Adventgemeinde Lahr

70 Jahre adventistisches Seminar Schloss Bogenhofen

„Darüber spricht man doch nicht“ – Welttoilettentag 2019

Verfolgten Christen eine Stimme geben

Aufruf zum Gebet für Adventisten in Burundi

20 Jahre idea Schweiz - «Das grenzt an ein Medienwunder»

Australien: ADRA unterstützt Betroffene der verheerenden Brände

8. Media Day - Netzwerkevent für adventistische Medienschaffende

Ökumenischer Gottesdienst zur Legislatureröffnung des Parlaments

SEA bedauert das Ja der Reformierten zur Öffnung der Ehe für alle

Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund befürwortet «Ehe für alle»

Deutsches Gericht stärkt Rechte von Kriegsdienstverweigerern

Wachsender Widerstand gegen reformierte „Trauung für alle“

ESSA-Herbsttagung zur Intersektionalität in Friedensau

Gebetswoche 2019 der Siebenten-Tags-Adventisten

Die berauschte Gesellschaft: Alkohol – geliebt, verharmlost, tödlich

Deutschland: Christliche Konvertiten vor Verfolgung schützen

«Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.»

Ausstellung «Bibelobjekte» in der Peterskirche Basel

Gewalt gegen Christen verdient mehr Aufmerksamkeit

Staffelübergabe im Advent-Wohlfahrtswerk e.V. (AWW)

Burundi: Adventisten fordern Einmischung der Regierung zu beenden

Adventisten: Stellungnahme zur Abtreibung verabschiedet

Neuer Finanzierungsmodus für adventistische Weltkirchenleitung

Adventisten ehren Hannele Ottschofski als «Frau des Jahres 2019»

Deutschland: Advent-Verlag Lüneburg jetzt auch bei Amazon

Deutschland: Graduierung und Beginn des Studienjahres 2019/20 an der Hochschule Friedensau

Die Zahl der Hungernden steigt wieder

Adventisten: Weltkirchenleitung verwarnt Norddeutschen Verband

Brasilien: 36 adventistische Schulen wollen 30.000 Bäume pflanzen

Adventisten in Deutschland entsetzt über Terrorangriff in Halle

Berlin: Interreligiöse Ausstellung zum Monat der Diakonie im Rogate-Kloster

50 Jahre Hilfswerk „Maranatha Volunteers International“

Gerechtigkeit und Liebe sind die besten Waffen gegen Gewalt

Adventistische US-Universität bei ersten 10 Prozent bezüglich Vielfalt

Leiter des Hilfswerks ADRA International ist zurückgetreten

Deutschland: 120 Jahre Ortschaft und Ausbildungsstätte Friedensau

Buchrezension: «Säkularer Staat - viele Religionen: Religionspolitische Herausforderungen der Gegenwart»

ADRA Schweiz Jahresbericht 2018 – 4,9 Mio. Franken Gesamtertrag

Deutschland: Arena beim Zeltplatz Friedensau eröffnet

USCIRF-Erklärung zum 150. Geburtstag von Mahatma Gandhi

«Der Mythos von einer einheitlichen und frommen Reformation»

Mattia Benini, neuer Direktor der «Clinique La Lignière» in Gland/VD

Kinder helfen Kindern! – ADRA Weihnachtsaktion 2019 gestartet

Konvertiten in Deutschland - Pfingstgemeinden nehmen Stellung

Sucht im Alter – vom Umgang mit einem Tabuthema

„Aktion Kinder helfen Kindern!“ deutschlandweit am Weltkindertag eröffnet

Regierungsrätin Fehr: „Was die Gesellschaft an den Kirchen hat“

Deutschland: Landeskonferenz der Adventisten in Krelingen

Rekurs gegen das Genfer Laizitätsgesetz eingereicht

Medienzentrum feiert 10 Jahre Fernsehen im Zeichen der Hoffnung

Buchrezension: Kirchliche Minderheiten im Schatten der lutherischen Reformation

Zürich: Grossmünsterpfarrer referiert bei Adventisten über Zwingli

Greifswald: Nach Brandanschlag weihen Adventisten neue Kirche ein

Mitgliederversammlung der ACK Deutschland tagte in Augsburg

Nachdenken über Sinn und Ziel von Karriere und Leben

US-Bericht: Bedrohung der Religionsfreiheit durch Überwachungsstaat in China

Evangelische im Libanon distanzieren sich von «zionistischen Christen»

Theologische Hochschule Friedensau trauert um Manfred Böttcher

Bettagsbegegnung thematisiert Frieden, Versöhnung und Solidarität

Adventisten im Beobachterstatus des «VFG – Freikirchen Schweiz»

ADRA: Keine Beteiligung an politischer Demo in Rohingya-Lager

Richtfest für Anbau am adventistischen Seniorenheim in Bad Aibling

EKD gibt friedenstheologisches Lesebuch heraus

100 Jahre «VFG - Freikirchen Schweiz» und 500 Jahre Freikirchen

Adventisten feiern 100 Jahre Engagement in Ruanda

Deutschland: Adventistische Hochschule beteiligt sich an Interkultureller Woche

Präsident von Ruanda eröffnet adventistische medizinische Fakultät

„Salz der Erde“ - 10. Ökumenischer Tag der Schöpfung

Bilder entstehen in den Köpfen der Blinden

«Briefmarken und das Münster sind beides Wertzeichen»

Politisches Engagement der anderen Art

Bahamas: ADRA und die adventistische Kirche helfen den Opfern

Berner EVP fordert italienisches Kirchensteuermodell für Unternehmen

„Aufbruch Ökumene“

Theologisches Seminar St. Chrischona startet Studienjahr mit 50 Neuen

Rat des Kirchenbundes unterstützt die Konzernverantwortungsinitiative

Weltkirchenleitung der Adventisten klärt Haltung zur Abtreibung

Rat des Kirchenbundes befürwortet Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare

Evangelische Friedensarbeit in Deutschland: «Frieden wieder in Gefahr»

Buchrezension: «Geht der Kirche der Glaube aus?»

Internationale Altaistik-Konferenz in adventistischer Hochschule

Pfadfinder-Camporee der Rekorde in OshKosh/USA

Spiel & Spass beim Sommerfest im Alters- und Pflegeheim Oertlimatt

Verlässliches Ausschiffungssystem für Gerettete gefordert

«Unendlich wertvoll» - ADRA Freiwilligenwochen 2019 in Gempenach

Muslimin zur Generalsekretärin von «Religions for Peace» gewählt

Adventisten: Schwerpunkttag gegen häusliche und sexuelle Gewalt

EVP Schweiz lanciert Charta der Religionsgemeinschaften

10. Weltkonferenz „Religions for Peace“ – für gemeinsame Zukunft

UN-Gedenktag für Opfer religiöser oder weltanschaulicher Gewalt

„Hoffnungszeichen in einer aufgewühlten Welt“

Kolumbien: Venezolanische Migranten erhalten Hilfe für Start-ups

«Zehntenhäuser» für adventistische Selbstversorger im Südpazifik

Adventistische Medien kooperieren bei crossmedialem Projekt

Deutschland: Spendenbereitschaft der Adventisten weiterhin hoch

Weltweite Evangelische Allianz ruft 2020 zum globalen Jahr der Bibel aus

Katastrophenvorsorge: Pfadis füllen 5.000 Behälter mit Utensilien

Papua-Neuguinea: Schutzhaus gegen häusliche Gewalt eröffnet

Adventisten: Fünf grosse, internationale Pfadfindertreffen im 2019

ADRA Kanada unterstützt durch Waldbrände Vertriebene

Taiwan: Taipehs Krankenhäuser sollen muslimfreundlich werden

USA: Massenerschiessungen – Adventisten stellen Care Teams

Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten Gastmitglied der ACK Bayern

ADRA bei Seenotrettung vor libyscher Küste mit im Boot

4.000 adventistische Pfadis am Camporee in England

USA: Adventistische Loma Linda Universitätsklinik ausgezeichnet

Drei adventistische Familien nach Bränden in Sizilien obdachlos

Evangelische Friedensarbeit in Deutschland trauert um Pfarrer Ulrich Finckh

Mitten im Ebola-Gebiet gibt ADRA unterernährten Kinder zu essen

Kirchen trauern und reagieren auf die Gewalt in den USA

Südasien: ADRA unterstützt vom Monsun Betroffene

Guatemala: Adventisten verteilen Bettwäsche an Krankenhäuser

Deutschland: 100 Jahre Gehörlosengemeinschaft der Adventisten

Theologische Hochschule Friedensau trauert um Professor Dr. Winfried Noack

Keine Abschiebung von christlichen Konvertiten und Baha’i in den Iran

Adventisten: Grussworte an Präsidenten von EU-Kommission und Parlament

Jamaika: Technologieministerin spricht auf Internetkonferenz der Adventisten

Adventisten in Süddeutschland: Wechsel im Vorstand und Pressedienst

Iran verschärft Verfolgung von Menschen, die vom Islam abfallen

Portugal: 2.500 adventistische Pfadis aus Europa am Camporee

ADRA-Präsident: «Armut ist oft ein Vorläufer religiöser Verfolgung»

ADRA Deutschland unterstützt Seenotrettung im Mittelmeer

Zahl der Christen in Deutschland sinkt auf 56 Prozent

Adventistischer Psychiater äussert sich zu Fanatismus

Britische Jungferninseln: Adventisten pflanzen Kokospalmen

Kolumbiens Präsident bestätigt die Gewährung der Religionsfreiheit

Deutschschweizer Adventisten mit neuer Leiterin der Frauenabteilung

„HopeTV Kinder“: neuer YouTube-Kanal

Die Wimbledon-Sieger 2019 sind aktive orthodoxe Christen

Adventisten: erste regionale Kirchenleiterin besucht Deutschland

ADRA Kolumbien hilft venezolanischen Migranten

USA: 3. Adventistischer Weltkongress zu Gesundheit und Lebensstil

Andi Bachmann-Roth wird neuer SEA Co-Generalsekretär

Jede fünfte Kirche in den Niederlanden ist kein Gotteshaus mehr

USA: Emmy Award für TV-Serie mit adventistischer Klinik

USA: Therezinha Barbalho, adventistische Pastorin, wurde ordiniert

Friedrich Siegmund-Schultze wieder mehr Beachtung schenken

Uganda: ADRA schult und baut 3.200 energiesparende Lehmöfen

Adventisten diskutieren weltweit über "Christsein und sozialer Dienst"

10 Prozent mehr Armut: Schweiz braucht verbindliche Armutspolitik

Adventisten: Berufsbegleitender Masterstudiengang International Social Sciences

ADRA Deutschland erweitert Einsatz im Jemen auf über 6 Mio. Euro

Deutschland: Hospiz Friedensberg feiert 10-jähriges Bestehen

Weltweit besuchen 60 Millionen Kinder eine katholische Schule

Mehr Scheidungen im Jahr 2018 in der Schweiz

Leitungswechsel bei der Heilsarmee in Deutschland, Litauen und Polen

Adventisten: Neuer Professor an der Hochschule Friedensau

CSI fordert Bundesrat auf, das Ausmass der religiösen Verfolgung in Saudi-Arabien zu untersuchen

Adventisten in Mexiko: neue Fahrzeuge für medizinische Einsätze

YouTube bei der Vermarktung von Online-Videos vorn

USA: Adventistischer Senatskaplan mit Canterbury-Medaille gewürdigt

Von Nazis diffamierte „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ als NS-Opfer anerkennen

Theologisches Seminar St. Chrischona (tsc) sendet 37 Absolventen aus

Evangelischer Kirchentag: Podium zur politischen Korrektheit

Adventistische Institutionen auf dem Evangelischen Kirchentag in Dortmund

Europäische Tagung adventistischer Pastorinnen

«Ehe für alle» widerspricht dem Kindeswohl

Buchrezension: «Nicht mehr schweigen»

Über den Frauenstreik hinaus: «Lohn. Zeit. Respekt.»

London: Friedensmarsch der Adventisten gegen Waffenkriminalität

Deutschland: IGFM fordert Abschiebung christlicher Konvertiten in den Iran auszusetzen

Adventisten in der Romandie und im Tessin wählen neue Kirchenleitung

Pfingsten 1989: 30 Jahre Erste Europäische Ökumenische Versammlung in Basel

Nicolas Walther verlässt die Clinique La Lignière

Russland: Adventisten führen Kongress für Arbeit mit Gehörlosen durch

Papua-Neuguinea: Siebenten-Tags-Adventist zum Premierminister gewählt

„wertvoll“: neuer wöchentlicher Talk auf HopeTV

«Glauben und Lehren» - 2. Bildungskongress der Adventisten

Der Religionsfreiheit und dem Recht auf Asyl verpflichtet

3. Adventistischer Gesundheitskongress: «Leben in Fülle»

ADRA Deutschland eröffnet auch in Diepholz einen ADRAshop

Verein «Christian Public Affairs» gegründet

Adventisten in Berlin-Mitteldeutschland wählen Freikirchenleitung

Reto Mayer, Präsident der Schweizerischen Bibelgesellschaft, tritt zurück

„Einsatz leben“: neue Serie auf Hope Channel TV

Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden in Deutschland auf Wachstumskurs

Buchrezension: «Jesus war kein Europäer»

Flüchtlingssabbat und -sonntag: Flüchtlingen ein Gesicht geben

ADRA: Kleine Spenden für Katastrophenhilfe mit grosser Wirkung

KIM-Studie: Jedes dritte Kind in Deutschland nutzt täglich WhatsApp

Deutschland: 30 Jahre Familienzentrum „Arche Noah“ in Penzberg

Adventisten beim Präventionskongress in Berlin

Freikirchenleitung der Adventisten in Niedersachsen und Bremen wiedergewählt

Schaffhauser Bibelgesellschaft wird Teil der Schweizerischen Bibelgesellschaft

Adventisten und Katholiken kritisieren US-Antidiskriminierungsgesetz

Ignazio Cassis zu Nahostkonflikt: Gewalt ist Nonsens

Siebenten-Tags-Adventist im US-Bundesstaat Tennessee hingerichtet

Menschenrechtsorganisation kritisiert unterlassene Hilfe für Kriegsdienstverweigerer in Europa

Deutsche Bibelgesellschaft nimmt "Bibelmobil e.V." als Mitglied auf

Religionswissenschaftler vermittelt Grundwissen zur Sikh-Religion

Alkohol: Die Risiken im Alter werden durch Medikamente verstärkt

Asia Bibi, pakistanische Christin, konnte das Land verlassen und ist in Kanada angekommen

Zweiter Weltgipfel „Religion, Frieden und Sicherheit“

Arbeitskreis „Frieden und Versöhnung“ der Deutschen Evangelischen Allianz konstituiert

Adventisten in Nordrhein-Westfalen bestätigen Freikirchenleitung

Erneut weltweit über 38 Millionen Bibeln verbreitet

Symposium zu Kinderrechten, Religionsmündigkeit, Religionsfreiheit

Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen tagt im Kloster Kappel

Christen vereint im Gebet für den Frieden - «30 Tage Gebet für die islamische Welt»

EKD-Friedensbeauftragter: Ökumenische Versammlung von 1989 immer noch aktuell

Adventgemeinde Lahr bleibt am 23.November geschlossen!

HINWEIS: Die Adventgemeinde Lahr bleibt am 23.November geschlossen! Gottesdienst findet in der Auberghalle (Oberschopfheim) um 10:00 Uhr statt.

News der Freikirche

Kriegsspuren im Urlaubsparadies - Christliche Friedensstifter auf Lesbos im Einsatz

Kriegsspuren im Urlaubsparadies - Christliche Friedensstifter auf Lesbos im Einsatz

Berlin/Deutschland, 16.11.2016 / APD

Das EU-Türkei-Abkommen vom März 2016 habe die Situation für Flüchtlinge, Freiwillige und Einheimische auf Lesbos erheblich erschwert, informierte Jakob Fehr im Internationalen Pastoralen Zentrum in Berlin-Neukölln aus Sicht der „Christian Peacemaker Teams“.

Gewaltfrei gegen Gewalt und UnterdrückungChristian Peacemaker Teams (CPT), die weltweit tätig seien, setzten sich für den gewaltfreien Kampf gegen Gewalt und Unterdrückung ein. Es gehe ihnen um die Durchsetzung von Menschenrechen in einer Welt ohne Krieg, informierte Dr. Jakob Fehr, Geschäftsführer des Deutschen Mennnonitischen Friedenskomitees (DMFK) in Bammental bei Heidelberg. Seit 2014 arbeite er mit CPT-Teams in Mytilini auf Lesbos der drittgrößten Insel Griechenlands. Im Jahr 2014 seien die Friedensstifter von der griechischen Partnergruppe „Lesvos Solidarity“ eingeladen worden deren Arbeit mit Flüchtlingen auf Lesbos zu begleiten. 2014 und 2015 wären daher jeweils im Sommer drei Monate lang zwischen drei und fünf Freiwillige von CPT auf der griechischen Insel gewesen. Ihre Reisekosten nach Mytilini hätten die Teilnehmer selbst getragen. Die Aufwendungen vor Ort, wie Verpflegung, Unterkunft und lokale Transportkosten, wären durch Spenden finanziert worden. Dafür hätten 2015 lediglich 6.000 Euro / 6.600 Franken zur Verfügung gestanden. Für 2016 wären dagegen 24.000 Euro / 26.400 Franken an Spendengeldern eingegangen, sodass bereits seit Mai zwischen zwei bis sechs Freiwillige für jeweils drei bis vier Wochen auf Lesbos seien.

Die Menschen, die nach Lesbos flüchten, seien verzweifelt, berichtete Fehr. Die meisten wüssten nichts über Europa. Sie ahnten nicht, welche Probleme sie hier erwarteten oder wie schlecht man sie in Europa behandeln würde. Sie wüssten aber: Wenn sie europäischen Boden erreichen, brauchen sie keine Angst mehr zu haben, dass ihre Kinder beim Spielen auf der Strasse mit militärischen Waffen getötet werden. „Sie wissen nichts über unsere Politik, ausser, dass sie in Europa Krieg, Chaos und unbeschreibliches Leiden hinter sich gelassen haben.“

Hart arbeitende Freiwillige versorgten FlüchtlingeAls im Sommer 2015 die Flüchtlingszahlen dramatisch stiegen, sei niemand darauf vorbereitet gewesen. „Wir erlebten erschütternde Bedingungen in überfüllten Flüchtlingslagern, denen es an Obdach, Nahrungsmitteln, Gesundheitsdiensten und einer genügenden Wasser- und Sanitärversorgung fehlte“, so Jakob Fehr. Obwohl die Christian Peacemaker Teams keine humanitäre Hilfe anbieten, hätten sie durch ihre regelmässige Präsenz in den Lagern helfen können. Etwa durch ein offenes Ohr für die Anliegen der Flüchtlinge und Aufmerksamkeit für ihre dringendsten Bedürfnisse. Die Anwesenheit von CPT-Teams habe für ein öffentliches Bewusstsein gesorgt, sodass es in Zusammenarbeit mit Nichtregierungsorganisationen und den Freiwilligengemeinschaften der Insel gelungen sei, einige der erforderlichen Hilfen zu beschafften.

Ein Grossteil der Nahrungs-, Wasser- und Gesundheitsversorgung sei damals von „hart arbeitenden Freiwilligen aus einer Vielzahl von Organisationen“ übernommen worden. Fehr erwähnte als Beispiele Lesvos Solidarity, Save the Children, Islamic Relief, Welcome to Europe, Social Kitchen, Shelter Box, Action Aid und Isra Aid. Laut Holger Teubert, stellvertretender Pressesprecher der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland, war auch die private, von Adventisten geleitete Freiwilligenorganisation „Adventist Help“ mit ihrem Klinikbus an der Nordküste von Lebos in Einsatz, wo die meisten Bootsflüchtlinge an Land gingen. Insgesamt etwa 100 Freiwillige, darunter Ärzte und medizinisches Personal, seien auf die Insel gekommen, um die Gesundheitsversorgung einige Monate lang zu unterstützen. Gleichzeitig habe die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA 2,5 Tonnen von der slowenischen Bevölkerung für die Flüchtlinge gespendete Hilfsgüter per Flugzeug nach Lesbos gebracht.

Flüchtlingszentrum mit und ohne StacheldrahtIn der Nähe des Dorfes Moria, etwa 15 Kilometer von der Inselhauptstadt Mytilini entfernt, befinde sich ein von der EU finanziertes Registrierungszentrum. Es sei wie ein Gefängnis gebaut worden, mit hohen Zäunen, Stacheldraht und Wachposten. Die Bedingungen im Lager wären schlimm, so Fehr. Es sei überfüllt, und bei den verschiedenen Nationalitäten führten schon Kleinigkeiten zu Unruhen unter den Flüchtlingen. Das Warten und die Perspektivlosigkeit machten die Menschen aggressiv. Erst nach der Registrierung, die Wochen dauern könne, sei es den Flüchtlingen möglich einen Asylantrag zu stellen. Bis zur Entscheidung über den Antrag könnten Monate vergehen. Da immer noch Flüchtlinge nach Lesbos kämen, wachse ihre Zahl ständig. Durch das EU-Türkei-Abkommen, das nicht funktioniere, sei zu erwarten, dass viele von ihnen mehrere Jahre lang auf der Insel bleiben müssten, vermutet Fehr. Im September 2016 hätten einige das Lager angezündet. Der Schaden sei zwar inzwischen wieder behoben, doch die Situation habe sich nicht verbessert.

Dass es auch anders gehe, zeige die Partnerorganisation Lesvos Solidarity. Sie hat das „Pika Welcome Center“, ein selbstorganisiertes, autonomes Aufnahmezentrum für Flüchtlinge in einem schattigen, fast idyllischen ehemaligen Jugendcamp in der Nähe des Flughafens eingerichtet. Dort gebe es keinen Zaun oder Stacheldraht um Menschen zu beschränken oder gefangen zu halten, berichtete Jakob Fehr. Pika werde ohne staatliche Förderung organisiert und von den Inselbehörden toleriert. Aufgenommen würden zwischen 80 und 100 Flüchtlinge, die besonders gefährdet seien, etwa Minderjährige. Die CPT-Teams würden sich auch um sie kümmern und bei Konflikten vermitteln.

Dokumentation von GerichtsprozessenZurzeit beschäftige sich das Team mit der Dokumentation von Gerichtsprozessen gegen junge Männer, die am Steuer eines Flüchtlingsbootes erwischt wurden. Diese würden in schnellen Verhandlungen, manchmal nur 15 oder 30 Minuten lang, zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. In einem Fall sei ein 17-Jähriger zu 40 Jahren Gefängnis abgeurteilt worden. Laut Fehr würden die Menschenschmuggler selbst nicht in den Booten sitzen. Stattdessen würden sie einen der Flüchtlinge zwingen, das Boot die wenigen Kilometer bis nach Lesbos selbst zu steuern. Zwar würden in einem Berufungsverfahren die Strafen meist abgemildert, dennoch müsse diese Thematik an die Öffentlichkeit gebracht werden. Deshalb arbeiteten die Christian Peacemaker Teams mit einer Anwältin zusammen an einer Dokumentation über derartige Prozesse.

Kunstausstellung „Kriegsspuren“Vom 7. bis 16. November fand ausserdem die Ausstellung „Kriegsspuren“ mit Werken der Künstlerin Sigrun Landes-Brenner in der katholischen Kirche St. Eduard Berlin-Neukölln statt. Täglich finden sich in den Medien Berichte über Kriegshandlungen und Geflüchtete. „Es gibt Menschen, die über ihre Ohnmacht schreiben oder die darüber sprechen können. Ich habe meine Sprachlosigkeit auf Leinwänden festgehalten“, so die Malerin der Bilder. Fotos, die sie besonders gefangen nahmen, wanderten auf die Leinwand, die Textausschnitte der begleitenden Artikel ergänzten die Eindrücke. Wie von selbst gesellten sich Engel mit auf die Bilder. „Engel, die betrachten, beschützen und überlegen, wo und wie sie trösten und helfen können“, erläuterte Sigrun Landes-Brenner. Grundiert sind die Bilder mit unterschiedlichen Gesteinsmehlen, die Bild- und Textausschnitte mit Kaffee lasiert und teilweise gestaltet, die Engel und Teile der Bilder sind mit Metallspänen gemalt.

Mit dem Kauf eines Bildes werden Projekte des Mennonitischen Friedenszentrums Berlin (MFB) unterstützt. Laut dessen Leiterin, Pastorin Martina Basso, handele es sich dabei um Selbstverteidigungskurse für geflüchtete Frauen und das Café Abraham-Ibrahim. Letzteres finde alle 14 Tage in Berlin-Neukölln statt. Das Treffen interessierter Muslime, Christen und Atheisten helfe, die anderen begreifen zu lernen, Unterschiede zu akzeptieren und nach gemeinsamen Werten zu fragen. Die Mennoniten gelten als die älteste evangelische Freikirche, so Basso. Sie entstanden in der Reformationszeit des 16. Jahrhunderts und gehören zu den „historischen Friedenskirchen“. Die Kunstausstellung wurde gemeinsam vom Internationalen Pastoralen Zentrum (IPZ) des Erzbistums Berlin und dem MFB getragen. Weitere Informationen unter www.menno-friedenszentrum.de

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