Adventgemeinde Lahr

Verfolgten Christen eine Stimme geben

Aufruf zum Gebet für Adventisten in Burundi

20 Jahre idea Schweiz - «Das grenzt an ein Medienwunder»

Australien: ADRA unterstützt Betroffene der verheerenden Brände

8. Media Day - Netzwerkevent für adventistische Medienschaffende

Ökumenischer Gottesdienst zur Legislatureröffnung des Parlaments

SEA bedauert das Ja der Reformierten zur Öffnung der Ehe für alle

Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund befürwortet «Ehe für alle»

Deutsches Gericht stärkt Rechte von Kriegsdienstverweigerern

Wachsender Widerstand gegen reformierte „Trauung für alle“

ESSA-Herbsttagung zur Intersektionalität in Friedensau

Gebetswoche 2019 der Siebenten-Tags-Adventisten

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Deutschland: Christliche Konvertiten vor Verfolgung schützen

«Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.»

Ausstellung «Bibelobjekte» in der Peterskirche Basel

Gewalt gegen Christen verdient mehr Aufmerksamkeit

Staffelübergabe im Advent-Wohlfahrtswerk e.V. (AWW)

Burundi: Adventisten fordern Einmischung der Regierung zu beenden

Adventisten: Stellungnahme zur Abtreibung verabschiedet

Neuer Finanzierungsmodus für adventistische Weltkirchenleitung

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Deutschland: Advent-Verlag Lüneburg jetzt auch bei Amazon

Deutschland: Graduierung und Beginn des Studienjahres 2019/20 an der Hochschule Friedensau

Die Zahl der Hungernden steigt wieder

Adventisten: Weltkirchenleitung verwarnt Norddeutschen Verband

Brasilien: 36 adventistische Schulen wollen 30.000 Bäume pflanzen

Adventisten in Deutschland entsetzt über Terrorangriff in Halle

Berlin: Interreligiöse Ausstellung zum Monat der Diakonie im Rogate-Kloster

50 Jahre Hilfswerk „Maranatha Volunteers International“

Gerechtigkeit und Liebe sind die besten Waffen gegen Gewalt

Adventistische US-Universität bei ersten 10 Prozent bezüglich Vielfalt

Leiter des Hilfswerks ADRA International ist zurückgetreten

Deutschland: 120 Jahre Ortschaft und Ausbildungsstätte Friedensau

Buchrezension: «Säkularer Staat - viele Religionen: Religionspolitische Herausforderungen der Gegenwart»

ADRA Schweiz Jahresbericht 2018 – 4,9 Mio. Franken Gesamtertrag

Deutschland: Arena beim Zeltplatz Friedensau eröffnet

USCIRF-Erklärung zum 150. Geburtstag von Mahatma Gandhi

«Der Mythos von einer einheitlichen und frommen Reformation»

Mattia Benini, neuer Direktor der «Clinique La Lignière» in Gland/VD

Kinder helfen Kindern! – ADRA Weihnachtsaktion 2019 gestartet

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Sucht im Alter – vom Umgang mit einem Tabuthema

„Aktion Kinder helfen Kindern!“ deutschlandweit am Weltkindertag eröffnet

Regierungsrätin Fehr: „Was die Gesellschaft an den Kirchen hat“

Deutschland: Landeskonferenz der Adventisten in Krelingen

Rekurs gegen das Genfer Laizitätsgesetz eingereicht

Medienzentrum feiert 10 Jahre Fernsehen im Zeichen der Hoffnung

Buchrezension: Kirchliche Minderheiten im Schatten der lutherischen Reformation

Zürich: Grossmünsterpfarrer referiert bei Adventisten über Zwingli

Greifswald: Nach Brandanschlag weihen Adventisten neue Kirche ein

Mitgliederversammlung der ACK Deutschland tagte in Augsburg

Nachdenken über Sinn und Ziel von Karriere und Leben

US-Bericht: Bedrohung der Religionsfreiheit durch Überwachungsstaat in China

Evangelische im Libanon distanzieren sich von «zionistischen Christen»

Theologische Hochschule Friedensau trauert um Manfred Böttcher

Bettagsbegegnung thematisiert Frieden, Versöhnung und Solidarität

Adventisten im Beobachterstatus des «VFG – Freikirchen Schweiz»

ADRA: Keine Beteiligung an politischer Demo in Rohingya-Lager

Richtfest für Anbau am adventistischen Seniorenheim in Bad Aibling

EKD gibt friedenstheologisches Lesebuch heraus

100 Jahre «VFG - Freikirchen Schweiz» und 500 Jahre Freikirchen

Adventisten feiern 100 Jahre Engagement in Ruanda

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Präsident von Ruanda eröffnet adventistische medizinische Fakultät

„Salz der Erde“ - 10. Ökumenischer Tag der Schöpfung

Bilder entstehen in den Köpfen der Blinden

«Briefmarken und das Münster sind beides Wertzeichen»

Politisches Engagement der anderen Art

Bahamas: ADRA und die adventistische Kirche helfen den Opfern

Berner EVP fordert italienisches Kirchensteuermodell für Unternehmen

„Aufbruch Ökumene“

Theologisches Seminar St. Chrischona startet Studienjahr mit 50 Neuen

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Weltkirchenleitung der Adventisten klärt Haltung zur Abtreibung

Rat des Kirchenbundes befürwortet Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare

Evangelische Friedensarbeit in Deutschland: «Frieden wieder in Gefahr»

Buchrezension: «Geht der Kirche der Glaube aus?»

Internationale Altaistik-Konferenz in adventistischer Hochschule

Pfadfinder-Camporee der Rekorde in OshKosh/USA

Spiel & Spass beim Sommerfest im Alters- und Pflegeheim Oertlimatt

Verlässliches Ausschiffungssystem für Gerettete gefordert

«Unendlich wertvoll» - ADRA Freiwilligenwochen 2019 in Gempenach

Muslimin zur Generalsekretärin von «Religions for Peace» gewählt

Adventisten: Schwerpunkttag gegen häusliche und sexuelle Gewalt

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„Hoffnungszeichen in einer aufgewühlten Welt“

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Adventistische Medien kooperieren bei crossmedialem Projekt

Deutschland: Spendenbereitschaft der Adventisten weiterhin hoch

Weltweite Evangelische Allianz ruft 2020 zum globalen Jahr der Bibel aus

Katastrophenvorsorge: Pfadis füllen 5.000 Behälter mit Utensilien

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ADRA Kanada unterstützt durch Waldbrände Vertriebene

Taiwan: Taipehs Krankenhäuser sollen muslimfreundlich werden

USA: Massenerschiessungen – Adventisten stellen Care Teams

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ADRA bei Seenotrettung vor libyscher Küste mit im Boot

4.000 adventistische Pfadis am Camporee in England

USA: Adventistische Loma Linda Universitätsklinik ausgezeichnet

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Evangelische Friedensarbeit in Deutschland trauert um Pfarrer Ulrich Finckh

Mitten im Ebola-Gebiet gibt ADRA unterernährten Kinder zu essen

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Südasien: ADRA unterstützt vom Monsun Betroffene

Guatemala: Adventisten verteilen Bettwäsche an Krankenhäuser

Deutschland: 100 Jahre Gehörlosengemeinschaft der Adventisten

Theologische Hochschule Friedensau trauert um Professor Dr. Winfried Noack

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Adventisten: Grussworte an Präsidenten von EU-Kommission und Parlament

Jamaika: Technologieministerin spricht auf Internetkonferenz der Adventisten

Adventisten in Süddeutschland: Wechsel im Vorstand und Pressedienst

Iran verschärft Verfolgung von Menschen, die vom Islam abfallen

Portugal: 2.500 adventistische Pfadis aus Europa am Camporee

ADRA-Präsident: «Armut ist oft ein Vorläufer religiöser Verfolgung»

ADRA Deutschland unterstützt Seenotrettung im Mittelmeer

Zahl der Christen in Deutschland sinkt auf 56 Prozent

Adventistischer Psychiater äussert sich zu Fanatismus

Britische Jungferninseln: Adventisten pflanzen Kokospalmen

Kolumbiens Präsident bestätigt die Gewährung der Religionsfreiheit

Deutschschweizer Adventisten mit neuer Leiterin der Frauenabteilung

„HopeTV Kinder“: neuer YouTube-Kanal

Die Wimbledon-Sieger 2019 sind aktive orthodoxe Christen

Adventisten: erste regionale Kirchenleiterin besucht Deutschland

ADRA Kolumbien hilft venezolanischen Migranten

USA: 3. Adventistischer Weltkongress zu Gesundheit und Lebensstil

Andi Bachmann-Roth wird neuer SEA Co-Generalsekretär

Jede fünfte Kirche in den Niederlanden ist kein Gotteshaus mehr

USA: Emmy Award für TV-Serie mit adventistischer Klinik

USA: Therezinha Barbalho, adventistische Pastorin, wurde ordiniert

Friedrich Siegmund-Schultze wieder mehr Beachtung schenken

Uganda: ADRA schult und baut 3.200 energiesparende Lehmöfen

Adventisten diskutieren weltweit über "Christsein und sozialer Dienst"

10 Prozent mehr Armut: Schweiz braucht verbindliche Armutspolitik

Adventisten: Berufsbegleitender Masterstudiengang International Social Sciences

ADRA Deutschland erweitert Einsatz im Jemen auf über 6 Mio. Euro

Deutschland: Hospiz Friedensberg feiert 10-jähriges Bestehen

Weltweit besuchen 60 Millionen Kinder eine katholische Schule

Mehr Scheidungen im Jahr 2018 in der Schweiz

Leitungswechsel bei der Heilsarmee in Deutschland, Litauen und Polen

Adventisten: Neuer Professor an der Hochschule Friedensau

CSI fordert Bundesrat auf, das Ausmass der religiösen Verfolgung in Saudi-Arabien zu untersuchen

Adventisten in Mexiko: neue Fahrzeuge für medizinische Einsätze

YouTube bei der Vermarktung von Online-Videos vorn

USA: Adventistischer Senatskaplan mit Canterbury-Medaille gewürdigt

Von Nazis diffamierte „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ als NS-Opfer anerkennen

Theologisches Seminar St. Chrischona (tsc) sendet 37 Absolventen aus

Evangelischer Kirchentag: Podium zur politischen Korrektheit

Adventistische Institutionen auf dem Evangelischen Kirchentag in Dortmund

Europäische Tagung adventistischer Pastorinnen

«Ehe für alle» widerspricht dem Kindeswohl

Buchrezension: «Nicht mehr schweigen»

Über den Frauenstreik hinaus: «Lohn. Zeit. Respekt.»

London: Friedensmarsch der Adventisten gegen Waffenkriminalität

Deutschland: IGFM fordert Abschiebung christlicher Konvertiten in den Iran auszusetzen

Adventisten in der Romandie und im Tessin wählen neue Kirchenleitung

Pfingsten 1989: 30 Jahre Erste Europäische Ökumenische Versammlung in Basel

Nicolas Walther verlässt die Clinique La Lignière

Russland: Adventisten führen Kongress für Arbeit mit Gehörlosen durch

Papua-Neuguinea: Siebenten-Tags-Adventist zum Premierminister gewählt

„wertvoll“: neuer wöchentlicher Talk auf HopeTV

«Glauben und Lehren» - 2. Bildungskongress der Adventisten

Der Religionsfreiheit und dem Recht auf Asyl verpflichtet

3. Adventistischer Gesundheitskongress: «Leben in Fülle»

ADRA Deutschland eröffnet auch in Diepholz einen ADRAshop

Verein «Christian Public Affairs» gegründet

Adventisten in Berlin-Mitteldeutschland wählen Freikirchenleitung

Reto Mayer, Präsident der Schweizerischen Bibelgesellschaft, tritt zurück

„Einsatz leben“: neue Serie auf Hope Channel TV

Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden in Deutschland auf Wachstumskurs

Buchrezension: «Jesus war kein Europäer»

Flüchtlingssabbat und -sonntag: Flüchtlingen ein Gesicht geben

ADRA: Kleine Spenden für Katastrophenhilfe mit grosser Wirkung

KIM-Studie: Jedes dritte Kind in Deutschland nutzt täglich WhatsApp

Deutschland: 30 Jahre Familienzentrum „Arche Noah“ in Penzberg

Adventisten beim Präventionskongress in Berlin

Freikirchenleitung der Adventisten in Niedersachsen und Bremen wiedergewählt

Schaffhauser Bibelgesellschaft wird Teil der Schweizerischen Bibelgesellschaft

Adventisten und Katholiken kritisieren US-Antidiskriminierungsgesetz

Ignazio Cassis zu Nahostkonflikt: Gewalt ist Nonsens

Siebenten-Tags-Adventist im US-Bundesstaat Tennessee hingerichtet

Menschenrechtsorganisation kritisiert unterlassene Hilfe für Kriegsdienstverweigerer in Europa

Deutsche Bibelgesellschaft nimmt "Bibelmobil e.V." als Mitglied auf

Religionswissenschaftler vermittelt Grundwissen zur Sikh-Religion

Alkohol: Die Risiken im Alter werden durch Medikamente verstärkt

Asia Bibi, pakistanische Christin, konnte das Land verlassen und ist in Kanada angekommen

Zweiter Weltgipfel „Religion, Frieden und Sicherheit“

Arbeitskreis „Frieden und Versöhnung“ der Deutschen Evangelischen Allianz konstituiert

Adventisten in Nordrhein-Westfalen bestätigen Freikirchenleitung

Erneut weltweit über 38 Millionen Bibeln verbreitet

Symposium zu Kinderrechten, Religionsmündigkeit, Religionsfreiheit

Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen tagt im Kloster Kappel

Christen vereint im Gebet für den Frieden - «30 Tage Gebet für die islamische Welt»

EKD-Friedensbeauftragter: Ökumenische Versammlung von 1989 immer noch aktuell

Inselstaat Tonga: Parade von Adventisten stoppt den Verkehr

„Gesichter der Verfolgung“: neue Serie im Hope TV

Adventgemeinde Lahr bleibt am 23.November geschlossen!

HINWEIS: Die Adventgemeinde Lahr bleibt am 23.November geschlossen! Gottesdienst findet in der Auberghalle (Oberschopfheim) um 10:00 Uhr statt.

News der Freikirche

[27.06.2016] Amtskette für neuen Rektor der Theologischen Hochschule Friedensau

Amtskette für neuen Rektor der Theologischen Hochschule Friedensau

Friedensau bei Magdeburg/Deutschland, 27.06.2016 / APD

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© Foto: Holger Teubert/APD

Nach einjähriger Vakanz hat die Theologische Hochschule der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau bei Magdeburg/Deutschland wieder einen Rektor. Professor Dr. phil. Roland E. Fischer (55) wurde am 25. Juni vom Präsidenten der adventistischen Kirchenleitung in West- und Südeuropa (Intereuropäische Division), Pastor Mario Brito (Bern/Schweiz), in sein neues Amt eingeführt.

Klein aber feinIn der Festansprache betonte Heinz Schlumpberger (Tübingen), Mitglied des Kuratoriums der Hochschule, dass im Vergleich zu anderen Universitäten in Sachsen-Anhalt die Friedensauer Hochschule erst seit 26 Jahren staatlich anerkannt sei. Dennoch habe sie in dieser relativ kurzen Zeit mit ihren 16 wissenschaftlichen Instituten sowie insgesamt neun Bachelor- und Masterstudiengängen eine beachtliche Entwicklung aufzuweisen. Dazu komme das Angebot „Deutsch als Fremdsprache“, was zur Vorbereitung auf die Hochschulausbildung von Studierenden aus über 30 Ländern ebenfalls gut aufgenommen werde. „Klein aber fein“ bereichere Friedensau mit derzeit etwa 200 Studierenden die Hochschullandschaft in Sachsen-Anhalt und auch die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten.

Bildung ist von unschätzbarer BedeutungDie Einrichtung, der Erhalt und die Förderung von Bildungsstätten, insbesondere von Hochschulen, erfordere von den jeweiligen Trägern ein hohes finanzielles Engagement, das sich nicht in einer einfachen Kosten-Nutzen-Rechnung darstellen lasse. Was man Menschen an Bildung gebe, könne nie durch einen materiellen Wert ausgedrückt werden, denn Bildung sei für jeden Einzelnen und für die Gesellschaft insgesamt von unschätzbarer Bedeutung, so Schlumpberger. Auch für die kleine Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland mit derzeit etwa 35.000 erwachsen getauften Mitgliedern, sei es eine Mammutaufgabe, neben allgemein bildenden Schulen in der Bundesrepublik auch die Hochschule in Friedensau zu unterhalten. Aber sie tue es aus der Überzeugung, „weil sie um deren Bedeutung für die Freikirche aber auch für unsere Gesellschaft weiss“.

Wurzeln und FlügelHeinz Schlumpberger erinnerte an die Aussage von Johann Wolfgang von Goethe: „Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel.“ Das gelte auch für eine theologische Hochschule, die Wurzeln in ihrer Kirche mit deren christlichem Menschenbild, ihren biblisch begründeten Glaubensüberzeugungen und dem von ihr erkannten Auftrag in dieser Welt und für alle Menschen in ihr habe. Andererseits gehöre zu einer Hochschule auch die Freiheit in Lehre und Forschung. Doch gerade hier könne es zu Spannungen kommen. Forschung bedeute auch Standpunkte auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen, so wie es schon die Urchristenheit tat.

Doch gerade Kirchen jeder Denomination falle es schwer, Überzeugungen neu zu formulieren oder sogar Korrekturen zuzulassen Die Kirchenleitungen wollten bei ihren Mitgliedern keine Verunsicherung aufkommen lassen. Deshalb gebe es immer Personen, die insbesondere denen, die lehren und forschen, „gerne die Flügel stutzen würden, um damit sicher zu stellen, dass sie sich nur in einem begrenzten Raum, der wenige Risiken birgt, frei bewegen können“. Doch Fragen und Bedenken ernst zu nehmen, in einen konstruktiven Dialog zu treten, gehöre zum Berufsethos von Dozentinnen und Dozenten einer Hochschule, hob Schlumpberger hervor.

Hierbei sei ganz besonders der Rektor als Leiter und Repräsentant der Bildungseinrichtung gefragt. Er müsse dafür sorgen, dass die Balance zwischen Wurzeln und Flügeln ausgewogen sei. Er müsse auch im Blick haben, dass die Verwurzelung mit der Kirche bestehen bleibe und die Flügel der Freiheit in Lehre und Forschung dennoch wachsen und sich angemessen entwickeln könnten. Gegebenenfalls müsse er den Dialog moderieren, wenn wegen der Ausrichtung der Hochschule Problemfelder erkennbar würden. Der Rektor sollte dafür kämpfen, dass bei durchaus nachvollziehbaren einschränkenden Rahmenbedingungen die Sicherung der Qualität und deren Weiterentwicklung dennoch gewährleistet seien. Heinz Schlumpberger zeigte sich davon überzeugt, dass Professor Roland Fischer diesen Anforderungen gerecht werde.

Er wünschte dem neuen Rektor eine hohes Mass an Sensibilität in der Zuwendung zu Menschen, die Fähigkeit zuhören zu können, Entscheidungen wohl bedacht zu treffen, Visionen zu entwickeln, ohne den Blick auf das Realisierbare zu verlieren, und stets ausgleichend zu wirken, „ohne dafür den Preis für faule Kompromisse zu bezahlen“.

Ein Rektor ist nicht alleinDer Präsident der Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten in West- und Südeuropa, der portugiesische Pastor Mario Brito, nahm die Amtseinführung von Professor Fischer durch Überreichung der Amtskette vor und sprach das Segensgebet. Er betonte, dass ein Rektor zwar die Verantwortung für das Gleichgewicht der Verwurzelung der Hochschule in der Freikirche und für eine akademische Weiterentwicklung trage, dass er dabei aber nicht allein sei. Er habe ein hoch engagiertes Team an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und könne als Christ auch auf die Hilfe Gottes vertrauen.

Beruflicher und akademischer WerdegangRoland Fischer studierte nach dem Abitur von 1979 bis 1983 am Theologischen Seminar Marienhöhe der Siebenten-Tags-Adventisten in Darmstadt. Es folgten sieben Jahre als Jugendpastor in Augsburg und in Neunkirchen, wo er 1988 als Pastor ordiniert wurde. Von 1990 bis 1992 studierte er an der adventistischen Andrews University in Berrien Springs, Michigan/USA, und schloss mit dem Master of Divinity ab. Anschliessend war er 13 Jahre als Hauptpastor in Kassel tätig. Während dieser Zeit erwarb er 2001 nebenberuflich den Abschluss als Diplom-Theologe an der Friedensauer Hochschule. Von 2002 bis 2004 erfolgte eine Weiterbildung als Mentor für Pastoren. Von 2005 bis 2012 wurde ihm von der Freikirche in Deutschland die Leitung des Instituts für Weiterbildung übertragen. Wieder berufsbegleitend absolvierte Fischer von 2003 bis 2007 ein Promotionsstudium an der Universität Bayreuth. Im Studiengang „Religiöse Sozialisation und Erwachsenenbildung“ promovierte er mit dem Thema „Bildung im Gottesdienst. Die Bibelschule der Adventgemeinde“ mit magna cum laude zum Doktor der Philosophie. Seit 2009 war er auch als Lehrbeauftragter für Praktische Theologie in Friedensau tätig. Ab 2011 lehrte er als Dozent für diesen Bereich Homiletik, Katechetik, Liturgik und Pastoraltheologie. Im Mai 2016 erfolgte die Berufung zum Professor für Praktische Theologie an der Theologischen Hochschule Friedensau.

Heinz Schlumpberger schloss in diesen beruflichen Werdegang auch Heike Fischer mit ein, Mutter dreier Kinder, mit welcher der neue Rektor seit 35 Jahren verheiratet ist. Sie habe ihrem Mann bei der Ausübung seines Berufes einschliesslich der zeitaufwändigen Weiterbildung und wissenschaftlichen Qualifizierung „unterstützt und ihm den Rücken frei gehalten“.

Viel Erfahrung mit ausländischen StudierendenProfessor Dr. Armin Willingmann (SPD), Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung von Sachsen-Anhalt, wies in seinem Grusswort darauf hin, dass Professor Roland Fischer nach den Professoren Baldur Pfeiffer, Udo Worschech, Johann Gerhardt und Friedbert Ninow der fünfte Rektor der Theologischen Hochschule Friedensau sei und damit der Hochschulrektorenkonferenz von Sachsen-Anhalt angehöre. Obwohl die Bildungsstätte erst vor 26 Jahren als Hochschule staatlich anerkannt wurde, gebe es im Land keine andere Hochschule, die mit ausländischen Studierenden so viel Erfahrung habe, wie Friedensau. Hier werde Interkulturalität gelebt. Auch sei die Hochschule international gut aufgestellt. Das zeige die Berufung des letzten Rektors Professor Ninow im vergangenen Jahr an die adventistische La Sierra Universität in Riverside, Kalifornien/USA, zum Dekan für den Fachbereich Theologie.

Lob für den ProrektorDer Kanzler der Friedensauer Hochschule, Tobias Koch, würdigte die Arbeit von Prorektor Dr. phil. habil. Thomas Spiegler. Nach dem Weggang von Professor Ninow sei an der Hochschule eine einjährige Vakanz entstanden. Von Amts wegen übernehme in solch einem Fall der Prorektor zusätzlich zu seinen Verpflichtungen die Führungsverantwortung. Spiegler habe in dieser Zeit nicht nur den Studienbetrieb in geordneter und bewährter Weise fortgeführt, sondern auch „weiter nach vorn bewegt“. Die Hochschule sei in vollem Umfang handlungsfähig geblieben, sodass der Eindruck hätte entstehen können, es sei eigentlich kein neuer Rektor erforderlich.

Lust auf lernen und forschenPastor Friedbert Hartmann (Hannover), Mitglied im Vorstand der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland, wies in seinem Grusswort darauf hin, dass die Hochschule auch für die Ausbildung der Geistlichen der Freikirche in der Bundesrepublik eine hohe Verantwortung trage. Neben „Lust auf lernen und forschen“, sollten persönlicher Glaube sowie Forschung und Lehre einander ergänzen. Es gelte künftig noch mehr Frauen für das Theologiestudium zu gewinnen, damit auch sie in der Freikirche als Pastorinnen wirken könnten.

GästeNeben Staatssekretär Professor Willingmann nahmen an der Amtseinführung des Rektors unter anderem als Gäste teil: Der Rektor der Martin-Luther-Universität Halle, Professor Dr. Udo Sträter, der Rektor der Hochschule Anhalt, Professor Dr. Dieter Orzessek, der frühere Rektor und jetziger Dozent für Praktische Theologie der Theologischen Hochschule Elstal, Professor Dr. Volker Spangenberg, der Kanzler der Hochschule Harz, Michael Schilling, Dr. Jean-Claude Verecchia von dem mit Friedensau verbundenen adventistischen Newbold College in Binfield, Berkshire/England, und der Bürgermeister der Stadt Möckern, Frank von Holly. Friedensau war früher eine eigenständige politische Gemeinde und gehört seit 2002 als Ortsteil zu Möckern, einer Kleinstadt, die bereits im Jahr 948 erstmals urkundlich erwähnt wurde.

Studiengänge und InstituteDas 1899 in Friedensau gegründete theologische Seminar wurde 1990 als Hochschule staatlich anerkannt. An ihr sind gegenwärtig etwa 200 Studierende aus über 30 Ländern in den Fachbereichen Theologie und Christliches Sozialwesen immatrikuliert. Dekan des Fachbereichs Theologie ist Dr. Stefan Höschele. Professor Horst F. Rolly leitet das Dekanat Christliches Sozialwesen. An der Hochschule können die Studiengänge Bachelor Soziale Arbeit und Bachelor/Master Theologie, Master Sozial- und Gesundheitsmanagement, Master Counseling, Master of Theological Studies, Master Musiktherapie sowie Master International Social Sciences belegt und ein duales Bachelor-Studium Gesundheits- und Pflegewissenschaften sowie ein Kurs „Deutsch als Fremdsprache“ absolviert werden.

Friedensau verfügt im Fachbereich Theologie über die wissenschaftlichen Institute Altes Testament und biblische Archäologie, Adventistische Geschichte und Theologie, Historisches Archiv der Siebenten-Tags-Adventisten in Europa, Institut für seelische Gesundheit im Kindes- und Jugendalter, Kirchenmusik, Missionswissenschaft, Religionsfreiheit, Sprachen sowie Weiterbildung. Im Fachbereich Christliches Sozialwesen sind es die Institute Evaluation in der Entwicklungszusammenarbeit und in der humanitären Hilfe, Institut für den Schutz von ethnischen, linguistischen und religiösen Minderheiten, Entwicklungszusammenarbeit, Familien und Sozialforschung, Sucht- und Abhängigkeitsfragen, Kulturrelevante Kommunikation und Wertebildung sowie Musiktherapie.

Weitere adventistische BildungsstättenNeben der Friedensauer Hochschule unterhält die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland an Bildungsstätten das Schulzentrum „Marienhöhe“ in Darmstadt mit Gymnasium, Kolleg, Real- und Grundschule sowie Internate, die Freie Adventschule Oberhavel (Grundschule) sowie die Immanuel-Gesamtschule in Oranienburg-Friedrichsthal, die Andrews-Advent-Grundschule in Solingen, die Daniel-Schule (Grundschule) in Murrhardt, die Elisa-Schule (Grund- und Realschule) in Herbolzheim-Tutschfelden, die Josia-Schule (Grund- und Hauptschule mit Realschulzweig) in Isny im Allgäu, die Advent-Schule (Grundschule) in Heilbronn und die Salomo-Schule (Grundschule) in Rastatt. Außerdem vier Kindergärten (Berlin, München, Fürth, Penzberg) sowie die Heilpädagogische Tagesstätte für Vorschulkinder in Neuburg/Donau.

Weltweit unterhält die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten mit insgesamt 7.579 Schulen – von der Grundschule bis zur Universität – das grösste protestantische Bildungswerk.

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