30 Tage Gebet für die islamische Welt»

EKD-Friedensbeauftragter: Ökumenische Versammlung von 1989 immer noch aktuell

Inselstaat Tonga: Parade von Adventisten stoppt den Verkehr

Adventgemeinde Lahr bleibt am 23.November geschlossen!

HINWEIS: Die Adventgemeinde Lahr bleibt am 23.November geschlossen! Gottesdienst findet in der Auberghalle (Oberschopfheim) um 10:00 Uhr statt.

News der Freikirche

[11.05.2016] Christen sind in deutschen Flüchtlingsunterkünften nicht sicher

Christen sind in deutschen Flüchtlingsunterkünften nicht sicher

Berlin/Deutschland, 11.05.2016 / APD

image

© Foto: Holger Teubert/APD

Christen und Angehörige religiöser Minderheiten werden in deutschen Flüchtlingsunterkünften immer wieder drangsaliert, bestohlen und misshandelt. Darauf machten die in Deutschland tätigen Hilfs- und Menschenrechtsorganisationen „Aktion für verfolgte Christen und Notleidende“ (AVC), Nidda/Hessen, „Internationale Gesellschaft für Menschenrechte“ (IGFM), Frankfurt am Main, „Kirche in Not“, München, „Open Doors“, Kelkheim/Taunus, sowie der „Zentralrat Orientalischer Christen in Deutschland“ (ZOCD), München, während einer Pressekonferenz in Berlin aufmerksam. Sie wiesen auf zahlreiche Übergriffe gegen christliche Flüchtlinge in deutschen Flüchtlingsunterkünften hin und forderten von Politik und Behörden wirksamen Schutz. Diesen besonderen Schutz forderten sie auch für andere religiöse Minderheiten wie Jesiden, Aleviten und Bahai, die derselben Problematik ausgesetzt seien.

Dieselbe Diskriminierung wie in islamischen HerkunftsländernMarkus Rode, Geschäftsführender Vorstandsvorsitzender von „Open Doors“ Deutschland, legte die Erhebung seines Hilfswerkes „Religiös motivierte Übergriffe gegen christliche Flüchtlinge in Deutschland“ vor. Die besondere Problematik liege dabei nicht in der Tatsache, dass es im Rahmen einer unerwartet grossen Zuwanderung von vielfach traumatisierten Flüchtlingen aus Krisenregionen zu zwischenmenschlichen Konflikten in den oft überfüllten Erstaufnahmeeinrichtungen komme. Alarmierend wäre vielmehr die Tatsache, dass christliche Flüchtlinge und andere religiöse Minderheiten in zunehmendem Masse dieselbe Verfolgung und Diskriminierung wie in ihren islamischen Herkunftsländern erlitten und nicht einmal in Deutschland den erhofften Schutz erhielten, betonte Rode.

Übergriffe gegen christliche Flüchtlinge in Deutschland dokumentiertZwar habe es vermehrt Hinweise von Medien, Menschenrechts- und Hilfsorganisationen, Kirchenleitern und Dachorganisationen orientalischer Christen zu religiös motivierten Übergriffen auf christliche Flüchtlinge gegeben, doch sei von politischer und behördlicher Seite dem kaum nachgegangen worden. So wäre der Eindruck entstanden, dass die Vorfälle bewusst verharmlost oder sogar vertuscht würden. Um den schutzlosen christlichen Flüchtlingen in deutschen Flüchtlingsunterkünften in ihrer Not zu helfen, habe „Open Doors“ beschlossen, derartige Übergriffe systematisch zu untersuchen.

Binnen zwei Monaten habe das Hilfswerk 231 Vorfälle aus ganz Deutschland dokumentieren können, die von Diskriminierung über Körperverletzungen bis hin zu sexuellen Übergriffen und Todesdrohungen die weitgehende Schutzlosigkeit christlicher Flüchtlinge in den Unterkünften aufzeigten, so Rode. Weitere Vorfälle, auch zu Übergriffen auf andere Minderheiten wie Jesiden, seien bei der Internationale Gesellschaft für Menschenrechte IGFM und Aktion für verfolgte Christen und Notleidende AVC eingegangen. Jesidische Frauen und Mädchen wandten sich an die IGFM, weil muslimische Übersetzer sie bedroht oder ihre Aussagen in Anhörungsverfahren falsch oder verkürzt übersetzt hätten, berichtete IGFM-Geschäftsführer Karl Hafen.

Nur die Spitze des EisbergesDer Zentralrat Orientalischer Christen in Deutschland ZOCD unterhalte aufgrund der zunehmenden Hilferufe christlicher Flüchtlinge seit Juni 2015 ein bundesweites Netzwerk von ehrenamtlichen Helfern für betroffene Flüchtlinge sowie eine Notfall-Hotline, bei der an Spitzentagen bis zu 100 Anrufe betroffener Christen eingingen, häufig mit Meldungen zu gewaltsamen Übergriffen, informierte der Leiter des Arbeitskreises Flüchtlinge des ZOCD, Paulus Kurt. Die bislang gemeldeten Vorfälle stellten laut Volker Baumann, Flüchtlingsbeauftragter der AVC, nur die Spitze des Eisbergs dar. Er schätzt die Dunkelziffer auf „mehrere zehntausend Fälle“.

Religiös motivierte Verfolgung durch Mitflüchtlinge und WachpersonalDie Erhebung von „Open Doors“ habe ergeben, dass 88 Prozent der christlichen Flüchtlinge religiös motivierte Verfolgung durch muslimische Mitflüchtlinge und 49 Prozent teils zusätzlich durch Mitarbeiter des muslimischen Wachpersonals erfahren hätten. Besonders gefährdet seien Konvertiten, die vom Islam zum christlichen Glauben übergetreten sind. Sie würden häufig nicht nur als Verräter ihres Glaubens, sondern auch als Verräter ihres Volkes, ja sogar der Gesamtheit der Muslime angesehen. Deshalb wäre es für Muslime, die dieser Logik folgten, nicht nur legitim, sondern sogar geboten, gegen diese „Abtrünnigen“ vorzugehen.

Auch in Deutschland von Islamisten bedrohtFadi S. berichtete, wie er als Christ aus Syrien floh, weil er von Islamisten wegen seines Glaubens bedroht worden sei. In einem deutschen Flüchtlingslager wäre er erneut Islamisten begegnet, die ihn bedroht hätten. Fadi habe sich in Deutschland insbesondere Schutz vor Verfolgung und die im Grundgesetz garantierte freie Religionsausübung erhofft. Doch er erlebe stattdessen die Fortsetzung von dem, was er bereits aus seiner Heimat kenne.

Nachdem viele christliche Flüchtlinge wegen religiöser Verfolgung aus ihrem Heimatland geflohen und zum Teil schwer traumatisiert in Deutschland angekommen seien, erlitten sie nun als Christen erneut Verfolgung in deutschen Flüchtlings-unterkünften und würden nicht geschützt, beklagte Volker Baumann von der ACV.

„Wir trauen uns nicht mehr ein Kreuz zu tragen“Ramin F., ein Christ aus dem Iran, schilderte: „Beim Abholen unseres Geldes werden wir immer nach hinten gedrängt. Auch in der Küche kommen wir als Letzte dran. Nach Mitternacht, wenn wir schlafen, klopfen sie ans Fenster oder an unsere Tür und wir können aus Angst nicht mehr weiterschlafen. Und am nächsten Tag beim Sprachunterricht können wir nicht gut lernen. Muslime nennen uns ‚mortad‘ (ungläubig) und stehlen unsere Lebensmittel aus dem Kühlschrank in der Küche. Sie malen Kreuze an die Wände im Flur, streichen sie mit einem X durch und beleidigen uns dadurch. Sie reissen uns unsere Kreuzanhänger vom Hals, sodass wir uns nicht mehr trauen, ein Kreuz zu tragen. Sie werfen ihren Müll vor unsere Tür. Sie belästigen uns bewusst durch laute religiöse Musik und Gebete.“ Körperliche Angriffe wie Schlagen, Bespucken oder Schubsen seien alltäglich.

„Er wollte sich mit einer Rasierklinge das Leben nehmen“Pfarrer Dr. Gottfried Martens von der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) teilte mit, dass zu seiner Dreieinigkeits-Gemeinde in Berlin-Steglitz etwa 1.200 Konvertiten gehören, die teilweise schon in ihrer Heimat Christen waren und deshalb hätten fliehen müssen. Ihm seien daher zahlreiche Fälle von Diskriminierungen bekannt. „Ein Christ war von muslimischen Heimbewohnern wegen seiner Konversion so massiv bedroht und mit Korangesängen rund um die Uhr beschallt worden, dass er versuchte, sich mit einer Rasierklinge das Leben zu nehmen. Glücklicherweise wurde er noch rechtzeitig gefunden.“ Pfarrer Martens berichtete auch von „acht Flüchtlingen, die wir aus einer anderen Einrichtung zwischendurch bei uns unterbringen mussten. Sie waren massiv mit dem Tode bedroht worden, weil sie sich weigerten, am rituellen muslimischen Gebet in der Sporthalle teilzunehmen.“

Eine Anzeige führt nur zu einer noch stärkeren BedrohungNur selten würden die Betroffenen Übergriffe bei der Polizei zur Anzeige bringen, so Pfarrer Martens. Das habe auch mit der Angst zu tun, dass Todesdrohungen gegen das eigene Leben sowie gegen im Heimatland verbliebene Angehörige umgesetzt würden. Und selbst wenn Christen Übergriffe zur Anzeige brächten, reagierten die Täter häufig mit einer Gegenanzeige. In diesen Fällen werde das Verfahren in der Regel aus Mangel an Beweisen eingestellt, beziehungsweise aufgrund der fehlenden Beweisbarkeit der Vorwürfe. Dadurch gelten Christen schnell als Störenfriede und müssten negative Auswirkungen auf ihr laufendes Asylverfahren befürchten. Die Erfahrung mache deutlich, dass eine Anzeige nichts bewirke, sondern nur zu einer noch stärkeren Bedrohung und weiteren Übergriffen führe. Resignierend sei zudem, dass der muslimische Wachschutz mehrmals selbst zum Täter geworden sei und muslimische Übersetzer die Schilderungen der Vorfälle nicht wahrheitsgemäss übersetzten würden.

Das Vertrauen vieler christlicher Flüchtlinge in den deutschen Rechtsstaat werde durch die erlebten Übergriffe und die ausbleibende Hilfe der Behörden schwer erschüttert. Manche wagten nicht einmal, sich als Christen zu erkennen zu geben. Genau darin zeige sich die Einschränkung der Religionsfreiheit für christliche Flüchtlinge in Deutschland, beklagte Karl Hafen von der Internationale Gesellschaft für Menschenrechte IGFM.

Integration nicht auf dem Rücken religiöser Minderheiten austragenIntegration sei ein langwieriger und schwieriger Prozess. Er dürfe nicht auf dem Rücken christlicher Flüchtlinge und anderer religiöser Minderheiten ausgetragen werden. Deshalb forderten die Menschenrechtsorganisationen in Berlin: Die Erfassung der Religionszugehörigkeit bei der Erstaufnahme und Weiterleitung der Daten bei der Verlegung in andere Unterkünfte. Die Zusammenlegung von Minderheiten, sodass der Anteil der Christen sowie anderer religiöser Minderheiten im Verhältnis zu den Muslimen in etwa gleich ist. Getrennte Unterbringung von Christen sowie von anderen religiösen Minderheiten, die bereits Opfer von Verfolgung und Diskriminierung geworden sind. Adäquate Erhöhung des nicht-muslimischen Anteils innerhalb des Wachpersonals. Regelmässige Schulungen und Sensibilisierung der Mitarbeiter und des Sicherheitspersonals in Flüchtlingsunterkünften hinsichtlich Ursachen religiöser Konflikte und des Schutzes religiöser Minderheiten. Bereitstellung von Vertrauenspersonen christlichen Glaubens, an die sich von Verfolgung betroffene Christen wenden können.

Die Erhebung „Religiös motivierte Übergriffe gegen christliche Flüchtlinge in Deutschland“ ist im Internet unter www.opendoors.de/fluechtlingsbericht[1] zu finden.

*************************APD-Meldungen als PDF zum Herunterladen auf Dropbox:https://www.dropbox.com/sh/m9tu5b6f767kgch/AABMOCZxMpGsSn8bHR_VqNbma?dl=0[2]

APD-Meldungen auf Facebook: https://www.facebook.com/APD-Adventistischer-Pressedienst-Schweiz-1578948669056221/?ref=bookmarks[3]

Fotos oder Logos in grösserer Auflösung zu den APD-Meldungen, sofern vorhanden: https://www.dropbox.com/sh/0r2jmbnphs7vdqh/AAB609_W5S0ys0Y5n3Ye0t7ia?dl=0 (Bitte bei Publikation die Bild- und Copyrightangaben von der APD-Website verwenden)[4]

image (10'461 Zeichen)

Read more at APD© http://www.stanet.ch/apd/news/4814.html