Adventgemeinde Lahr

Mitarbeitende von Delta Air Lines treffen Bewohner des Hauses Odenwald

«Bibelmümpfeli» – die lange Nacht der Bibel

Adventistische Kirche in Nebraska bittet Farbige um Vergebung

70 Jahre adventistisches Seminar Schloss Bogenhofen

„Darüber spricht man doch nicht“ – Welttoilettentag 2019

Verfolgten Christen eine Stimme geben

Aufruf zum Gebet für Adventisten in Burundi

20 Jahre idea Schweiz - «Das grenzt an ein Medienwunder»

Australien: ADRA unterstützt Betroffene der verheerenden Brände

8. Media Day - Netzwerkevent für adventistische Medienschaffende

Ökumenischer Gottesdienst zur Legislatureröffnung des Parlaments

SEA bedauert das Ja der Reformierten zur Öffnung der Ehe für alle

Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund befürwortet «Ehe für alle»

Deutsches Gericht stärkt Rechte von Kriegsdienstverweigerern

Wachsender Widerstand gegen reformierte „Trauung für alle“

ESSA-Herbsttagung zur Intersektionalität in Friedensau

Gebetswoche 2019 der Siebenten-Tags-Adventisten

Die berauschte Gesellschaft: Alkohol – geliebt, verharmlost, tödlich

Deutschland: Christliche Konvertiten vor Verfolgung schützen

«Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.»

Ausstellung «Bibelobjekte» in der Peterskirche Basel

Gewalt gegen Christen verdient mehr Aufmerksamkeit

Staffelübergabe im Advent-Wohlfahrtswerk e.V. (AWW)

Burundi: Adventisten fordern Einmischung der Regierung zu beenden

Adventisten: Stellungnahme zur Abtreibung verabschiedet

Neuer Finanzierungsmodus für adventistische Weltkirchenleitung

Adventisten ehren Hannele Ottschofski als «Frau des Jahres 2019»

Deutschland: Advent-Verlag Lüneburg jetzt auch bei Amazon

Deutschland: Graduierung und Beginn des Studienjahres 2019/20 an der Hochschule Friedensau

Die Zahl der Hungernden steigt wieder

Adventisten: Weltkirchenleitung verwarnt Norddeutschen Verband

Brasilien: 36 adventistische Schulen wollen 30.000 Bäume pflanzen

Adventisten in Deutschland entsetzt über Terrorangriff in Halle

Berlin: Interreligiöse Ausstellung zum Monat der Diakonie im Rogate-Kloster

50 Jahre Hilfswerk „Maranatha Volunteers International“

Gerechtigkeit und Liebe sind die besten Waffen gegen Gewalt

Adventistische US-Universität bei ersten 10 Prozent bezüglich Vielfalt

Leiter des Hilfswerks ADRA International ist zurückgetreten

Deutschland: 120 Jahre Ortschaft und Ausbildungsstätte Friedensau

Buchrezension: «Säkularer Staat - viele Religionen: Religionspolitische Herausforderungen der Gegenwart»

ADRA Schweiz Jahresbericht 2018 – 4,9 Mio. Franken Gesamtertrag

Deutschland: Arena beim Zeltplatz Friedensau eröffnet

USCIRF-Erklärung zum 150. Geburtstag von Mahatma Gandhi

«Der Mythos von einer einheitlichen und frommen Reformation»

Mattia Benini, neuer Direktor der «Clinique La Lignière» in Gland/VD

Kinder helfen Kindern! – ADRA Weihnachtsaktion 2019 gestartet

Konvertiten in Deutschland - Pfingstgemeinden nehmen Stellung

Sucht im Alter – vom Umgang mit einem Tabuthema

„Aktion Kinder helfen Kindern!“ deutschlandweit am Weltkindertag eröffnet

Regierungsrätin Fehr: „Was die Gesellschaft an den Kirchen hat“

Deutschland: Landeskonferenz der Adventisten in Krelingen

Rekurs gegen das Genfer Laizitätsgesetz eingereicht

Medienzentrum feiert 10 Jahre Fernsehen im Zeichen der Hoffnung

Buchrezension: Kirchliche Minderheiten im Schatten der lutherischen Reformation

Zürich: Grossmünsterpfarrer referiert bei Adventisten über Zwingli

Greifswald: Nach Brandanschlag weihen Adventisten neue Kirche ein

Mitgliederversammlung der ACK Deutschland tagte in Augsburg

Nachdenken über Sinn und Ziel von Karriere und Leben

US-Bericht: Bedrohung der Religionsfreiheit durch Überwachungsstaat in China

Evangelische im Libanon distanzieren sich von «zionistischen Christen»

Theologische Hochschule Friedensau trauert um Manfred Böttcher

Bettagsbegegnung thematisiert Frieden, Versöhnung und Solidarität

Adventisten im Beobachterstatus des «VFG – Freikirchen Schweiz»

ADRA: Keine Beteiligung an politischer Demo in Rohingya-Lager

Richtfest für Anbau am adventistischen Seniorenheim in Bad Aibling

EKD gibt friedenstheologisches Lesebuch heraus

100 Jahre «VFG - Freikirchen Schweiz» und 500 Jahre Freikirchen

Adventisten feiern 100 Jahre Engagement in Ruanda

Deutschland: Adventistische Hochschule beteiligt sich an Interkultureller Woche

Präsident von Ruanda eröffnet adventistische medizinische Fakultät

„Salz der Erde“ - 10. Ökumenischer Tag der Schöpfung

Bilder entstehen in den Köpfen der Blinden

«Briefmarken und das Münster sind beides Wertzeichen»

Politisches Engagement der anderen Art

Bahamas: ADRA und die adventistische Kirche helfen den Opfern

Berner EVP fordert italienisches Kirchensteuermodell für Unternehmen

„Aufbruch Ökumene“

Theologisches Seminar St. Chrischona startet Studienjahr mit 50 Neuen

Rat des Kirchenbundes unterstützt die Konzernverantwortungsinitiative

Weltkirchenleitung der Adventisten klärt Haltung zur Abtreibung

Rat des Kirchenbundes befürwortet Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare

Evangelische Friedensarbeit in Deutschland: «Frieden wieder in Gefahr»

Buchrezension: «Geht der Kirche der Glaube aus?»

Internationale Altaistik-Konferenz in adventistischer Hochschule

Pfadfinder-Camporee der Rekorde in OshKosh/USA

Spiel & Spass beim Sommerfest im Alters- und Pflegeheim Oertlimatt

Verlässliches Ausschiffungssystem für Gerettete gefordert

«Unendlich wertvoll» - ADRA Freiwilligenwochen 2019 in Gempenach

Muslimin zur Generalsekretärin von «Religions for Peace» gewählt

Adventisten: Schwerpunkttag gegen häusliche und sexuelle Gewalt

EVP Schweiz lanciert Charta der Religionsgemeinschaften

10. Weltkonferenz „Religions for Peace“ – für gemeinsame Zukunft

UN-Gedenktag für Opfer religiöser oder weltanschaulicher Gewalt

„Hoffnungszeichen in einer aufgewühlten Welt“

Kolumbien: Venezolanische Migranten erhalten Hilfe für Start-ups

«Zehntenhäuser» für adventistische Selbstversorger im Südpazifik

Adventistische Medien kooperieren bei crossmedialem Projekt

Deutschland: Spendenbereitschaft der Adventisten weiterhin hoch

Weltweite Evangelische Allianz ruft 2020 zum globalen Jahr der Bibel aus

Katastrophenvorsorge: Pfadis füllen 5.000 Behälter mit Utensilien

Papua-Neuguinea: Schutzhaus gegen häusliche Gewalt eröffnet

Adventisten: Fünf grosse, internationale Pfadfindertreffen im 2019

ADRA Kanada unterstützt durch Waldbrände Vertriebene

Taiwan: Taipehs Krankenhäuser sollen muslimfreundlich werden

USA: Massenerschiessungen – Adventisten stellen Care Teams

Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten Gastmitglied der ACK Bayern

ADRA bei Seenotrettung vor libyscher Küste mit im Boot

4.000 adventistische Pfadis am Camporee in England

USA: Adventistische Loma Linda Universitätsklinik ausgezeichnet

Drei adventistische Familien nach Bränden in Sizilien obdachlos

Evangelische Friedensarbeit in Deutschland trauert um Pfarrer Ulrich Finckh

Mitten im Ebola-Gebiet gibt ADRA unterernährten Kinder zu essen

Kirchen trauern und reagieren auf die Gewalt in den USA

Südasien: ADRA unterstützt vom Monsun Betroffene

Guatemala: Adventisten verteilen Bettwäsche an Krankenhäuser

Deutschland: 100 Jahre Gehörlosengemeinschaft der Adventisten

Theologische Hochschule Friedensau trauert um Professor Dr. Winfried Noack

Keine Abschiebung von christlichen Konvertiten und Baha’i in den Iran

Adventisten: Grussworte an Präsidenten von EU-Kommission und Parlament

Jamaika: Technologieministerin spricht auf Internetkonferenz der Adventisten

Adventisten in Süddeutschland: Wechsel im Vorstand und Pressedienst

Iran verschärft Verfolgung von Menschen, die vom Islam abfallen

Portugal: 2.500 adventistische Pfadis aus Europa am Camporee

ADRA-Präsident: «Armut ist oft ein Vorläufer religiöser Verfolgung»

ADRA Deutschland unterstützt Seenotrettung im Mittelmeer

Zahl der Christen in Deutschland sinkt auf 56 Prozent

Adventistischer Psychiater äussert sich zu Fanatismus

Britische Jungferninseln: Adventisten pflanzen Kokospalmen

Kolumbiens Präsident bestätigt die Gewährung der Religionsfreiheit

Deutschschweizer Adventisten mit neuer Leiterin der Frauenabteilung

„HopeTV Kinder“: neuer YouTube-Kanal

Die Wimbledon-Sieger 2019 sind aktive orthodoxe Christen

Adventisten: erste regionale Kirchenleiterin besucht Deutschland

ADRA Kolumbien hilft venezolanischen Migranten

USA: 3. Adventistischer Weltkongress zu Gesundheit und Lebensstil

Andi Bachmann-Roth wird neuer SEA Co-Generalsekretär

Jede fünfte Kirche in den Niederlanden ist kein Gotteshaus mehr

USA: Emmy Award für TV-Serie mit adventistischer Klinik

USA: Therezinha Barbalho, adventistische Pastorin, wurde ordiniert

Friedrich Siegmund-Schultze wieder mehr Beachtung schenken

Uganda: ADRA schult und baut 3.200 energiesparende Lehmöfen

Adventisten diskutieren weltweit über "Christsein und sozialer Dienst"

10 Prozent mehr Armut: Schweiz braucht verbindliche Armutspolitik

Adventisten: Berufsbegleitender Masterstudiengang International Social Sciences

ADRA Deutschland erweitert Einsatz im Jemen auf über 6 Mio. Euro

Deutschland: Hospiz Friedensberg feiert 10-jähriges Bestehen

Weltweit besuchen 60 Millionen Kinder eine katholische Schule

Mehr Scheidungen im Jahr 2018 in der Schweiz

Leitungswechsel bei der Heilsarmee in Deutschland, Litauen und Polen

Adventisten: Neuer Professor an der Hochschule Friedensau

CSI fordert Bundesrat auf, das Ausmass der religiösen Verfolgung in Saudi-Arabien zu untersuchen

Adventisten in Mexiko: neue Fahrzeuge für medizinische Einsätze

YouTube bei der Vermarktung von Online-Videos vorn

USA: Adventistischer Senatskaplan mit Canterbury-Medaille gewürdigt

Von Nazis diffamierte „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ als NS-Opfer anerkennen

Theologisches Seminar St. Chrischona (tsc) sendet 37 Absolventen aus

Evangelischer Kirchentag: Podium zur politischen Korrektheit

Adventistische Institutionen auf dem Evangelischen Kirchentag in Dortmund

Europäische Tagung adventistischer Pastorinnen

«Ehe für alle» widerspricht dem Kindeswohl

Buchrezension: «Nicht mehr schweigen»

Über den Frauenstreik hinaus: «Lohn. Zeit. Respekt.»

London: Friedensmarsch der Adventisten gegen Waffenkriminalität

Deutschland: IGFM fordert Abschiebung christlicher Konvertiten in den Iran auszusetzen

Adventisten in der Romandie und im Tessin wählen neue Kirchenleitung

Pfingsten 1989: 30 Jahre Erste Europäische Ökumenische Versammlung in Basel

Nicolas Walther verlässt die Clinique La Lignière

Russland: Adventisten führen Kongress für Arbeit mit Gehörlosen durch

Papua-Neuguinea: Siebenten-Tags-Adventist zum Premierminister gewählt

„wertvoll“: neuer wöchentlicher Talk auf HopeTV

«Glauben und Lehren» - 2. Bildungskongress der Adventisten

Der Religionsfreiheit und dem Recht auf Asyl verpflichtet

3. Adventistischer Gesundheitskongress: «Leben in Fülle»

ADRA Deutschland eröffnet auch in Diepholz einen ADRAshop

Verein «Christian Public Affairs» gegründet

Adventisten in Berlin-Mitteldeutschland wählen Freikirchenleitung

Reto Mayer, Präsident der Schweizerischen Bibelgesellschaft, tritt zurück

„Einsatz leben“: neue Serie auf Hope Channel TV

Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden in Deutschland auf Wachstumskurs

Buchrezension: «Jesus war kein Europäer»

Flüchtlingssabbat und -sonntag: Flüchtlingen ein Gesicht geben

ADRA: Kleine Spenden für Katastrophenhilfe mit grosser Wirkung

KIM-Studie: Jedes dritte Kind in Deutschland nutzt täglich WhatsApp

Deutschland: 30 Jahre Familienzentrum „Arche Noah“ in Penzberg

Adventisten beim Präventionskongress in Berlin

Freikirchenleitung der Adventisten in Niedersachsen und Bremen wiedergewählt

Schaffhauser Bibelgesellschaft wird Teil der Schweizerischen Bibelgesellschaft

Adventisten und Katholiken kritisieren US-Antidiskriminierungsgesetz

Ignazio Cassis zu Nahostkonflikt: Gewalt ist Nonsens

Siebenten-Tags-Adventist im US-Bundesstaat Tennessee hingerichtet

Menschenrechtsorganisation kritisiert unterlassene Hilfe für Kriegsdienstverweigerer in Europa

Deutsche Bibelgesellschaft nimmt "Bibelmobil e.V." als Mitglied auf

Religionswissenschaftler vermittelt Grundwissen zur Sikh-Religion

Alkohol: Die Risiken im Alter werden durch Medikamente verstärkt

Asia Bibi, pakistanische Christin, konnte das Land verlassen und ist in Kanada angekommen

Zweiter Weltgipfel „Religion, Frieden und Sicherheit“

Arbeitskreis „Frieden und Versöhnung“ der Deutschen Evangelischen Allianz konstituiert

Adventisten in Nordrhein-Westfalen bestätigen Freikirchenleitung

Erneut weltweit über 38 Millionen Bibeln verbreitet

Symposium zu Kinderrechten, Religionsmündigkeit, Religionsfreiheit

Adventgemeinde Lahr bleibt am 23.November geschlossen!

HINWEIS: Die Adventgemeinde Lahr bleibt am 23.November geschlossen! Gottesdienst findet in der Auberghalle (Oberschopfheim) um 10:00 Uhr statt.

News der Freikirche

[12.04.2017] Stadtwache in Augsburg verhaftete an Ostern 1528 „Wiedertäufer“ und Ketzer

Stadtwache in Augsburg verhaftete an Ostern 1528 „Wiedertäufer“ und Ketzer - Erinnerung an die Osterversammlung der Täufer 1528 in Augsburg

Augsburg/Deutschland, 12.04.2017 / APD

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© Foto: Wolfgang Krauss

Am Ostersonntag, dem 12. April 1528, versammelten sich in Augsburg in aller Frühe hundert Männer und Frauen im Haus von Susanna und Hans Daucher. Sie wollten miteinander die Auferstehung Christi feiern. Gartenbrüder und -schwestern wurden sie genannt, weil sie sich im Sommer in Gärten versammelten. Im Winter trafen sie sich in Häusern, manchmal auch Wirtshäusern. Anders als den vom Augsburger Stadtrat unterstützten Anhängern Zwinglis oder Luthers überliess man ihnen keine Kirche. Doch die Versammlungen waren illegal. Weil die „Gartengeschwister“ die Kindertaufe ablehnten und meinten, jeder solle sich frei für den Glauben entscheiden, wurden sie als „Wiedertäufer“ und Ketzer angefeindet. Nach anfänglicher Duldung konnten sie sich in Augsburg nur noch im Geheimen treffen. Zwölf Personen verliessen die Osterversammlung vorzeitig. Die Stadtwache umstellte das Haus und verhaftete achtundachtzig Täuferinnen und Täufer, legte sie in Eisen und brachte sie zum Rathaus. Alle wurden verhört, die Auswärtigen bald darauf ausgewiesen.

Sie hatten sich nur mit dem Wort Gottes beschäftigtDoch die Täuferinnen und Täufer hatten nichts Schlimmes getan. In ihren Versammlungen sei nur das Wort Gottes vorgelesen und gelehrt worden, geht aus dem Verhörprotokoll der Maxentia Wissinger vom April 1528 hervor. Dennoch wurden die Augsburger unter ihnen „gütlich und peinlich befragt“, also ohne und mit Folter verhört, so der Historiker und Pastor der Mennonitengemeinde Augsburg, Wolfgang Krauss. Dorothea Fröhlich, Scholastika Stierpaur und Thomas Paur erhielten ein Kreuz auf die Wange gebrannt. Strafe dafür, dass auch sie ihr Haus für Versammlungen der Täufer geöffnet hatten. Elisabeth Heggenmiller wurde die Zunge herausgeschnitten, weil sie Gott gelästert habe. Den Täuferprediger Hans Leupold verurteilte man zum Tod. Auch die Hausherrin Susanna Daucher wurde zu einem Brandzeichen „auf den Backen“ verurteilt. Doch weil sie schwanger war, erliess man ihr diese Strafe „aus Gnaden“. Stattdessen wurde sie am 21. April 1528 aus Augsburg verbannt. Ihre beiden kleinen Söhne musste sie zurücklassen. Dutzende andere Verurteilte seien „aus der Stadt gehauen“ worden.

Eine Gedenktafel an dem Versammlungsort Hinterer Lech 2 in Augsburg erinnert seit 12. April 2013 an das damalige Geschehen zu Ostern 1528. Zum Jahrestag des Geschehens würden die Namen der Ostern 1528 Verhafteten und Verurteilten in einer Gedenkveranstaltung der Augsburger Mennonitengemeinde verlesen. Die Namen seien in den Verhörprotokollen im Augsburger Stadtarchiv überliefert, teilte Pastor Krauss mit.

Prediger Leupold aus Gnaden mit dem Schwert hingerichtetDer zum Tode verurteilte Leiter der Augsburger Mennonitengemeinde, Hans Leupold, wurde am 25. April 1528 „aus Gnaden“ mit dem Schwert hingerichtet. „Aus Gnaden“ deshalb, um ihm den grausameren Feuertod zu ersparen, erläuterte Krauss. Leupold hinterliess seine Frau Barbara und zwei Kinder, von denen das jüngste fünf Monate alt war. Als ihm vom Rathaus aus vorgelesen wurde, dass er mit dem Schwert vom Leben zum Tod gerichtet werden solle, habe er ausgerufen: „Nicht also Ihr Herren von Augsburg, sondern aus dem Tod zum Leben!“, womit er das ewige Leben gemeint habe. Darüber hätte sich die zuschauende Menge verwundert.

Leupold sei bei den Verhören auch gefoltert worden. Er habe bekannt, wo und wen er getauft hatte. „Menschen in die Nachfolge Jesu zu rufen und sie zu taufen, das war sein todeswürdiges Verbrechen“, stellte der Historiker Krauss fest. Leupold habe sich gegen den Vorwurf des Aufruhrs gewehrt. Die Täufer hätten nur gemeinsam das Wort Gottes betrachtet. Da er sich weigerte seine Glaubensansichten zu widerrufen, sei das Todesurteil festgestanden. Denn er hatte das Mandat des Augsburger Rates vom 11. Oktober 1527 verletzt, worin bei Lebens-, Leibes- oder hoher Geldstrafe verboten wurde, sich den „Wiedertäufern“ anzuschliessen, ihre Prediger zu speisen und zu beherbergen, den Kindern die Kindertaufe vorzuenthalten oder an irgendwelchen „Rottierungen“ teilzunehmen. Trotz seiner Ausweisung am 1. Oktober 1527 habe er sich wieder in die Stadt geschlichen, habe Rottierung und Versammlung in Gruben, Kellern und an anderen unziemlichen Orten zu verdächtigen Zeiten in der Stadt und ihrer Umgebung gehalten, „den kindertauff vernicht“, die „Wiedertaufe“ und andere böse Lehre unter dem Schein des Guten gepredigt, auch mehrere Personen in der Stadt und ausserhalb wiedergetauft sowie Briefe den „Wiedertäufern“ überbracht.

Augsburg ein Zentrum der TäuferbewegungAugsburg sei laut Wolfgang Krauss ein Zentrum der Täuferbewegung gewesen. Diese habe in Zürich im Januar 1525 begonnen, als eine radikal reformatorisch gesinnte Gruppe anfing, nicht mehr Kinder sondern zum Glauben gekommene Erwachsene zu taufen. Im Mai 1526 sei es dann zu ersten Glaubenstaufen auch in Augsburg gekommen. Zwischen 1526 und 1529 seien mehr als 300 Täufer und Täuferinnen namentlich bekannt. Schätzungen gingen von insgesamt 700 bis 1.000 Gläubigen aus. Zeitweise sei die Augsburger Täufergemeinde neben Reformierten und Lutheranern eine dritte reformatorische Richtung in der Stadt gewesen. Viele der aus Augsburg Vertriebenen hätten Anschluss an die Täufergruppen in Mähren gefunden und gingen auf in den Gemeinden der Mennoniten und Hutterer. Weitere Verfolgungen führten sie über viele Wanderungen nach Russland und Nordamerika. Als erste Freikirche und historische Friedenskirche gehörten sie heute zum „vielfältigen Mosaik der Kirchen“, so Krauss.

Nach der 1528 von der Stadtwache gesprengten Osterversammlung hätten die Täufer in Augsburg bis 1556 nur noch als zurückgezogene Untergrundgemeinde existieren können. Danach verloren sich laut Krauss ihre Spuren. Erst seit 1926 gibt es wieder eine Mennonitengemeinde in der Fuggerstadt. Weitere Informationen unter www.mennonitengemeinde.de[1]

Lutheraner entschuldigen sich bei den TäufernWährend der Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes (LWB) im Juli 2010 in Stuttgart versöhnten sich in einem Bussgottesdienst der LWB und die Mennonitische Weltkonferenz. Vorausgegangen war ein einstimmig gefasstes Schuldbekenntnis der Vollversammlung des LWB gegenüber den Täufern. Im Schuldbekenntnis heisst es unter anderem: „Im Vertrauen auf Gott, der in Jesus Christus die Welt mit sich versöhnte, bitten wir deshalb Gott und unsere mennonitischen Schwestern und Brüder um Vergebung für das Leiden, das unsere Vorfahren im 16. Jahrhundert den Täufern zugefügt haben, für das Vergessen oder Ignorieren dieser Verfolgung in den folgenden Jahrhunderten und für alle unzutreffenden, irreführenden und verletzenden Darstellungen der Täufer und Mennoniten, die lutherische Autoren bis heute in wissenschaftlicher oder nichtwissenschaftlicher Form verbreitet haben.“

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