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Über den Frauenstreik hinaus: «Lohn. Zeit. Respekt.»

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Papua-Neuguinea: Siebenten-Tags-Adventist zum Premierminister gewählt

„wertvoll“: neuer wöchentlicher Talk auf HopeTV

«Glauben und Lehren» - 2. Bildungskongress der Adventisten

Der Religionsfreiheit und dem Recht auf Asyl verpflichtet

3. Adventistischer Gesundheitskongress: «Leben in Fülle»

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Adventisten in Berlin-Mitteldeutschland wählen Freikirchenleitung

Reto Mayer, Präsident der Schweizerischen Bibelgesellschaft, tritt zurück

„Einsatz leben“: neue Serie auf Hope Channel TV

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Buchrezension: «Jesus war kein Europäer»

Flüchtlingssabbat und -sonntag: Flüchtlingen ein Gesicht geben

ADRA: Kleine Spenden für Katastrophenhilfe mit grosser Wirkung

KIM-Studie: Jedes dritte Kind in Deutschland nutzt täglich WhatsApp

Deutschland: 30 Jahre Familienzentrum „Arche Noah“ in Penzberg

Adventisten beim Präventionskongress in Berlin

Freikirchenleitung der Adventisten in Niedersachsen und Bremen wiedergewählt

Schaffhauser Bibelgesellschaft wird Teil der Schweizerischen Bibelgesellschaft

Adventisten und Katholiken kritisieren US-Antidiskriminierungsgesetz

Ignazio Cassis zu Nahostkonflikt: Gewalt ist Nonsens

Siebenten-Tags-Adventist im US-Bundesstaat Tennessee hingerichtet

Menschenrechtsorganisation kritisiert unterlassene Hilfe für Kriegsdienstverweigerer in Europa

Deutsche Bibelgesellschaft nimmt "Bibelmobil e.V." als Mitglied auf

Religionswissenschaftler vermittelt Grundwissen zur Sikh-Religion

Alkohol: Die Risiken im Alter werden durch Medikamente verstärkt

Asia Bibi, pakistanische Christin, konnte das Land verlassen und ist in Kanada angekommen

Zweiter Weltgipfel „Religion, Frieden und Sicherheit“

Arbeitskreis „Frieden und Versöhnung“ der Deutschen Evangelischen Allianz konstituiert

Adventisten in Nordrhein-Westfalen bestätigen Freikirchenleitung

Erneut weltweit über 38 Millionen Bibeln verbreitet

Symposium zu Kinderrechten, Religionsmündigkeit, Religionsfreiheit

Adventgemeinde Lahr bleibt am 23.November geschlossen!

HINWEIS: Die Adventgemeinde Lahr bleibt am 23.November geschlossen! Gottesdienst findet in der Auberghalle (Oberschopfheim) um 10:00 Uhr statt.

News der Freikirche

[16.08.2016] Adventistische Kirchenleitung in Nord- und Ostdeutschland veröffentlicht Grundsatzentscheidung zur Frauenordination

Adventistische Kirchenleitung in Nord- und Ostdeutschland veröffentlicht Grundsatzentscheidung zur Frauenordination

Hannover/Deutschland, 16.08.2016 / APD

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© Foto: Matthias Müller/churchphoto.de

Die überregionale Kirchenleitung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Nord- und Ostdeutschland (Norddeutscher Verband NDV) hat eine Stellungnahme zur Ordination von Frauen zum Dienst als Pastorin veröffentlicht. Zukünftig im Bereich des Norddeutschen Verbands durchgeführte Beauftragungen/“Ordinationen“ könnten demnach in der Kirche der Adventisten keine weltweite Geltung mehr beanspruchen, sondern seien in Deutschland, also auf das Gebiet des Nord- und Süddeutschen Verbands (SDV) beschränkt. Die bisherige Form der Segnung von Pastorinnen wird nun im Norddeutschen Verband in gleicher Weise auch den männlichen Kollegen zugesprochen und zukünftig auf deren Ordination für den weltweiten Dienst verzichtet. Der Süddeutsche Verband führt die bisherige Praxis weiter, wonach auch in Zukunft ausschliesslich Männer als Pastoren für den weltweiten Dienst ordiniert werden.

In einer Grundsatzentscheidung, die vom adventistischen Kirchenleitungsgremium des Norddeutschen Verbands (NDV-Verbandsausschuss) bereits im Juni beschlossen und nun veröffentlicht wurde, wird „Ordination“ nicht wie bisher als weltweit gültige Einsegnung verstanden, sondern als Beauftragung/“Ordination“ („beauftragen“, engl. „commission“) und auf das Gebiet der deutschen Kirchenleitung beschränkt. Daher werde diese Form der Beauftragung/“Ordination“ in Nord- und Ostdeutschland ohne Unterschied sowohl Männern als auch Frauen im Pastorendienst zugesprochen.

Wörtlich heisst es in der Stellungnahme: „Der NDV bekennt sich zur biblischen Praxis der Handauflegung mit Segensgebet als sichtbarem Zeichen der Kirche, seine Pastoren und Pastorinnen zum hauptamtlichen Dienst in den Gemeinden zu beauftragen. In diesem Sinn spricht der NDV von ‚Ordination‘.“ Diese „wird Männern und Frauen ohne Unterschied zugesprochen und gilt nur im Gebiet des NDV/SDV, da unsere Gremien nur für diesen Bereich entscheiden können“.

Die Kirchenleitung des Norddeutschen Verbands möchte dadurch der bereits bestehenden Beschlusslage auf ihrem Gebiet Rechnung tragen, ohne formal gegen die weltweit gültigen Richtlinien (Working Policy) der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) zu verstossen. Die Stellungnahme des Norddeutschen Verbands zur Ordination von Frauen zum Dienst als Pastorin ist in deutscher und englischer Sprache einsehbar unter: www.adventisten.de/organisation/norddeutscher-verband/dokumente[1]

Adventistische Weltsynode lehnte Ordination von Pastorinnen 2015 erneut abAm 8. Juli 2015 hatten es die rund 2.300 Delegierten der adventistischen Weltsynode (Generalkonferenz-Vollversammlung) in San Antonio, Texas/USA, als oberstes Gremium der Freikirche mit rund 40 zu 60 Prozent abgelehnt, den weltweit dreizehn teilkontinentalen Kirchenleitungen (Divisionen) die Kompetenz zu erteilen, adventistische Pastorinnen in ihrem Verwaltungsgebiet zum Pastorendienst zu ordinieren.

Frauen können nach ihrem Theologiestudium in der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten zwar als Pastorin „gesegnet” werden und damit fast alle Amtshandlungen, wie Taufe, Abendmahl, Trauung und Beerdigung, vornehmen; doch ordiniert werden nur männliche Geistliche. Damit ist Pastorinnen grundsätzlich auch das Amt des Präsidenten („Vorsteher“) einer regionalen oder überregionalen Freikirchenleitung verwehrt, das eine Ordination erfordert. Die aktuelle Stellungnahme des Norddeutschen Verbands öffnet nun auch dieses Amt für Frauen, sieht dafür aber eine erneute Ordination vor: „Die Wahl eines Pastors oder einer Pastorin in den leitenden Dienst als Vorsteher/in wird durch eine erneute Beauftragung/‚Ordination‘ vollzogen.“

Deutsche Freikirchenleitung für Frauen als vollbeauftragte PastorinnenDie Vorstände des Nord- und Süddeutschen Verbandes der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten hatten bereits in einer Stellungnahme vom 14. Juli 2015 die Entscheidung in San Antonio zur Frauenordination bedauert. In ihrer Stellungnahme hiess es: „Eine positive Antwort wäre aus unserer Sicht angemessen und überfällig gewesen und hätte dem mutigen (Pionier-)Geist der Adventbewegung besser entsprochen.“ Während die Vorstände den Willen der Mehrheit der Vollversammlung respektierten, würden sie jedoch entschieden jeder Form der Diskriminierung von Frauen entgegentreten. „Wir glauben, dass Männer wie Frauen mit denselben Gaben ausgestattet werden, die für den Dienst als Pastor/Pastorin erforderlich sind. Deshalb werden wir alle Möglichkeiten ausschöpfen, um Frauen als vollbeauftragte Pastorinnen in unseren Gemeinden einzusetzen“, so die Vorstände.

Beschluss des Norddeutschen Verbands von 2012Am 23. April 2012 hatte die überregionale Kirchenleitung der Adventisten in Nord- und Ostdeutschland mehrheitlich beschlossen, dass innerhalb des NDV auch Pastorinnen wie ihre männlichen Kollegen ordiniert werden können. Dieses Votum entsprach nicht der Beschlusslage der Weltkirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten, wurde bisher allerdings noch nicht umgesetzt.

Der Süddeutsche Verband (SDV) hatte 2012 keinen Beschluss zur Ordination von Frauen gefasst. Er praktiziert aber ebenfalls die „Segnung“ von Pastorinnen in Übereinstimmung mit der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz). Deshalb dürfen von den Kirchenleitungen im Norddeutschen Verband „gesegnete“ Geistliche, sowohl Männer wie Frauen, auch im Gebiet des Süddeutsche Verband tätig sein. Im SDV werden auch weiterhin nur Männer als Pastoren für den weltweiten Dienst ordiniert.

Unterschiedliche Reaktionen auf Entscheidung der adventistischen Weltsynode 2015Nach der Entscheidung der adventistischen Weltsynode 2015 zur Kompetenzregelung bezüglich der Frauenordination reagierten die überregionalen adventistischen Kirchenleitungen (Unionen) in Belgien, Dänemark, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Schweden, der Slowakei, Tschechien und in den USA auf unterschiedliche Weise.

NorwegenAm 20. September 2015 beschloss der Exekutivausschuss der nationalen, adventistischen Kirchenleitung in Norwegen (NORUC), künftig keine Pastoren mehr zu ordinieren. Sowohl Pastoren als auch Pastorinnen sollen mit einem Fürbittgebet in den vollen Pastorendienst eingeführt werden.

DänemarkDer Exekutivausschuss der Adventisten in Dänemark (DUChC) beschloss auch am 20. September 2015, dass nach Abschluss der Pastoralassistenzzeit ausschliesslich der Begriff „Pastor/Pastorin“, ohne die Bezeichnung „ordiniert“ oder „gesegnet“, gleichermassen für Männer und Frauen verwendet werden soll.

NiederlandeAdventisten in den Niederlanden wollen Frauen auch in Zukunft ordinieren. In einer Erklärung nach dem Beschluss der Weltsynode hält die niederländische Kirchenleitung fest: „Die Delegierten der adventistischen Kirchgemeinden in den Niederlanden haben im Herbst 2012 beschlossen, Frauen in gleicher Weise wie ihre männlichen Kollegen zum Pastorendienst zu ordinieren. Dieser Beschluss trat im Juni 2013 in Kraft und bleibt es weiterhin. Die Entscheidung der Generalkonferenz-Vollversammlung von San Antonio ändert daran nichts.“

ItalienDie Kirchenleitung der Adventisten in Italien (UICCA) hat am 16. September 2015 „ein respektvolles, aber starkes Zeichen des Dissenses und des Protests“ gegenüber der Entscheidung der adventistischen Weltsynode 2015 (Generalkonferenz-Vollversammlung) zur Frauenordination veröffentlicht und geeignete administrative Massnahmen angekündigt.

Frankreich und BelgienDer Exekutivausschuss der Siebenten-Tags-Adventisten in Frankreich und Belgien (Union Franco-Belge, UFB) stimmte am 11. November 2015 in Paris einer Erklärung zu, die einen allmählichen Gesinnungswandel anstossen will, um künftig die geschlechtsunabhängige Ordination zum Pastorendienst zu ermöglichen. Die Kirchenleitung will auch die notwendigen Voraussetzungen schaffen, damit adventistische Pastorinnen dasselbe Gehalt wie ihre männlichen, ordinierten Kollegen beziehen.

Slowakei und TschechienDer Exekutivausschuss der adventistischen Kirchenleitung für Tschechien und die Slowakei (Církev adventistu sedmého dne Cesko-Slovenská unie) verabschiedete am 11. November 2015 eine Erklärung welche den Beschluss der adventistischen Weltsynode vom Juli 2015 zur Frauenordination bedauert. Der Beschluss der Generalkonferenz-Vollversammlung basiere auf kirchlicher Autorität, stehe aber nicht in Übereinstimmung mit dem biblischen Befund sowie im Widerspruch zu Artikel 14 der adventistischen Glaubensüberzeugungen, der betont, dass „Unterschiede zwischen Mann und Frau … unter uns nicht trennend wirken“ dürften. Deshalb würden Frauen ermutigt, sich auch im Pastorendienst zu engagieren.

SchwedenAm 13. März 2016 hat der Exekutivausschuss der adventistischen Kirchenleitung (Sjundedags Adventistsamfundet) in Schweden beschlossen, keine Ordinationen zum Pastorendienst mehr durchzuführen. Damit sollen Männer und Frauen im Pastorendienst gleich behandelt werden.

USAIn den USA haben im Oktober 2015 neun Theologieprofessoren der renommierten adventistischen Andrews-Universität in Berrien Springs, Michigan, die gleichzeitig ordinierte Pastoren waren, als Reaktion auf den ablehnenden Beschluss der Weltsynode ihre Ordinationsurkunden zurückgegeben. Sie baten, für sie Legitimationen als „gesegnete/beauftragte“ Pastoren, wie für adventistische Pastorinnen, auszustellen.

In den USA wurden im Gebiet der überregionalen Kirchenleitungen der Columbia Union Conference im Osten und der Pacific Union Conference im Westen der USA bereits vor der Generalkonferenz-Vollversammlung von 2015 Frauen als Pastorinnen ordiniert. Diese Ordinationen wurden bisher nicht zurückgenommen.

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