Adventgemeinde Lahr

Verfolgten Christen eine Stimme geben

Aufruf zum Gebet für Adventisten in Burundi

20 Jahre idea Schweiz - «Das grenzt an ein Medienwunder»

Australien: ADRA unterstützt Betroffene der verheerenden Brände

8. Media Day - Netzwerkevent für adventistische Medienschaffende

Ökumenischer Gottesdienst zur Legislatureröffnung des Parlaments

SEA bedauert das Ja der Reformierten zur Öffnung der Ehe für alle

Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund befürwortet «Ehe für alle»

Deutsches Gericht stärkt Rechte von Kriegsdienstverweigerern

Wachsender Widerstand gegen reformierte „Trauung für alle“

ESSA-Herbsttagung zur Intersektionalität in Friedensau

Gebetswoche 2019 der Siebenten-Tags-Adventisten

Die berauschte Gesellschaft: Alkohol – geliebt, verharmlost, tödlich

Deutschland: Christliche Konvertiten vor Verfolgung schützen

«Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.»

Ausstellung «Bibelobjekte» in der Peterskirche Basel

Gewalt gegen Christen verdient mehr Aufmerksamkeit

Staffelübergabe im Advent-Wohlfahrtswerk e.V. (AWW)

Burundi: Adventisten fordern Einmischung der Regierung zu beenden

Adventisten: Stellungnahme zur Abtreibung verabschiedet

Neuer Finanzierungsmodus für adventistische Weltkirchenleitung

Adventisten ehren Hannele Ottschofski als «Frau des Jahres 2019»

Deutschland: Advent-Verlag Lüneburg jetzt auch bei Amazon

Deutschland: Graduierung und Beginn des Studienjahres 2019/20 an der Hochschule Friedensau

Die Zahl der Hungernden steigt wieder

Adventisten: Weltkirchenleitung verwarnt Norddeutschen Verband

Brasilien: 36 adventistische Schulen wollen 30.000 Bäume pflanzen

Adventisten in Deutschland entsetzt über Terrorangriff in Halle

Berlin: Interreligiöse Ausstellung zum Monat der Diakonie im Rogate-Kloster

50 Jahre Hilfswerk „Maranatha Volunteers International“

Gerechtigkeit und Liebe sind die besten Waffen gegen Gewalt

Adventistische US-Universität bei ersten 10 Prozent bezüglich Vielfalt

Leiter des Hilfswerks ADRA International ist zurückgetreten

Deutschland: 120 Jahre Ortschaft und Ausbildungsstätte Friedensau

Buchrezension: «Säkularer Staat - viele Religionen: Religionspolitische Herausforderungen der Gegenwart»

ADRA Schweiz Jahresbericht 2018 – 4,9 Mio. Franken Gesamtertrag

Deutschland: Arena beim Zeltplatz Friedensau eröffnet

USCIRF-Erklärung zum 150. Geburtstag von Mahatma Gandhi

«Der Mythos von einer einheitlichen und frommen Reformation»

Mattia Benini, neuer Direktor der «Clinique La Lignière» in Gland/VD

Kinder helfen Kindern! – ADRA Weihnachtsaktion 2019 gestartet

Konvertiten in Deutschland - Pfingstgemeinden nehmen Stellung

Sucht im Alter – vom Umgang mit einem Tabuthema

„Aktion Kinder helfen Kindern!“ deutschlandweit am Weltkindertag eröffnet

Regierungsrätin Fehr: „Was die Gesellschaft an den Kirchen hat“

Deutschland: Landeskonferenz der Adventisten in Krelingen

Rekurs gegen das Genfer Laizitätsgesetz eingereicht

Medienzentrum feiert 10 Jahre Fernsehen im Zeichen der Hoffnung

Buchrezension: Kirchliche Minderheiten im Schatten der lutherischen Reformation

Zürich: Grossmünsterpfarrer referiert bei Adventisten über Zwingli

Greifswald: Nach Brandanschlag weihen Adventisten neue Kirche ein

Mitgliederversammlung der ACK Deutschland tagte in Augsburg

Nachdenken über Sinn und Ziel von Karriere und Leben

US-Bericht: Bedrohung der Religionsfreiheit durch Überwachungsstaat in China

Evangelische im Libanon distanzieren sich von «zionistischen Christen»

Theologische Hochschule Friedensau trauert um Manfred Böttcher

Bettagsbegegnung thematisiert Frieden, Versöhnung und Solidarität

Adventisten im Beobachterstatus des «VFG – Freikirchen Schweiz»

ADRA: Keine Beteiligung an politischer Demo in Rohingya-Lager

Richtfest für Anbau am adventistischen Seniorenheim in Bad Aibling

EKD gibt friedenstheologisches Lesebuch heraus

100 Jahre «VFG - Freikirchen Schweiz» und 500 Jahre Freikirchen

Adventisten feiern 100 Jahre Engagement in Ruanda

Deutschland: Adventistische Hochschule beteiligt sich an Interkultureller Woche

Präsident von Ruanda eröffnet adventistische medizinische Fakultät

„Salz der Erde“ - 10. Ökumenischer Tag der Schöpfung

Bilder entstehen in den Köpfen der Blinden

«Briefmarken und das Münster sind beides Wertzeichen»

Politisches Engagement der anderen Art

Bahamas: ADRA und die adventistische Kirche helfen den Opfern

Berner EVP fordert italienisches Kirchensteuermodell für Unternehmen

„Aufbruch Ökumene“

Theologisches Seminar St. Chrischona startet Studienjahr mit 50 Neuen

Rat des Kirchenbundes unterstützt die Konzernverantwortungsinitiative

Weltkirchenleitung der Adventisten klärt Haltung zur Abtreibung

Rat des Kirchenbundes befürwortet Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare

Evangelische Friedensarbeit in Deutschland: «Frieden wieder in Gefahr»

Buchrezension: «Geht der Kirche der Glaube aus?»

Internationale Altaistik-Konferenz in adventistischer Hochschule

Pfadfinder-Camporee der Rekorde in OshKosh/USA

Spiel & Spass beim Sommerfest im Alters- und Pflegeheim Oertlimatt

Verlässliches Ausschiffungssystem für Gerettete gefordert

«Unendlich wertvoll» - ADRA Freiwilligenwochen 2019 in Gempenach

Muslimin zur Generalsekretärin von «Religions for Peace» gewählt

Adventisten: Schwerpunkttag gegen häusliche und sexuelle Gewalt

EVP Schweiz lanciert Charta der Religionsgemeinschaften

10. Weltkonferenz „Religions for Peace“ – für gemeinsame Zukunft

UN-Gedenktag für Opfer religiöser oder weltanschaulicher Gewalt

„Hoffnungszeichen in einer aufgewühlten Welt“

Kolumbien: Venezolanische Migranten erhalten Hilfe für Start-ups

«Zehntenhäuser» für adventistische Selbstversorger im Südpazifik

Adventistische Medien kooperieren bei crossmedialem Projekt

Deutschland: Spendenbereitschaft der Adventisten weiterhin hoch

Weltweite Evangelische Allianz ruft 2020 zum globalen Jahr der Bibel aus

Katastrophenvorsorge: Pfadis füllen 5.000 Behälter mit Utensilien

Papua-Neuguinea: Schutzhaus gegen häusliche Gewalt eröffnet

Adventisten: Fünf grosse, internationale Pfadfindertreffen im 2019

ADRA Kanada unterstützt durch Waldbrände Vertriebene

Taiwan: Taipehs Krankenhäuser sollen muslimfreundlich werden

USA: Massenerschiessungen – Adventisten stellen Care Teams

Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten Gastmitglied der ACK Bayern

ADRA bei Seenotrettung vor libyscher Küste mit im Boot

4.000 adventistische Pfadis am Camporee in England

USA: Adventistische Loma Linda Universitätsklinik ausgezeichnet

Drei adventistische Familien nach Bränden in Sizilien obdachlos

Evangelische Friedensarbeit in Deutschland trauert um Pfarrer Ulrich Finckh

Mitten im Ebola-Gebiet gibt ADRA unterernährten Kinder zu essen

Kirchen trauern und reagieren auf die Gewalt in den USA

Südasien: ADRA unterstützt vom Monsun Betroffene

Guatemala: Adventisten verteilen Bettwäsche an Krankenhäuser

Deutschland: 100 Jahre Gehörlosengemeinschaft der Adventisten

Theologische Hochschule Friedensau trauert um Professor Dr. Winfried Noack

Keine Abschiebung von christlichen Konvertiten und Baha’i in den Iran

Adventisten: Grussworte an Präsidenten von EU-Kommission und Parlament

Jamaika: Technologieministerin spricht auf Internetkonferenz der Adventisten

Adventisten in Süddeutschland: Wechsel im Vorstand und Pressedienst

Iran verschärft Verfolgung von Menschen, die vom Islam abfallen

Portugal: 2.500 adventistische Pfadis aus Europa am Camporee

ADRA-Präsident: «Armut ist oft ein Vorläufer religiöser Verfolgung»

ADRA Deutschland unterstützt Seenotrettung im Mittelmeer

Zahl der Christen in Deutschland sinkt auf 56 Prozent

Adventistischer Psychiater äussert sich zu Fanatismus

Britische Jungferninseln: Adventisten pflanzen Kokospalmen

Kolumbiens Präsident bestätigt die Gewährung der Religionsfreiheit

Deutschschweizer Adventisten mit neuer Leiterin der Frauenabteilung

„HopeTV Kinder“: neuer YouTube-Kanal

Die Wimbledon-Sieger 2019 sind aktive orthodoxe Christen

Adventisten: erste regionale Kirchenleiterin besucht Deutschland

ADRA Kolumbien hilft venezolanischen Migranten

USA: 3. Adventistischer Weltkongress zu Gesundheit und Lebensstil

Andi Bachmann-Roth wird neuer SEA Co-Generalsekretär

Jede fünfte Kirche in den Niederlanden ist kein Gotteshaus mehr

USA: Emmy Award für TV-Serie mit adventistischer Klinik

USA: Therezinha Barbalho, adventistische Pastorin, wurde ordiniert

Friedrich Siegmund-Schultze wieder mehr Beachtung schenken

Uganda: ADRA schult und baut 3.200 energiesparende Lehmöfen

Adventisten diskutieren weltweit über "Christsein und sozialer Dienst"

10 Prozent mehr Armut: Schweiz braucht verbindliche Armutspolitik

Adventisten: Berufsbegleitender Masterstudiengang International Social Sciences

ADRA Deutschland erweitert Einsatz im Jemen auf über 6 Mio. Euro

Deutschland: Hospiz Friedensberg feiert 10-jähriges Bestehen

Weltweit besuchen 60 Millionen Kinder eine katholische Schule

Mehr Scheidungen im Jahr 2018 in der Schweiz

Leitungswechsel bei der Heilsarmee in Deutschland, Litauen und Polen

Adventisten: Neuer Professor an der Hochschule Friedensau

CSI fordert Bundesrat auf, das Ausmass der religiösen Verfolgung in Saudi-Arabien zu untersuchen

Adventisten in Mexiko: neue Fahrzeuge für medizinische Einsätze

YouTube bei der Vermarktung von Online-Videos vorn

USA: Adventistischer Senatskaplan mit Canterbury-Medaille gewürdigt

Von Nazis diffamierte „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ als NS-Opfer anerkennen

Theologisches Seminar St. Chrischona (tsc) sendet 37 Absolventen aus

Evangelischer Kirchentag: Podium zur politischen Korrektheit

Adventistische Institutionen auf dem Evangelischen Kirchentag in Dortmund

Europäische Tagung adventistischer Pastorinnen

«Ehe für alle» widerspricht dem Kindeswohl

Buchrezension: «Nicht mehr schweigen»

Über den Frauenstreik hinaus: «Lohn. Zeit. Respekt.»

London: Friedensmarsch der Adventisten gegen Waffenkriminalität

Deutschland: IGFM fordert Abschiebung christlicher Konvertiten in den Iran auszusetzen

Adventisten in der Romandie und im Tessin wählen neue Kirchenleitung

Pfingsten 1989: 30 Jahre Erste Europäische Ökumenische Versammlung in Basel

Nicolas Walther verlässt die Clinique La Lignière

Russland: Adventisten führen Kongress für Arbeit mit Gehörlosen durch

Papua-Neuguinea: Siebenten-Tags-Adventist zum Premierminister gewählt

„wertvoll“: neuer wöchentlicher Talk auf HopeTV

«Glauben und Lehren» - 2. Bildungskongress der Adventisten

Der Religionsfreiheit und dem Recht auf Asyl verpflichtet

3. Adventistischer Gesundheitskongress: «Leben in Fülle»

ADRA Deutschland eröffnet auch in Diepholz einen ADRAshop

Verein «Christian Public Affairs» gegründet

Adventisten in Berlin-Mitteldeutschland wählen Freikirchenleitung

Reto Mayer, Präsident der Schweizerischen Bibelgesellschaft, tritt zurück

„Einsatz leben“: neue Serie auf Hope Channel TV

Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden in Deutschland auf Wachstumskurs

Buchrezension: «Jesus war kein Europäer»

Flüchtlingssabbat und -sonntag: Flüchtlingen ein Gesicht geben

ADRA: Kleine Spenden für Katastrophenhilfe mit grosser Wirkung

KIM-Studie: Jedes dritte Kind in Deutschland nutzt täglich WhatsApp

Deutschland: 30 Jahre Familienzentrum „Arche Noah“ in Penzberg

Adventisten beim Präventionskongress in Berlin

Freikirchenleitung der Adventisten in Niedersachsen und Bremen wiedergewählt

Schaffhauser Bibelgesellschaft wird Teil der Schweizerischen Bibelgesellschaft

Adventisten und Katholiken kritisieren US-Antidiskriminierungsgesetz

Ignazio Cassis zu Nahostkonflikt: Gewalt ist Nonsens

Siebenten-Tags-Adventist im US-Bundesstaat Tennessee hingerichtet

Menschenrechtsorganisation kritisiert unterlassene Hilfe für Kriegsdienstverweigerer in Europa

Deutsche Bibelgesellschaft nimmt "Bibelmobil e.V." als Mitglied auf

Religionswissenschaftler vermittelt Grundwissen zur Sikh-Religion

Alkohol: Die Risiken im Alter werden durch Medikamente verstärkt

Asia Bibi, pakistanische Christin, konnte das Land verlassen und ist in Kanada angekommen

Zweiter Weltgipfel „Religion, Frieden und Sicherheit“

Arbeitskreis „Frieden und Versöhnung“ der Deutschen Evangelischen Allianz konstituiert

Adventisten in Nordrhein-Westfalen bestätigen Freikirchenleitung

Erneut weltweit über 38 Millionen Bibeln verbreitet

Symposium zu Kinderrechten, Religionsmündigkeit, Religionsfreiheit

Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen tagt im Kloster Kappel

Christen vereint im Gebet für den Frieden - «30 Tage Gebet für die islamische Welt»

EKD-Friedensbeauftragter: Ökumenische Versammlung von 1989 immer noch aktuell

Inselstaat Tonga: Parade von Adventisten stoppt den Verkehr

„Gesichter der Verfolgung“: neue Serie im Hope TV

Adventgemeinde Lahr bleibt am 23.November geschlossen!

HINWEIS: Die Adventgemeinde Lahr bleibt am 23.November geschlossen! Gottesdienst findet in der Auberghalle (Oberschopfheim) um 10:00 Uhr statt.

News der Freikirche

[22.04.2013] APD-INFORMATIONEN 4/2013 - APRIL 2013

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Schweiz

Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen tritt Sonntagsallianz bei uparrow

Basel/Schweiz, 22.04.2013 / APD

Am 15. April 2013 hat in Basel die Plenarversammlung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Schweiz AGCK mit grossen Mehr beschlossen, der „Allianz freier Sonntag Schweiz“ (Sonntagsallianz) beizutreten. Der Ausschuss der Sonntagsallianz habe die Arbeitsgemeinschaft am 18. April 2013 offiziell als Mitglied aufgenommen, wie die AGCK mitteilte.

„Die Arbeitsgemeinschaft steht als Dachorganisation für elf Mitgliedskirchen. Sie vertritt einen grossen Teil der Christinnen und Christen in der Schweiz“, sagte Pfarrerin Rita Famos, Präsidentin der AGCK Schweiz. „Gemeinsam mit anderen Vertretern der Zivilgesellschaft setzen wir uns dafür ein, dass die Gesellschaft den Sonntag schützt und somit an der kulturellen Errungenschaft des Ruhetags nach sechs Arbeitstagen festhält.“

Gründe der AGCK für den Beitritt zur Sonntagsallianz
Familien, Gemeinschaften und Vereine müssten einen festgelegten freien Tag zur Verfügung haben, um sich treffen zu können, begründete die Arbeitsgemeinschaft ihren Einsatz für den wöchentlichen Ruhetag und den Beitritt zur Sonntagsallianz. Christinnen und Christen versammelten sich ausserdem überwiegend am Sonntag zum Gottesdienst.

Position der Adventisten
Die protestantische Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ist seit 2012 Gastmitglied in der AGCK Schweiz. Adventisten teilten die Bemühungen der Sonntagsallianz gegen die Ökonomisierung des Lebens und für gesundheitsfördernde und familienverträgliche Arbeitszeiten, sagte Pastor Herbert Bodenmann, Leiter Öffentliche Angelegenheiten und Religionsfreiheit der Freikirche in der Schweiz. Die Anliegen der sozialen Gerechtigkeit und der Menschenwürde seien für Adventisten im Sabbatgebot verankert. Für seine Kirche, die den Samstag (Sabbat) als biblischen Ruhetag feiert, sprächen grundsätzliche Überlegungen gegen einen Beitritt zur Sonntagsallianz, so Bodenmann auf Anfrage.

Theologische Überlegung
„Gemäss dem protestantischen Schriftprinzip ‚sola scriptura‘, allein die Schrift, gibt es aus adventistischer Sicht keinen Anhalt für den Sonntag als Ruhetag in der Bibel“, so Bodenmann, da dieser historisch gesehen erst in nachbiblischer Zeit, ab Mitte des zweiten Jahrhunderts, aufgekommen sei.

Überlegungen zur Trennung von Religion/Kirche und Staat
Zudem seien Adventisten Vertreter der Trennung von Religion/Kirche und Staat. Aus dieser Sicht würden sie auch bei einer ‚Sabbatallianz‘ nicht mitmachen“, so Bodenmann. Religiöse Anliegen, die man mittels staatlicher Gesetze durchsetzen wolle, würden ihres eigentlichen Gehalts entkernt, nämlich das Ergebnis einer freiwilligen Gottesbeziehung und einer persönlichen Überzeugung zu sein, sagte der Pastor. Evangelium und christlicher Glaube beruhten nach dem Verständnis seiner Kirche auf Freiwilligkeit, der mit staatlichen Gesetzen weder nachgeholfen werden solle oder könne.

Überlegungen zur Religionsfreiheit
Ein weiterer Grund gegen den Beitritt zur Sonntagsallianz liege im adventistischen Verständnis der Religionsfreiheit, welche sowohl religiöse als auch weltanschauliche Überzeugungen von Menschen gleichermassen schütze. „Das Menschenrecht Religionsfreiheit kann nicht geteilt werden, sondern ist allgemeingültig“, so Bodenmann. Man könne nicht einseitig seine religiösen Anliegen schützen wollen, ohne dies auch anderen gleichermassen zuzugestehen. Die Forderung nach dem Schutz des Sonntags als Ruhetag sei einseitig, sofern nicht allen Menschen eine wöchentliche 24-stündige Ruhezeit gemäss ihrer jeweiligen Präferenz zugestanden werde. Damit wären auch die Anliegen religiöser Minderheiten wie Adventisten und Juden aber auch säkularer Menschen berücksichtigt.

Schweizerische Sonntagsallianz
Die schweizerische "Sonntagsallianz" wurde 2012 gegründet. Sie ist ein Netzwerk von neu 27 kirchlichen Organisationen, politischen Parteien, Gewerkschaften, Frauenorganisationen, Suchtorganisationen sowie der schweizerischen Fachgesellschaft für Arbeitsmedizin. Die Allianz kämpft gegen die Liberalisierung der Öffnungszeiten im Detailhandel und hat am 3. April bei der Bundeskanzlei ein Referendum gegen den 24-Stunden-Arbeitstag eingereicht, das in knapp 3 Monaten von 86’499 Personen unterzeichnet worden ist. Laut Sonntagsallianz wehrten sich die Mitglieder gegen die zunehmende Unterwanderung der Sonntagsruhe und der damit verbunden negativen gesundheitlichen, religiösen und sozialen Folgen.

Europäische Sonntagsallianz
Die Europäische Sonntagsallianz wurde 2011 gegründet und hat Mitglieder aus den Bereichen Gewerkschaft, Kirchen, Parteien und weiteren Organisationen der Zivilgesellschaft. Sie setzt sich massgeblich für die Einfügung und Festlegung des Sonntags als Ruhetag in der EU-Arbeitszeitrichtlinie ein, wie dies vor 1993 der Fall war.

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Rassismus: Stopp der Suche nach Sündenböcken uparrow

Bern/Schweiz, 22.04.2013 / APD

Aus Anlass des Internationalen Tags gegen Rassismus mache die Eidgenössische Kommission gegen Rassismus EKR auf die Tendenz aufmerksam, Sündenböcke zu suchen und wie diese Neigung bekämpft werden könne, so die EKR-Medienmitteilung.

Das Klima gegenüber gewissen in- und ausländischen Bevölkerungsgruppen habe sich laut EKR in letzter Zeit verschlechtert. Wenn Angehörige einer bestimmten Gemeinschaft in ein Ereignis involviert seien, führten Berichterstattung und Kommentare in den Medien sowie in der politischen Diskussion oft zu einer Stigmatisierung von ganzen Personengruppen aufgrund ihrer geografischen Herkunft, ihrer ethnischen oder religiösen Zugehörigkeit, Hautfarbe, oder der fahrenden Lebensweise. Begehe jemand aus dieser Personengruppe ein Delikt, werde gleich die ganze Gruppe als Sündenböcke angeprangert. Die EKR wolle gegen diese Tendenz ankämpfen, weil sie eine Gefährdung des sozialen Zusammenhalts darstelle und eine Quelle rassistischer Ablehnung sei.

Die Vielfalt der Schweiz solle als Reichtum wahrgenommen werden, so die EKR, den es unter Einhaltung der Rechte und Pflichten aller zu schützen gelte. Diese Vielfalt werde allzu oft als Nachteil oder gar als Gefahr für den Zusammenhalt der Gesellschaft wahrgenommen.

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Sonntagsallianz: Kein grossflächiger, Schweiz weiter Sonntagsverkauf uparrow

Bern/Schweiz, 22.04.2013 / APD

Die Sonntagsallianz kritisiert den Entscheid des Nationalrates, die Motion von Nationalrat Abate (Tessin) zu unterstützen und damit den Sonntagsverkauf grossflächig und Schweiz weit einzuführen in einer Medienmitteilung als unverständlich und demokratiepolitisch äusserst bedenklich.

Sollte die Deregulierung der sonntäglichen Verkaufszeiten tatsächlich über den Verordnungsweg eingeführt werden, behielten sich die 26 Mitglieder der Sonntagsallianz, ein Netzwerk von ArbeitsmedizinerInnen, Kirchen, politischen Parteien, Gewerkschaften, Frauenverbänden und Suchtorganisationen, juristische Schritte vor, um dieses Vorgehen gerichtlich zu prüfen. Es könne nicht sein, dass eine solchermassen gravierende Verschlechterung der Arbeitsbedingungen in der Schweiz am Volk vorbei eingeführt werde.

Nach Angaben der Sonntagsallianz wolle die Motion des Tessiner FDP-Politikers Fabio Abate den Sonntagsverkauf durch eine blosse Verordnungsänderung unter dem Titel „Tourismusförderung“ auch in grossen Wirtschaftsräumen zulassen. Damit würde der Sonntagsverkauf mit einem Schlag praktisch in der ganzen Schweiz bewilligungsfrei möglich. Bislang sei der arbeitsfreie Sonntag unter besonderem Schutz des Gesetzes gestanden.

Besonders störend sei, dass das Volk zu diesem Entscheid nichts zu sagen habe. Nach Meinung der Sonntagsallianz dürfe eine solch gravierende Neuerung aus Gründen der Normenhierarchie nicht per Verordnung durch die Hintertür eingeführt werden, sondern es brauche dazu zwingend eine Teilrevision des zugrundeliegenden Arbeitsgesetzes.

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International

Adventistischer Weltkirchenleiter auf Pastoralbesuch in Europa uparrow

Lüneburg/Deutschland, 22.04.2013 / APD

Pastor Ted N. C. Wilson, Präsident der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) der Siebenten-Tags-Adventisten, besuchte laut Online-Dienst der Zeitschrift "Adventisten heute" im Rahmen einer Pastoralreise im März einige Länder, die zur so genannten Trans-Europäischen Kirchenregion (TED) gehören, wie die Niederlande, Polen, Ungarn, Serbien und Kroatien.

5.600 Adventisten in den Niederlanden
In den Niederlanden, wo Pastor Wilson am 9. März im Kongresszentrum Zwolle (Overijssel) predigte, habe er den rund 3.000 Zuhörern versichert: „Auch wenn ihr euch isoliert fühlt, weil ihr in einer postmodernen und säkularisierten Gesellschaft lebt, seid ihr ein Teil der weltweiten Familie der Siebenten-Tags-Adventisten." Ausserdem habe er die Dringlichkeit betont, für Erweckung und Reformation zu beten.

In den Niederlanden gibt es 5.600 als Erwachsene getaufte Gemeindeglieder, die sich in 60 Gemeinden versammeln. Davon seien sieben Gemeinden in den vergangenen acht Jahren neu gegründet worden und ein Dutzend weitere Gruppen stünden kurz vor der Gemeindegründung. Die Freikirche wachse in den Niederlanden jährlich um vier Prozent. Der Zuwachs komme hauptsächlich von Einwanderern aus der Karibik, die einen Drittel der Gemeindeglieder ausmachten, aus der ehemaligen Kronkolonie Indonesien, etwa zehn Prozent, und aus Afrika, besonders aus Ghana, so der Online-Dienst.

Eine religionsferne Gesellschaft
Die niederländische Bevölkerung gelte in Europa als eine der am wenigsten religiös oder kirchlich gebundenen. Bei den Einheimischen, welche die Hälfte der Gemeindeglieder ausmachten, könne es zehn Jahre dauern, bis eine kleine Gemeinde von 15 bis 20 Personen entstehe. Bis sich jemand aus diesem Personenkreis taufen lasse, könnten sechs Jahre und mehr vergehen. Wie der Präsident der Siebenten-Tags-Adventisten in den Niederlanden, Pastor Wim Altink, berichtete, habe die Freikirche in den Niederlanden vor wenigen Jahren ein Gemeindegründungsprogramm gestartet, bei dem das Eingehen auf die Bedürfnisse und Nöte der Gesellschaft im Vordergrund stehe.

Darüber, wie stark säkularisiert und religionsfern die einheimische Bevölkerung in den Niederlanden sei, habe Pastor Rudy Dingjan berichtet, der das Gemeindegründungsprogramm koordiniere: In diesem Lande müsse man beim ABC des Christseins beginnen. Es käme immer wieder vor, dass Schulkinder bei einem Museumsbesuch vor einem Bild mit den drei Kreuzen auf Golgatha stünden und überhaupt nicht wüssten, worum es sich handle und wer der Gekreuzigte in der Mitte sei. "Das kommt daher, dass ihre Grosseltern irgendwann aufhörten, die Gottesdienste zu besuchen“, sagte Dingjan. Ihre Eltern hätten nie eine Kirche betreten. Die Kinder wären daher aufgewachsen, ohne etwas von diesen Dingen erzählt zu bekommen.

5.800 Adventisten in Polen
In Polen, mit 5.800 Siebenten-Tags-Adventisten, habe Pastor Wilson die Gemeindeglieder am 10. März in Warschau ermutigt, ihren Glauben mit ansteckender Freude weiterzugeben. Nach einer Besichtigung des Theologischen Seminars der Adventisten in Podkowa (Lesna) habe er sich positiv über die Arbeit der Freikirche in Polen geäussert, sowie auch über den guten Zusammenhalt zwischen der Kirchenleitung und den Gemeindegliedern. Der kürzlich gestartete TV-Sender „Hope Channel Polen“ biete eine gute Möglichkeit, die Menschen im Land zu erreichen.

2.850 Adventisten in Kroatien
Hunderte kroatischer Adventisten hätten am 13. März die "Erste Adventgemeinde" in Zagreb besucht, um die Predigt über Religionsfreiheit von Pastor Ted Wilson zu hören. Die Adventisten in Kroatien feiern in 84 Kirchen Gottesdienste, unterhalten einen Verlag, ein Medienzentrum, ein Gymnasium und eine Theologische Hochschule.

7000 Adventisten in Serbien
In Serbien habe Wilson den Verlag der Freikirche besichtigt, dessen Druckerei während fünf Tagen in der Woche rund um die Uhr arbeite sowie das Medienzentrum, ein Geschenk eines Gemeindemitglieds an die Kirche. Die Adventisten in Serbien feiern in 172 Kirchen Gottesdienste und unterhalten nebst den erwähnten Institutionen ein Altersheim, eine Radiostation, ein Gymnasium sowie eine Theologische Hochschule.

4.700 Adventisten in Ungarn
Seine Europareise habe Wilson am 20. März im Ungarn beendet, wo er auch an Gesprächen mit dem Minister für Religion, nationale Minderheiten und zivile Angelegenheiten teilgenommen habe. Laut Online-Dienst sei es dabei auch um die Religionsfreiheit in Ungarn gegangen. Vor einem Jahr hatten die Siebenten-Tags-Adventisten in Ungarn den offiziellen Status zugesprochen bekommen. Davor war die staatliche Anerkennung der Siebenten-Tags-Adventisten und weiterer 300 kleinerer Glaubensgemeinschaften zur Debatte gestanden. In Ungarn versammeln sich die Adventisten in 110 Kirchengemeinden zum Gottesdienst. Sie unterhalten ein Theologisches Seminar, ein Medienzentrum sowie ein Alten- und Pflegeheim.

Von Ungarn sei Präsident Wilson weiter in den Nahen Osten gereist, wo er der Türkei, dem Libanon und Ägypten einen Besuch abgestattet habe. Wilson habe einen Teil seiner Kindheit in Ägypten verbracht, wo seine Eltern 15 Jahre als Missionare tätig gewesen seien.

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Volkszählung in Ungarn: Grosse Kirchen schrumpfen, kleine wachsen uparrow

Budapest/Ungarn, 22.04.2013 / APD

Die Zahl der Ungarn, die sich einer Religion zugehörig fühlten, gehe zurück, meldete Kathpress. Das gehe aus den Ergebnissen der Volkszählung von 2011 hervor, die vor kurzem veröffentlicht worden seien. 73 Prozent der Antwortenden hätten sich demnach zu einer Kirche, kirchlichen Gemeinschaft oder Religionsgemeinschaft bekannt. Rückläufig sei vor allem die Zahl der Angehörigen der grossen historischen Konfessionen wie Katholiken, Reformierte, Lutheraner, Orthodoxe, Juden, während die der kleineren Religionsgemeinschaften zunähmen.

Von den 9,94 Millionen Ungarn sind dem Zensus zufolge 3,87 Millionen Katholiken (39 Prozent), 1,15 Millionen Reformierte (12 Prozent), 215.000 Lutheraner (2,2 Prozent), 14.000 Orthodoxe (0,1 Prozent) und 11.000 Juden (0,1 Prozent). Die Zahl der Antwortverweigernden erhöhte sich im Vergleich zu 2001 von 10,8 auf 27,2 Prozent. Dramatisch abgenommen durch Übertritte, Holocaust und Auswanderung hat die Zahl der Juden: 473.000 (5,9 Prozent) 1920, 130.000 (1,5 Prozent) 1949, schliesslich 11.000 (0,1 Prozent) 2011.

4.672 Adventisten in Ungarn
Von 2001 bis 2011 ist die Zahl der Adventisten, die sich durch die Glaubenstaufe der Kirche angeschlossen haben, um 190 Mitglieder auf 4.672 gewachsen. Vor einem Jahr hatten die Siebenten-Tags-Adventisten in Ungarn den offiziellen Status zugesprochen erhalten. Davor war die staatliche Anerkennung der Siebenten-Tags-Adventisten und weiterer 300 kleinerer Glaubensgemeinschaften zur Debatte gestanden. In Ungarn versammeln sich die Adventisten in 110 Kirchengemeinden zum Gottesdienst. Sie unterhalten ein Theologisches Seminar, ein Medienzentrum sowie ein Alten- und Pflegeheim.

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Prinzipielle Grenzen der Naturwissenschaft uparrow

Baiersbronn/Deutschland, 22.04.2013 / APD

Der ganzen modernen Weltanschauung liegt die Täuschung zugrunde, dass die so genannten Naturgesetze die Erklärungen der Naturerscheinungen seien“, so der österreichisch-britische Philosoph Ludwig Wittgenstein (1889 - 1951), im Artikel über „Prinzipielle Grenzen der Naturwissenschaft“ von Dr. Markus Widenmeyer, der auf der Website der Studiengemeinschaft „Wort und Wissen“ publiziert worden ist.

Die Naturwissenschaft beschäftige sich generell mit den regelmässigen, definierten Verhaltensweisen der Gegenstände unserer sinnlichen Wahrnehmungswelt, schreibt Widenmeyer. Sie beschäftigte sich mit dispositionalen Eigenschaften (wenn-dann-Eigenschaften). So seien alle physikalischen Begriffe wie Masse, Ladung usw. auf dispositionale Eigenschaften zurückführbar und müssten operationalisierbar, also durch ein Messverfahren definierbar sein.

Alles, was nicht letztlich auf solche regelmässigen wenn-dann-Eigenschaften zurückgeführt werden könne, überschreite die Grenzen der empirischen Naturwissenschaft. Darauf aufbauend erläutert Widenmeyer in seinem Aufsatz fünf grundlegende Grenzen der Naturwissenschaft:

1. Die Naturwissenschaft könne die naturgesetzliche Ordnung der physikalischen Welt aus prinzipiellen Gründen nicht erklären. Vielmehr sei die naturgesetzmässige Ordnung sowohl eine theoretisch-methodische als auch eine metaphysische Grundvoraussetzung, um überhaupt Naturwissenschaft betreiben zu können.
2. Die Naturwissenschaft könne keinerlei Aussage darüber machen, ob diese naturgesetzliche Ordnung in der Natur umfassend und ausnahmslos gelte oder nicht.
3. Die Naturwissenschaft sei nicht in der Lage, über das blosse, äusserliche Verhalten der Wahrnehmungsgegenstände hinaus ihr eigentliches, inneres Wesen zu erforschen: Sie könne zum Beispiel nichts darüber sagen, ob Naturgegenstände überhaupt materiell seien, und was Materie sei, falls es sie gäbe.
4. Die Naturwissenschaft könne die Existenz des Universums prinzipiell nicht erklären.
5. Die Naturwissenschaft könne das Geistige und seine Existenz weder erfassen noch erklären.

„Wort und Wissen“
Die Studiengemeinschaft Wort und Wissen ist ein wissenschaftlicher gemeinnütziger Verein. Thematische Schwerpunkte der Arbeit bilden Grundlagenforschung und Bildungsarbeit im Spannungsfeld "Naturwissenschaft und christlicher Glaube".

Der Artikel „Prinzipielle Grenzen der Naturwissenschaft“ umfasst 22 Seiten und steht als PDF-Download kostenlos zur Verfügung:
http://www.wort-und-wissen.de/artikel/a14/a14.pdf[2]

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Neues adventistisches Liederbuch nimmt Gestalt an uparrow

Hannover/Deutschland, 22.04.2013 / APD

„glauben • hoffen • singen“ lautet der Titel des neuen Liederbuches für den Gottesdienst der Siebenten-Tags-Adventisten in der Bundesrepublik und der deutschsprachigen Schweiz, das noch in diesem Jahr erscheinen soll. Wie der Sekretär (Geschäftsführer) des Norddeutschen Verbandes der Freikirche und Mitglied des Liederbuch-Ausschusses, Pastor Friedbert Hartmann (Hannover), mitteilte, sei das bisherige Gesangbuch „Wir loben Gott“ bereits 30 Jahre alt und vergriffen. „Aus urheberrechtlichen Gründen können wir es nicht einfach nachdrucken.“ Als „Ergänzungsliederbuch“ wäre vor neun Jahren „Leben aus der Quelle“ erschienen, das vor allem jüngeres Liedgut enthalte. Viele Gemeindemitglieder gingen daher Woche für Woche mit zwei Liederbüchern in den Gottesdienst. Bald soll es wieder ein einziges geben.

Für das neue Gesangbuch seien 711 Lieder in die Auswahl genommen worden, so Hartmann. Dabei habe der Liederbuch-Ausschuss etwa 3.500 Lieder gesichtet und bewertet. Rund 270 Lieder stammten aus „Wir loben Gott“,165 aus „Leben aus der Quelle“, und 270 kämen neu hinzu. Das Format sollte „handtaschentauglich“ sein.

Am neuen Liederbuch arbeiteten Kirchen- und Jugendmusiker, Musikpädagogen, Theologen, Germanisten sowie Mitarbeiter aus dem Advent-Verlag Lüneburg und den Dienststellen der beiden deutschen Verbände mit. In den Arbeitskreisen, welche die Verantwortung für die inhaltliche Gestaltung trügen, gebe es etwa 20 Personen aus allen deutschen regionalen („Vereinigungen“) und überregionalen („Verbände“) Freikirchenleitungen sowie der Deutschschweizerischen Vereinigung.

Das neue Liederbuch habe ein „integratives“ Konzept, informierte Pastor Hartmann. „Jede Altersgruppe, jede kulturelle Gruppe der Adventgemeinden in Deutschland und der deutschsprachigen Schweiz soll aus diesem Buch singen können.“ Im neuen Gesangbuch seien unterschiedliche Musikstile vertreten. Chronologisch aufgezählt, gehe es um Liedgut aus der Zeit bis zum 17., des 18. (Pietismus, Aufklärung), 19. (Erweckungszeit) und 20. Jahrhunderts („Erste und Zweite Moderne“, Popularmusik, Anbetungslieder).

Geplant seien für das neue Gesangbuch auch Zusatzmaterialien für Chöre, Bläsergruppen und Bands sowie für die Gottesdienstgestaltung. Dieses Material sollte fortwährend ergänzt und in digitaler Form zur Verfügung gestellt werden. Ob es das Liederbuch auch in elektronischer Form, als Präsentation für Beamer sowie als App für Handys und Tablets geben werde, müsse abgewartet werden. Die Verhandlungen für die dazu notwendigen Urheberrechte seien laut Hartmann noch nicht abgeschlossen.

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Adventisten studieren weltweit die „Kleinen Propheten“ uparrow

Lüneburg/Deutschland, 22.04.2013 / APD

Dreizehn Wochen lang, von April bis Juni, studieren die Siebenten-Tags-Adventisten weltweit die biblischen Schriften der „Kleinen Propheten“ während des ersten Teils ihrer Gottesdienste. „Kleine Propheten“ werden die zwölf Bücher der Propheten Hosea bis Maleachi am Ende des Alten Testaments genannt. Die Bezeichnung bezieht sich darauf, dass diese Bücher wesentlich kürzer sind als die anderen alttestamentlichen Bücher. Thematisch gehe es in der Aktualisierung unter anderem um die Gefahr des Synkretismus (Religionsvermischung) im 21. Jahrhundert, die Vermittlung von Orientierung für nach Lebenssinn Suchende, den biblischen Auftrag zu sozialem Handeln, das Wesen wahrer Busse und das Setzen von Prioritäten, so Pastor Elí Diez-Prida, Leiter des Advent-Verlages in Lüneburg.

Die dazugehörigen „Studienhefte“ mit Fragen, Kommentaren und vertiefenden Texten zu den ausgewählten Bibelabschnitten habe der Theologe Zdravko Stefanovic geschrieben, der aus Bosnien stammt, in Frankreich und den USA studierte und derzeit an der Adventist University of Health Sciences in Orlando/Florida lehrt.

Das „Studienheft zur Bibel“, von dem es verschiedene Ausgaben in zahlreichen Sprachen gibt, dienten der persönlichen Beschäftigung mit der Bibel während der Woche, enthielten aber auch didaktisch aufbereitete Fragen für das Gruppengespräch im ersten Teil des Gottesdienstes, informierte der Verlagsleiter. Der Gottesdienst finde am Sabbat (Samstag) in der Regel am Vormittag statt. Während des Bibelgesprächs der Erwachsenen gebe für Kinder und Teenager altersgerechte Gruppenstunden in den Nebenräumen. Nach etwa einer Stunde kämen dann alle Gruppen wieder zusammen, um der Predigt zuzuhören.

Die Beschäftigung mit der Bibel in Gesprächsform während des ersten Teils des Gottesdienstes, vielfach auch „Bibel-“ oder „Sabbatschule“ genannt, habe bereits 1853 begonnen, „das heisst diese Praxis ist sogar zehn Jahre älter als die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten selbst, die in diesem Jahr ihr 150-jähriges Jubiläum feiert“, betonte Pastor Diez-Prida. Heute seien es 17,7 Millionen erwachsen getaufte Adventisten, die sich weltweit jedes Vierteljahr mit einem biblischen Buch oder einem biblischen Thema befassten.

Das wöchentliche Bibelgespräch werde von den deutschsprachigen Adventisten sehr ernst genommen. Die fast 35.000 Mitglieder in 24.000 Haushalten in Deutschland bezögen vierteljährlich rund 22.000 Studienhefte. Ähnlich sei es bei den 3.900 Adventisten in Österreich und den 2.400 Mitgliedern in der deutschsprachigen Schweiz, teilte der Verlagsleiter mit.

Die deutschsprachige Ausgabe des „Studienheftes zur Bibel“ erscheint vierteljährlich im Advent-Verlag Lüneburg und kann sowohl gedruckt als auch digital (PDF) zum Herunterladen erworben werden.

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Kleider in biblischer Zeit uparrow

Meersburg am Bodensee/Deutschland, 22.04.2013 / APD

Die Sonderausstellung „Kleider in biblischer Zeit“ wurde am 23. März in der Bibelgalerie Meersburg eröffnet. Den Eröffnungsvortag hielt Dr. Thomas Staubli von der Universität Fribourg/Schweiz. Die Ausstellung ist bis zum 3. November in der Schatzkammer der Bibelgalerie zu sehen. Sie gehört zum Jubiläumsprogramm „25 Jahre Bibelgalerie Meersburg“.

Noch im Paradies habe Gott selbst die ersten Menschen mit Fellkleidern ausgerüstet, so Staubli. „Er macht sie damit fit für ein Leben ausserhalb von Eden.“ Deutlicher hätte der hebräische Schöpfungsbericht die kulturelle Bedeutung von Kleidern nicht zum Ausdruck bringen können. Kleider seien ein Teil der Person, und zwar ihr sichtbarster. „Die Sprache der Textilien wurde im Altertum – nicht anders als heute, zum Beispiel bei der Kopftuchdebatte – ganz genau wahrgenommen und interpretiert.“

Die Ausstellung zeige, welche Kleidertypen es in biblischer Zeit gegeben habe, aus welchen Materialien sie bestanden hätten und welchem Zweck sie dienten. Der Schutz vor Hitze oder Kälte nehme dabei einen erstaunlich kleinen Raum ein, erläuterte Thomas Staubli. Kleider hätten Ehre, Ansehen, Zugehörigkeit zu einer Gruppe, Reichtum, Freude oder, Verworfenheit, Fremdheit, Armut und Trauer symbolisiert.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Rekonstruktionen von Kleidern an sogenannten „Egli-Figuren“. Das sind bewegliche Figuren, welche die Schweizerin Doris Egli speziell für die Gestaltung biblischer Szenen entwickelt hat. Thomas Staubli, Alttestamentler am Departement für Biblische Studien und früherer Leiter des „Bibel+Orient Museums“ in Fribourg, verbildlichte die biblische Kleiderordnung zusammen mit der Schneiderin Edith Hungerbühler vom Egli-Figuren-Arbeitskreis der Schweiz.

„Das Ergebnis der für beide Seiten animierenden, experimentellen Zusammenarbeit möchte eine Brücke zwischen Wissenschaft und Gesellschaft schlagen“, sagt Staubli. Textilien seien sehr vergänglich und gehörten daher zu den seltensten Funden bei Ausgrabungen im Orient. Sehr hilfreich wären daher Bilder von Kleiderträgern auf Rollsiegeln, Grabmalereien, Stelen, Stempelsiegelamuletten und Reliefs. Damit liessen sich über Jahrhunderte hinweg Entwicklungen und Konstanten beobachten wie das Verschwinden des Zottenkleides, das Aufkommen der Hemdgewänder oder die Ankunft der Hosen aus Persien.

Greifbar seien die Materialien wie Flachs, Leinen, Wolle, Baumwolle und Ziegenhaar. Dokumentiert würden auch die vorindustrielle Herstellung von Wolle und Leinen, sowie das Weiterleben altorientalischer Kleidertypen in der traditionellen Gewandung der Palästinenserinnen und Palästinenser oder in den Schaufäden am Gebetsmantel der Juden.

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Weltwassertag: Wasserkonflikte durch Zusammenarbeit entschärfen uparrow

Zürich/Schweiz, 22.04.2013 / APD

Der Weltwassertag am 22. März 2013 stand, wie das Internationale Weltwasserjahr 2013, unter dem Motto „Wasser und Zusammenarbeit.“ Es gehe darum Wasser weltweit sinnvoll einzusetzen, die Öffentlichkeit und die Politik dafür zu sensibilisieren und die Kooperationen zwischen den Staaten zu fördern, so die Deutsche UNESCO-Kommission. In vielen Weltregionen zeichne sich eine ernste Wasserkrise ab, die sich nur lösen lasse, wenn es in allen Staaten mehr Zusammenarbeit zwischen den oft getrennten Politikfeldern Wasser, Energie und Landwirtschaft sowie unter den Staaten gebe.

"Wasser gibt es weltweit genug. Es ist jedoch ungleich verteilt. Oft wird Wasser auch gedankenlos verschwendet, weil es vielerorts nur wenig kostet“, sagte Dr. Roland Bernecker, Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission. „Internationale Zusammenarbeit ist für eine faire Wassernutzung und die Verhinderung von Konflikten der beste Weg.“

Gründe für Wasserkonflikte
Nach Angaben der UNESCO-Kommission gäbe es weltweit 276 grenzüberschreitende Flüsse, in deren Einzugsgebiet mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebe. Für die Hälfte dieser Flüsse bestünden bislang keine internationalen Vereinbarungen zur Bewirtschaftung. Wichtige Flüsse wie der Colorado in den USA, der Gelbe Fluss in China oder der Rio Grande in Mexiko erreichten das Meer oft nur noch als Rinnsal, weil ihnen zu viel Wasser entnommen werde. Auch die 273 grenzüberschreitenden Grundwasserspeicher würden meist ohne Absprachen mit den Anrainern genutzt.

Dass es künftig Kriege um Wasser geben werde, sei nicht ausgeschlossen, so die
UN-Kommission, dies sei aber aufgrund historischer Analysen eher unwahrscheinlich. Der letzte „echte“ Wasserkrieg liege rund 4.500 Jahre zurück. Damals hätten die Stadtstaaten Lagasch und Umma, im heutigen Irak, um Wasser gekämpft. Seit 1953 sei es in 44 Fällen zu Streit um Wasser gekommen, meist in der wasserarmen Region des Nahen Ostens. Zwar könnten schwelende Konflikte um Wasser jederzeit eskalieren, gewaltsame Auseinandersetzungen seien Wissenschaftlern zufolge aber weder strategisch noch wirtschaftlich sinnvoll.

Gründe für Wasserknappheit
Der aktuelle durchschnittliche Wasserverbrauch in der Schweiz liege bei 160 Liter pro Person und Tag, schreibt die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Schweiz in ihrer Mitteilung zum Weltwassertag. Davon werde rund ein Drittel für die Toilettenspülung verwendet. Mindestens 20 Liter Wasser benötige der Mensch täglich für Konsumation, Hygiene und für den Haushalt. Viele Menschen auf der Welt hätten aber nicht die Möglichkeit, ihren lebensnotwendigen Bedarf zu decken.

Laut UNESCO-Kommission litten unter knappen Wasserressourcen bereits heute der Nahe Osten, Nordafrika, Zentralasien, Teile Chinas sowie Indiens und der Südwesten der USA. Die Ursachen seien vielfältig: Falsche politische Prioritäten, mangelnde Durchsetzung bestehender Gesetze, keine Vereinbarungen mit Anrainern, defekte Leitungen und fehlendes technisches Wissen.

UN-Studien zufolge werde der globale Wasserverbrauch weiter ansteigen, auch weil bis 2050 die Weltbevölkerung von heute sieben auf neun Milliarden Menschen wachse. Derzeit hätten rund 780 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser und mehr als 2,5 Milliarden hätten nicht einmal einfachste sanitäre Anlagen. Nebst dem Bevölkerungswachstum sowie den veränderten Konsummustern trage auch eine ineffiziente Landwirtschaft, die Klimaerwärmung und Energieversorgung zur Wasserknappheit bei.

Glückskette unterstützt Wasserprojekte von ADRA Schweiz
Die Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Schweiz verbessere mit Projekten in Somalia, Niger und Burkina Faso den Zugang der Bevölkerung zu Wasser, teilte das Hilfswerk mit. Am Horn von Afrika habe die Dürre 2012 viele Tote gefordert und eine Grosszahl der Familien habe dabei ihr Vieh verloren. Hundertausende seien gezwungen gewesen ihr Zuhause auf der Suche nach Nahrung und Wasser zu verlassen. Neben Unterstützung im Landwirtschaftsbereich saniere ADRA Schweiz mit Unterstützung der Glückskette in Galmudug/Somalia, Gebiet am Horn von Afrika, fünf Brunnen, die sowohl Flüchtlingen als auch der lokalen Bevölkerung zur Verfügung stünden. Das Projekt sei bis 2014 geplant und es würden 21.940 Personen davon profitieren. Die Glückskette finanziere rund 421.000 Franken (344.000 Euro) bei Gesamtkosten des Projektes von rund 570.000 Franken (466.000 Euro), sagte Alexandre Gasser, Geschäftsleiter von ADRA Schweiz.

Internationaler Weltwassertag
Der Internationale Weltwassertag wird seit 1993 jährlich am 22. März begangen und steht jedes Jahr unter einem anderen Thema. Der Weltwassertag ist ein Ergebnis der UN-Weltkonferenz über Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro und wurde von der UN-Generalversammlung im gleichen Jahr in einer Resolution ausgerufen.

Der Weltwassertag wirbt in der breiten Öffentlichkeit und der Politik für die Bedeutung des Wassers als Lebensgrundlage der Menschheit. Schon 2003 hatten die Vereinten Nationen erstmals ein „Jahr des Wassers“ ausgerufen. Am 23. Dezember 2003 hat die 58. UN-Generalversammlung den Zeitraum 2005 bis 2015 zur "Weltdekade des Wassers" erklärt.

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Ökumene

50 Jahre Evangelischer Arbeitskreis für Konfessionskunde in Europa uparrow

Bensheim/Deutschland, 22.04.2013 / APD

Als „ein halbes Jahrhundert erfolgreiches Projekt der Ökumene“ würdigte die Präsidentin des Evangelischen Bundes, Gury Schneider-Ludorff (Neuendettelsau), den Evangelischen Arbeitskreis für Konfessionskunde in Europa (EAKE), dessen 50. Jahrestagung in Bensheim stattfand. Der Arbeitskreis, so die Kirchenhistorikerin, wurde kurz vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil gegründet, um den Austausch über die vom Konzil erwarteten ökumenischen Entwicklungen zu pflegen. Gründungsmitglieder waren der Evangelische Bund Deutschland, der Schweizerische Protestantische Volksbund und der Niederländische Protestantische Konvent. Mittlerweile sind Trägerorganisationen aus Deutschland, Österreich, Ungarn und Rumänien für den EAKE aktiv. Seit 1999 besteht zudem eine besondere Verbindung mit der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE). Für deren Studiensekretär, den Theologieprofessor Martin Friedrich (Wien), ist der EAKE bis heute „einer der Motoren der Leuenberger Konkordie“.

Die gastgebende Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) beschäftige sich auf vielfältigen Ebenen mit dem Tagungsthema der EAKE in Bensheim „Nachkonfessionelles Christentum in Europa“: „Es vollzieht sich ein epochaler Wandel in der Art der Bindung des Individuums mit Religion. Vielleicht ist es kein Zufall, dass gerade die 50. Jahrestagung sich mit dieser grundlegenden Veränderung beschäftigt.“ Friedhelm Pieper, Europa-Beauftragter der EKHN, wies in seinem Grusswort auf aktuelle Herausforderungen hin: „Neue, sich oft überkonfessionell verstehende Gemeinden entstehen. Menschen stellen ihr jeweiliges religiöses Portfolio zusammen. Das wirkt sich auf das Selbstverständnis der Kirchen in Europa und ihre Rollen in der Gesellschaft aus.“

Eine vom Hessischen Rundfunk in Auftrag gegebene Studie stand im Mittelpunkt des Eröffnungsvortrags „Was glauben die Hessen?“ Lothar Bauerochse von der Redaktion Kirche und Religion des Hessischen Rundfunks bezog sich auf die repräsentative Untersuchung. So würden die Kirchen den Hessen durchwegs als „berechenbarer Hort der Humanität“ gelten. Das, so Bauerochse, hiesse aber noch lange nicht, dass man sich dieser Institution unterwerfen oder von ihr den Sinn des eigenen Lebens vorgeben lassen würde. Den wissenschaftlichen Initiator der Studie, den katholischen Theologieprofessor Michael Ebertz, zitierte er mit der pointierten Zusammenfassung: „Solange die Kirche meine individuelle Sinnsuche stützt, habe ich nichts dagegen. Aber sie soll sich hüten, mir vorzuschreiben, was ich zu glauben habe.“

Der christliche Glaube und die Kirchenmitgliedschaft stünden nicht mehr unbedingt in einem Zusammenhang. Es gebe Christen ausserhalb der Kirchen, aber jeder dritte Protestant und jeder fünfte Katholik in Hessen glaubten beispielsweise nicht, dass Gott in Jesus Christus offenbar werde. Damit, so Bauerochse, „finden sich ganz objektiv auch Atheisten in den Kirchen“.

Der Evangelische Arbeitskreis für Konfessionskunde in Europa (EAKE) tagte vom 18. bis zum 21. April in Bensheim. Die Delegierten kamen aus Belgien, Dänemark, Deutschland, Italien, Liechtenstein, Niederlande, Österreich, Rumänien, Tschechische Republik, Ukraine und Ungarn.

Zum Tagungsthema referierten Dr. Thorsten Latzel (Direktor der Evangelischen Akademie Frankfurt/Main), Professor Dr. Jan Hermelink (Universität Göttingen) und Professor Dr. Eberhard Harbsmeier (Rektor des Pädagogisch-Theologischen Instituts Logumkloster/Dänemark). Während einer Exkursion wurden in Frankfurt/Main neben der Evangelischen Akademie am Römerberg auch die Flughafenseelsorge am Fraport und die Stadionseelsorge in der Frankfurter Commerzbank-Arena besucht.

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Emilio Castro, früherer Generalsekretär des Weltkirchenrates verstorben uparrow

Montevideo/Genf/Basel, 22.04.2013 / CBS KULTUR INFO/APD

Der methodistische Pfarrer, Befreiungstheologe und frühere Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), Emilio Castro, ist am 6. April in Montevideo (Uruguay) verstorben.

Castro amtierte von 1985 bis 1992 als Generalsekretär des in Genf ansässigen Weltkirchenrates. Der 1927 in Uruguay geborene Methodist prägte die ökumenische Arbeit durch Akzente, die er aus der Theologie der Befreiung einbrachte. Mit wortgewaltigen Predigten und prononcierten sozialethischen Forderungen nach Erneuerung der internationalen Ökonomie und Politik machte er in den Kirchen auf sich aufmerksam, erfuhr dadurch aber auch scharfen Widerspruch konservativer und wirtschaftsliberaler Kreise.

Der katholisch getaufte Castro studierte nach Erlangung seiner Hochschulreife Evangelische Theologie an der Universität Basel, wo er von den theologischen Erkenntnissen Karl Barths beeinflusst wurde. An der Universität Lausanne legte er seine Dissertation vor und promovierte zum Doktor der Theologie. Er war als methodistischer Gemeindepastor tätig, bevor er in mehreren lateinamerikanischen und internationalen ökumenischen Einrichtungen arbeitete. Im Jahre 1973 wurde er zum Direktor der Kommission für Weltevangelisation und Mission beim Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) in Genf berufen. Als besonderes Ziel seiner Amtsführung bezeichnete er es, die südamerikanischen Pfingstkirchen in den Weltkirchenrat hineinzubringen.

Auch nach seinem Ausscheiden als ÖRK-Generalsekretär setzte Castro seine Aktivitäten in der ökumenischen Suche nach einer gerechteren Weltordnung fort. Sein Wirken blieb ungeachtet der seit den 1990er Jahren eingetretenen weltpolitischen Veränderungen gerichtet auf die Durchführung eines Friedenskonzils aller Kirchen, wie es vom "Konziliaren Prozess für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung" (GFS) seit vielen Jahren angestrebt wird. Dafür war er auch publizistisch tätig, referierte auf Kongressen, trat als Herausgeber befreiungstheologischer Literatur auf.

Begonnen hatte dieser gemeinsamen Lernweg christlicher Kirchen zu Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung 1983 auf der VI. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) in Vancouver (Kanada), wo die Stationierung von Massenvernichtungswaffen diskutiert und als Verbrechen gegen die Menschheit bezeichnet wurde. Um etwas bewirken zu können, sollten die Kirchen gemeinsam für Frieden eintreten. Eine Konkretisierung innerhalb der GFS-Bewegung war auch die Erste Europäische Ökumenische Versammlung (EÖV) zum Thema "Frieden in Gerechtigkeit", die 1989 in Basel (Schweiz) stattfand. 1997 folgte die Zweite Europäische Ökumenische Versammlung in Graz (Österreich) und 2007 die Dritte Europäische Ökumenische Versammlung in Sibiu (Rumänien).

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Religion + Staat

Russland: Ausweitung des „Agentengesetzes“ auf christliche Kirchen uparrow

Moskau/Russland, 22.04.2013 / APD

Die staatliche Überprüfung von Nichtregierungsorganisationen (NGO) in Russland sei inzwischen auch auf religiöse Organisationen ausgedehnt worden, berichtete William Yoder (Moskau), Medienreferent der „Russischen Evangelische Allianz“ (REA).

Laut dem sogenannten „Agentengesetz“ müssen sich alle NGOs, die Finanzierungen aus dem Ausland erhalten, als „ausländische Agenten“ registrieren lassen. Einige Nichtregierungsorganisationen lehnen dies ab, weil sie befürchten, als Spione bezeichnet zu werden. Im Rahmen des „Agentengesetzes“ sind laut Medienberichten Ende März in Russland auch ausländische Stiftungen von den Behörden durchsucht worden darunter die Büros der Konrad-Adenauer-Stiftung in St. Petersburg sowie die Ebert- und Böll-Stiftung in Moskau.

An der halbjährlichen Sitzung des Rates der „Russischen Union der Evangeliumschristen-Baptisten“ (RUECB) vom 27.-29. März in der Hauptstadt habe Anatoli Ptschelinzew, Leiter des Moskauer "Slavic Legal Centre", den Ratsteilnehmern nahe gelegt ihre Gemeinden durch eine genaue Lektüre der geltenden Gesetze auf unangemeldete Besuche staatlicher Gremien vorzubereiten. Alle relevanten Gesetze sollen demnach auf der Webseite der RUECB veröffentlicht werden. Der Rechtsanwalt habe betont, dass Gemeinden gesetzlich nicht verpflichtet seien, persönliche Angaben über deren Mitglieder an Staatsbehörden weiterzuleiten.

Russische Evangelikale grenzen sich gegen westliche Einflussnahme ab
Nach Angaben des REA-Medienreferents habe Tom Holladay, Schwager von Rick Warren, der leitender Pastor der kalifornischen Megakirche "Saddleback Church" ist, die RUCEB-Sitzung in Moskau als Gast besucht. In Russland habe die amerikanische "Saddleback Church" bisher am stärksten mit der überkonfessionellen sowie evangeliumschristlichen und pfingstlerischen „WSECH“-Bewegung („All-Russische Gemeinschaft der Evangeliumschristen“) des Moskauer Geschäftsmannes Alexander Semtschenko kooperiert. Es bestünden Sorgen, dass die "Saddleback Church" versuchen könnte, ein in Kalifornien entwickeltes Programm in Russland einzuführen. Eine Moskauer Filiale von "Saddleback Church" mit Live-Übertragungen aus Kalifornien oder das Auftreten eines neuen westlichen Pastors auf der Moskauer Bühne würde von den Einheimischen als nicht hilfreich angesehen. Die gegenwärtige politische Stimmung nötige die protestantischen Kirchen in Russland, die Tatsache, dass sie weder ausländische noch ferngesteuerte „Agenten“ seien, unter Beweis zu stellen.

Adventisten mit „einheimischer“ und „ausländischer“ Kirchenleitung
In der Russischen Föderation gibt es 67.033 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 684 Kirchengemeinden. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts existierten in Russland adventistische Gemeinden, sodass die Freikirche 1906 von Zar Nikolaus II. staatlich anerkannt wurde. Da auch in der kommunistischen Sowjetunion örtliche Adventgemeinden vom Staat registriert wurden, konnte die Freikirche nach der Auflösung der UdSSR und Gründung der Russischen Föderation im Jahr 1992 weiterhin legal in Russland tätig sein. Eine erneute staatliche Anerkennung war aufgrund des am 1. Oktober 1997 in Kraft getretenen geänderten Religionsgesetzes notwendig. Die Russische Orthodoxe Kirche wurde als erste unter der neuen Verordnung staatlich anerkannt. Die Registriernummer zwei erhielt die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten 1998.

Die Westrussische Union in Moskau, die Ostrussische Union in Nowosibirsk und die Fernostunion in Chabarowsk gelten staatlicherseits als einheimische, überregionale Kirchenleitungen der Siebenten-Tags-Adventisten. 1990 entstand in Moskau auch eine Kirchenleitung, Euro-Asien Division genannt, für die Adventisten in der damaligen Sowjetunion beziehungsweise ab 1992 für deren Mitglieder in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS). Sie gehört als Abteilung zur Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) der Siebenten-Tags-Adventisten in Silver Spring, Maryland/USA. Aufgrund einer geänderten Religionsgesetzgebung betrachten russische Behörden die Euro-Asien Division als „ausländisch“. Deren Kirchenleitung verlegte daher ihren Sitz 2007 vorübergehend nach Darmstadt/Deutschland und schliesslich zur Generalkonferenz in die USA. In den zwölf Staaten der GUS leben 121.238 Adventisten in 1.938 Gemeinden.

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Religionsfreiheit

Anschlag auf Kirche der Adventisten in Indonesien uparrow

Jakarta/Indonesien, 22.04.2013 / KNA/Kathpress/APD

Eine Woche vor Ostern haben Unbekannte eine Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der indonesischen Provinz Westjava verwüstet. Der Anschlag in der Stadt Tasikmalaya habe sich nur einen Tag nach dem Abriss eines Gotteshauses der protestantischen Huria Batak Kirche in der westjavanischen Grossstadt Bekasi am 21. März ereignet. Dies habe laut deutscher Katholischer Nachrichtenagentur KNA die Onlineausgabe des Jakarta Globe am 23. März berichtet. Anders als die Kirche in Bekasi habe das Gotteshaus der Adventisten über eine Baugenehmigung verfügt. Allerdings hätten nach Angaben des Blattes mehr als 50 islamische Gelehrte in der Region die Stimmung gegen die Adventistenkirche geschürt.

Westjava sei nach Angaben von Kathpress eine Hochburg des konservativ-militanten Islam in Indonesien. Mit Unterstützung der Behörden und Teilen der Polizei gehe die radikale Islamische Verteidigungsfront (FPI) gegen christliche Gemeinden sowie die islamische Glaubensrichtung Ahmadiya vor. Die religiösen Spannungen seien seit der Wiederwahl des Gouverneurs von Westjava Ende Februar gestiegen. Der Politiker von der islamischen Gerechtigkeits- und Wohlfahrtspartei habe kurz vor der Wahl der Islamischen Verteidigungsfront (FPI) die Einführung von Schariagesetzen in Westjava versprochen.

Insgesamt habe es laut Kathpress in den ersten zweieinhalb Monaten dieses Jahres in ganz Indonesien bereits mehr als 20 Übergriffe auf katholische und protestantische Kirchen und kirchliche Einrichtungen gegeben. Die Übergriffe reichten von der Androhung von Gewalt bis zu Bombenanschlägen. Neben Westjava seien die Provinzen Ostjava und Südsulawesi am stärksten von der Christenverfolgung betroffen gewesen.

Die Gemeindemitglieder der Adventisten in Tasikmalaya hätten sich trotz grosser Angst vor weiteren Angriffen am Samstag in ihrer Kirche zum Gottesdienst eingefunden, berichteten indonesische Medien. Der Gottesdienst habe unter Polizeischutz stattgefunden.

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Menschenrechte

„Weg der Menschenrechte“: Indigene Völker kämpfen um ihr Recht uparrow

Immensee/Schweiz, 22.04.2013 / APD

Der "Weg der Menschenrechte" ist eine fünfstündige Wanderung von Immensee nach Luzern, die seit 25 Jahren einem menschenrechtlichen Thema gewidmet ist und 2013 unter dem Motto stehe: „Land ist Leben! Indigene Völker kämpfen um ihr Recht“, teilte die Bethlehem Mission Immensee mit.

Die Bedeutung des Bodens, das Recht auf Land und die Kämpfe indigener Völker um ein selbstbestimmtes Leben seien am 27. April 2013 das Thema des „Wegs der Menschenrechte“. Unter Mitwirkung von Marco Arana, Josef Estermann, Christine Imholz, Stephan Tschirren und Bruno Fluder würden über die ungerechte Landverteilung, deren Konsequenzen und Bedeutung sowie die spirituelle Dimension des Bodens für die indigenen Völker der Anden diskutiert.

Bethlehem Mission Immensee (BMI)
Die Bethlehem Mission Immensee (BMI) und ihre Allianzpartner E-CHANGER und Inter-Agire engagieren sich weltweit für Benachteiligte sowie eine ganzheitliche und nachhaltige Entwicklung. Im Moment arbeiten 120 Fachpersonen der drei Organisationen in dreizehn Länder Lateinamerikas, Afrikas und Asiens in der Entwicklungsarbeit in Projekten von Partnerorganisationen mit. Durch Bildungs-, Sensibilisierungs- und Informationsarbeit fördern die drei Organisationen solidarisches Denken und Handeln in der Schweiz.

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UN-Menschenrechtsrat schafft Untersuchungskommission zu Nordkorea uparrow

Genf/Schweiz, 22.04.2013 / APD

Der UN-Menschenrechtsrat hat eine Untersuchungskommission zu Nordkorea eingerichtet, so Human Rights Watch. Die Kommission werde Verbrechen gegen die Menschlichkeit und andere schwere Menschenrechtsverletzungen in Nordkorea untersuchen und Empfehlungen aussprechen, wie die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden könnten.

„Diese lang erwartete Untersuchungskommission wird dabei helfen, Jahrzehnte massiver Menschenrechtsverbrechen durch die nordkoreanische Regierung aufzudecken", sagte Julie de Rivero, Advocacy-Direktorin von Human Rights Watch. „Die Einrichtung dieser Kommission sendet ein deutliches Signal an Pjöngjang, dass die Welt die Lage genau beobachtet und die Menschenrechtsverletzungen beendet werden müssen."

Die von Japan und der Europäischen Union vorgelegt Resolution zur Errichtung der Kommission wurde einstimmig verabschiedet. Durch sie könnten schwere, weit verbreitete und systematische Verletzungen der Menschenrechte in Nordkorea verurteilt und die Anwendung von Folter gegen politische Gefangene und zurückgekehrte Bürger der Demokratischen Volksrepublik Korea sowie ihre Entsendung in Zwangsarbeitslager missbilligt werden.

Erster Bericht der Untersuchungskommission in einem Jahr erwartet
Marzuki Darusman, der bereits früher vom Rat ernannte Experte für die Menschenrechtslage in Nordkorea, werde der Kommission angehören. Sie soll innerhalb eines Jahres die Verletzung des Rechts auf Nahrung, Misshandlung in Gefangenenlagern, Folter und unmenschliche Behandlung, willkürliche Verhaftung, Diskriminierung, Verletzung der Redefreiheit, Verstösse gegen das Recht auf Leben, Verletzung der Bewegungsfreiheit und Entführungen, auch von Angehörigen anderer Staaten, untersuchen. Dabei soll laut Human Rights Watch sichergestellt werden, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen würden, besonders wenn die Menschenrechtsverletzungen sich als Verbrechen gegen die Menschlichkeit erweisen würden.

„Jede Hoffnung, dass der Führungswechsel in Nordkorea Fortschritte für die Menschenrechte bringen könnte, wurde schnell enttäuscht", sagte de Rivero. „Die überwältigende Unterstützung für die Einrichtung dieser Kommission spiegelt den starken Konsens wider, dass die Zeit gekommen ist, die Menschenrechtsverstösse aufzudecken, die Nordkorea so lange vor der Welt verstecken wollte."

UN-Hochkommissarin unterstützt Untersuchungskommission
Navi Pillay, UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, habe die Errichtung der Kommission unterstützt. Sie habe im Januar 2013 festgestellt, dass die eingehende Untersuchung einer der Regionen mit den schlimmsten, aber am wenigsten verstandenen und publik gemachten Menschenrechtsverletzungen der Welt, nicht nur völlig gerechtfertigt, sondern längst überfällig sei. Sie habe auch die dringende Notwendigkeit betont, das Schicksal der vielen von Nordkorea in den letzten Jahren entführten Südkoreaner und Japaner zu klären und ihren leidgeprüften Familien Wahrheit, Gerechtigkeit und Wiedergutmachung zu garantieren.

Verletzung des Rechts auf Nahrung, schwere Diskriminierung…
In seinem Bericht an den Rat habe Darusman neun zentrale Bereiche von Menschenrechtsverletzungen in Nordkorea beschrieben, darunter extreme Formen der Diskriminierung und Verletzung des Rechts auf Nahrung. Er habe auch die Notwendigkeit betont, eine Untersuchung der erschütternden Erfahrungen der Nordkoreaner in politischen Gefangenenlagern einzuleiten, wo sie am Rande des Verhungerns gehalten und als Zwangsarbeiter eingesetzt würden. Folter sowie unmenschliche und erniedrigende Behandlung gehörten in den Lagern zum Alltag.

Untersuchungskommission Errungenschaft für die Opfer
Opfer von Menschenrechtsverletzungen in Nordkorea hätten laut Human Rights Watch an den Rat appelliert, Massnahmen zu ergreifen. Dies habe auch Shing Dong Huyk, Flüchtling aus einem berüchtigten nordkoreanischen Gefangenenlager während einer Veranstaltung des Menschenrechtsrats zu Beginn dieses Monats gefordert, als er seine Geschichte erzählt habe. Menschenrechtler hätten sich bestürzt darüber gezeigt, dass die Notwendigkeit, Nordkoreas Menschenrechtsverletzungen anzusprechen und zu untersuchen, oft im Schatten der Sorgen über das Atomprogramm verblasse.

„Die Errichtung dieser Kommission ist eine Errungenschaft für die Opfer", sagte de Rivero. „Dies ist ein entscheidender erster Schritt, um die Verantwortlichen für Verbrechen gegen die Menschlichkeit und andere Menschenrechtsverletzungen in Nordkorea zur Verantwortung zu ziehen".

Religiöse Verfolgung
Die religiöse Verfolgung durch das Regime von Nordkorea habe fast alle Gläubigen ausgerottet, so Christian Solidarity Worldwide (CSW). Christen würden laut Flüchtlingen aus Nordkorea als „Staatsfeinde ersten Ranges“ bezeichnet. Sie würden in Gefangenenlager überstellt, wo ihnen die Hinrichtung drohe.

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ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-International (Adventist Development and Relief Agency) ist die weltweite Hilfsorganisation der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe. ADRA unterhält ein Netzwerk mit etwa 120 regionalen und nationalen ADRA-Büros. ADRA gewährt ihre Hilfe ohne Rücksicht auf politische und religiöse Anschauung oder ethnische Herkunft.

ADRA Schweiz ist ein im Handelsregister eingetragener Verein und geniesst Steuerfreiheit. Das Hilfswerk wurde von der schweizerischen Fachstelle für Spenden sammelnde, gemeinnützige Institutionen (ZEWO) zertifiziert. Das ZEWO-Gütesiegel steht für den zweckbestimmten und transparenten Umgang mit Spenden. ADRA Schweiz zählt zu den Partner-Hilfswerken der Schweizer Glückskette: http://www.glueckskette.ch[3] Adresse: ADRA Schweiz, Gubelstrasse 23, Postfach 5126, CH-8050 Zürich. Telefon +41 (0)44 515 03 10; Fax +41 (0)43 300 21 12; Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein![4] Web Site: www.adra.ch[5]

ADRA Deutschland e.V. ist als gemeinnützig und mildtätig anerkannt und hat den Sitz in Darmstadt. Das Hilfswerk besitzt das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für Soziale Fragen (DZI). Adresse: ADRA Deutschland, Robert-Bosch-Strasse 10, D-64331 Weiterstadt. Telefon +49 (0)6151 8115 0; Fax +49 (0)6151 8115 12. Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein![6] Web Site: www.adra.de[7]

ADRA Österreich wurde 1992 als unabhängige Hilfsorganisation registriert und trägt seit 2002 das Spendengütesiegel als Zeichen für den verantwortungsvollen Umgang mit Spendengeldern. Adresse: ADRA Österreich, Prager Strasse 287, A-1210 Wien, Telefon +43-(0)1-3196043; Fax: +43 (0)1 319 60 43-499; Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Web Site: www.adra.at[8][9]

Philippinen: Glückskette und ADRA helfen 3200 Taifun-Opferfamilien uparrow

Genf/Schweiz, 22.04.2013 / APD

Das Nothilfeprojekt für die Opfer des Taifuns „Bopha“ der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Schweiz, Partnerhilfswerk der Glückskette, sei mittlerweile auf den Philippinen abgeschlossen worden. Über 3000 Familien hätten Unterstützung erhalten, teilte die Glückskette mit.

Der Taifun «Bopha», der Ende Dezember 2012 mit über 200 Stundenkilometer über die Insel Mindanao zog, forderte mehrere Hundert Todesopfer und machte über 300'000 Menschen obdachlos.

ADRA habe Lebensmittelpakete in der Gemeinde Bagang verteilt. Während zwei Wochen hätten damit die dringendsten Bedürfnisse mit Grundnahrungsmitteln wie Reis, Teigwaren, Öl und Salz gedeckt werden können. Für die rund 3200 Familien habe dies eine grosse Entlastung dargestellt, weil sie sich in dieser schwierigen Zeit nicht um die Nahrungsmittelbeschaffung hätten kümmern müssen.

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China: Biogas verbessert Lebensqualität und reduziert Abholzung uparrow

Wien/Österreich, 22.04.2013 / APD

Kurze Pausen bei der Feldarbeit würden in Chinas Bergregionen zum Sammeln von Brennholz benutzt, denn Holz sei für die Bauern und deren Familien das wichtigste Brennmaterial, so die Adventistische Katastrophen- und Entwicklungshilfe ADRA Österreich. Zum Kochen brauche es zwei Personen: Eine müsse das Holz fortwährend verbrennen und eine zweite dabei gleichzeitig kochen. Nach dem Kochen müssten Hände, Gesichter und Kleider von Russ befreit werden, in der Lunge setze er sich hingegen fest.

2012 habe ADRA China mit Unterstützung von ADRA Österreich im Dorf Wannian, Landkreis Danling, für 760 Franken (610 Euro) eine Pilot-Haushalt-Biogasanlage erstellt. Im Fermentierungsbehälter entstehe unter Luftabschluss aus Exkrementen in einem Vergärungsprozess Methangas und unten bleibe ein Gärrest. Diese Biogasanlage habe das Leben der Familie massiv verbessert, so das Hilfswerk: Mühevolles Suchen von Holz entfalle, es gäbe beim Kochen keine Russentwicklung mehr und mit dem Nebenprodukt der Fermentierungsanlage könnten Pflanzen bewässert und auf den Kauf von künstlichem Dünger verzichtet werden. Laut ADRA Österreich sei der Bau weiterer Biogasanlagen geplant.

Im Aktiv-Urlaub in China eine Biogasanlage bauen
Das Hilfswerk biete im September 2013 einen Aktiv-Urlaub in einem abgelegenen Bergdorf Chinas an, um beim Bau einer Biogasanlage mitzuhelfen und Land und Leute kennen zu lernen.
Weitere Infos zum Aktiv-Urlaub unter: http://www.adra.at/325.html[10]

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ADRA Argentinien unterstützt Überschwemmungsopfer in La Plata uparrow

Madrid/Spanien, 22.04.2013 / APD

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Argentinien koordiniere ihre Hilfsmassnahmen vor Ort mit dem Innenministerium und dem Ministerium für Soziale Entwicklung der Provinz Buenos Aires, um den Opfern der Jahrhundert-Überschwemmung zu helfen. La Plata, Hauptstadt der Provinz Buenos Aires, sei in der ersten Aprilwoche von sintflutartigen Regenfällen betroffen worden, wie ADRA Spanien mitteilte. Laut Medienberichten seien 57 Tote und 20 Vermisste in der sechzig Kilometer südlich der Hauptstadt Buenos Aires liegenden Stadt mit 650.000 Einwohnern zu beklagen.

ADRA koordiniere den Einsatz vieler Freiwilliger, die sich beim Sammeln und Verteilen der Hilfsgüter engagierten. Es seien 60 Tonnen Kekse und Getreideriegel, 15 Paletten Wasserflaschen, sowie Kleider, Decken und Matratzen an die Bedürftigen abgegeben worden. In einem Waschservice hätten jeweils fünf Freiwillige in drei Schichten während 24 Stunden die Kleider von Überschwemmungsopfern gewaschen und getrocknet. Von diesem Service hätten 150 Familien pro Tag profitiert.

Am 10. April seien gemeinsam mit Mitarbeitern des Innenministeriums Reinigungs- und Desinfektions-Kits an 500 Familien verteilt worden. Diese Kits enthalten: Bleichmittel, Waschmittel, Müllbeutel, Schwamm, Bürste, Mopp, Eimer, Schaufel und Besen sowie Desinfektionsmittel.

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Gesundheit & Ethik

Demokratisch legitimierte Armeen brauchen ethische Bildung uparrow

Bonn/Deutschland, 22.04.2013 / APD

Das Österreichische Verteidigungsministerium und die Katholische Militärseelsorge Österreichs haben einen Sammelband zur Militärethik herausgegeben, der Ende 2012 online als kostenloser Download zur Verfügung stand und jetzt in gedruckter Form unter dem Titel „Ethik im Kontext individueller Verantwortung und militärischer Führung“ erschienen ist.

Herausgeber seien der deutsche protestantische Ethiker Thomas Schirrmacher und der Sozialphilosoph und Militärethiker Edwin R. Micewski, österreichischer Brigadegeneral a. D., so „Bonner Querschnitte“, Plattform der Evangelischen Allianz in Deutschland. Der Sammelband beruhe auf Expertenrunden und Tagungen der Akademie für Kommunikation der Bundeswehr in Strausberg bei Berlin, deren Ergebnisse und Empfehlungen am Ende des Bandes abgedruckt seien.

In einer hochkomplexen Zeit mannigfacher sicherheits- und gesellschaftspolitischer Herausforderungen könnten militärethische Fragestellungen nur durch Interdisziplinarität und Vernetzung der mit dem Thema befassten Institutionen und Experten bewältigt werden, darauf verweise der Leiter des Zentrums für Innere Führung der Bundeswehr in Koblenz, Generalmajor Alois Bach, in seinem Buchbeitrag. In diesem Sinne verstehe sich die Publikation, indem sie die Expertise eines katholischen Ethikers, Prof. Dr. Uto Meier von der Katholischen Universität Eichstätt, mit dem Zugang der beiden Herausgeber vereine. Der eine von ihnen sei an der Schule der protestantischen Sozialethik ausgerichtet, der andere stehe in der humanistischen Tradition der Transzendentalphilosophie. Zudem würden in Deutschland, Österreich und in den USA gemachte Erfahrungen zur Bandbreite des Buches beitragen.
Der Band wurde vom Institut für Religion und Frieden des Katholischen Militärbischofsamtes in Österreich in dessen Publikationsreihe „Ethica Themen“ herausgegeben.

Im Geleitwort zur Publikation begrüsse der Leiter des Instituts für Religion und Frieden, Bischofsvikar Dr. Werner Freistetter, die übergreifende Zusammenarbeit deutschsprachiger Länder in Bezug auf die Militärethik und verbinde mit der Herausgabe dieses Bandes die Hoffnung, dass dieser mit seinen Beiträgen zur weiteren Beschäftigung mit Aspekten des komplexen Feldes militärischer Ethik als auch zur Intensivierung der interkonfessionellen, interdisziplinäre und internationalen Zusammenarbeit beitragen möge.

Die beiden Herausgeber verwiesen darauf, dass für Streitkräfte in der Demokratie die Militärethik gleich zu Beginn mit einem der grössten ethischen Dilemmata aufwarte – nämlich die potenzielle Gewaltanwendungsfunktion des Militärs in einem demokratiepolitischen Umfeld zu rechtfertigen, welches den Schutz des Lebens und das Tötungsverbot zu seinen höchsten Werten zähle.

Die innerhalb des staatlichen Gewaltmonopols legitimierten Streitkräfte könnten jedoch von den menschenrechtsverachtenden und kriegsfördernden illegitimen bewaffneten Gruppierungen der Geschichte und Gegenwart nur unterschieden werden, wenn einerseits politisch, anderseits aber auch in der innermilitärischen Orientierung und Aufgabenerfüllung die ethische Ausrichtung auf Menschenrechtsschutz, Demokratie und Friedensziel gewährleistet sei.

Es sei daher die Bewusstmachung der im Deutschen Grundgesetz und in der Österreichischen Bundesverfassung verankerten Grundwerte, für das Ethos eines Soldaten, der sich als Vertreter einer freiheitlich-demokratischen Staatsordnung verstehe, ebenso unumgänglich wie seine Bindung an die ethischen Normen gerechter Kriegführung und moralisch einwandfreien soldatischen Handelns im Einsatz.

Vollständiges Buch als kostenloser Download:
http://www.bucer.de/fileadmin/dateien/Dokumente/BQs/zu_BQ200-299/zu_BQ249/20121122_ET_ethik_individuelle_verantwortung_militaerische_fuehrung.pdf[11]

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27.000 Personen wegen Alkoholvergiftung oder –abhängigkeit im Spital uparrow

Lausanne/Schweiz, 22.04.2013/APD , 22.04.2013 / APD

Im Jahr 2010 wurden rund 27.000 Personen wegen einer Alkoholabhängigkeit (15.000), einer Alkoholvergiftung (8.000) oder beidem (4.000) in einem Schweizer Spital behandelt, teilte Sucht Schweiz mit. Die Stiftung hat im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit alle alkoholbedingten Spitaleinweisungen von 2003 bis 2010 analysiert und festgestellt, dass sowohl Alkoholabhängigkeit als auch Fälle von Vergiftungen mit zunehmendem Lebensalter gehäuft auftreten.

Alkoholvergiftung
90 Prozent der rund 12.000 Personen, die im Jahr 2010 wegen Alkoholvergiftung hospitalisiert wurden, seien älter als 23 Jahre gewesen. Jugendliche und junge Erwachsene machten etwa 10 Prozent der hospitalisierten Personen aus.

„Bei den Jugendlichen fällt auf, dass die Spitaleinweisungen wegen Alkoholvergiftung bei den 14- und 15-Jährigen am häufigsten sind, obwohl das Rauschtrinken bis zum jungen Erwachsenenalter zunimmt. Das zeigt, dass sie im Umgang mit Alkohol unerfahren sind und eher riskieren, über die Massen zu trinken“, sagte Matthias Wicki, Studienautor und Forscher bei Sucht Schweiz.

Die neuste Studie zeige, dass in der Altersgruppe der 10- bis 23-Jährigen die Spitaleinweisungen wegen einer Alkoholvergiftung im Jahr 2010 um 73 Prozent über dem Niveau von 2003 gelegen hätten. Da eine Alkoholvergiftung tödlich sein könne, sei dies eine besorgniserregend hohe Zahl, so die Fachleute. Neben Vergiftungserscheinungen wie Gedächtnislücken, starker Übelkeit bis hin zu Kreislaufstörungen und Koma, bestehe bei übermässigem Konsum ein deutlich erhöhtes Risiko für Unfälle und Verletzungen, Gewalt oder aggressives Verhalten, - Folgen welche auch das Umfeld betreffen würden.

Alkoholabhängigkeit
Im Jahr 2010 seien 19.000 Personen wegen einer Alkoholabhängigkeit im Spital behandelt worden, so Sucht Schweiz. Dabei sei bei 15.000 Personen ausschliesslich eine Alkoholabhängigkeit und bei 4.000 Personen zusätzlich eine Alkoholvergiftung festgestellt worden. Alkoholabhängigkeit sei eine Krankheit, welcher in der Regel ein jahrelanger missbräuchlicher Konsum vorausgehe.

Erfolge eine Spitaleinweisung hauptsächlich wegen eines schweren Rauschs, handele es sich mit zunehmendem Alter nicht ausschliesslich um eine Alkoholvergiftung. Bei rund der Hälfte der wegen schwerem Rausch behandelten 45- bis 74-Jährigen werde zusätzlich eine Alkoholabhängigkeit festgestellt. „In dieser Altersgruppe, in der die Problemlast besonders hoch ist, sind die Spitaleinweisungen seltener auf übermässiges Trinken ‚aus Spass‘ zurückzuführen. Deutlich ausschlaggebender sind eine bestehende Alkoholabhängigkeit oder psychische Probleme“, ergänzt Matthias Wicki.

Spitze des Eisbergs
Die Zahlen spiegelten nicht das gesamte Ausmass des Problems. Die Studie berücksichtige nur die Daten aus der medizinischen Statistik der Krankenhäuser, welche ausschliesslich auf stationär behandelten Fällen beruhe. Personen, welche die Polizei betrunken nach Hause bringe, Behandlungen in Hausarztpraxen oder teilstationäre Behandlungen in Spitälern seien nicht Teil der Untersuchung.

Herausforderung für die Prävention
Die Studie zeige, dass Handlungsbedarf bestehe. Es sei wichtig, dass Menschen, die aufgrund einer Alkoholvergiftung oder einer Abhängigkeit ins Spital eingeliefert würden, nicht nur medizinische Versorgung, sondern Beratungsgespräche zu den Ursachen angeboten erhielten. An dieser Stelle setze das Nationale Programm Alkohol NPA an, das auch die vorliegende Studie finanziert habe. Laut Sucht Schweiz werde im Rahmen des NPA Konzepte erarbeitet, die aufzeigen würden, wie die enge Zusammenarbeit zwischen Spitälern, Suchtberatungsstellen sowie weiteren Akteuren ausgestaltet sein könne. Einzelgespräche, Gruppenangebote oder Risikochecks könnten den Betroffenen helfen, das eigene Trinkverhalten zu überdenken.

„Bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen beunruhigt die hohe Zahl der Spitaleinweisungen wegen Alkoholvergiftung“, hält Michel Graf, Direktor von Sucht Schweiz, fest. Es brauche verstärkte Präventionsanstrengungen, die möglichst früh einsetzen sollten, bevor sich problematische Verhaltensweisen verfestigen würden. Besondere Beachtung gelte auch dem konsequenten Jugendschutz. „Das Abgabeverbot muss noch besser greifen. Dazu gilt es, die Gesellschaft für die besondere Verletzlichkeit Minderjähriger durch alkoholische Getränke weiter zu sensibilisieren“, ergänzt Michel Graf.

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Neues Alkoholgesetz: Ein Rausch zum Preis eines Sandwiches uparrow

Lausanne/Schweiz, 22.04.2013 / APD

Obschon erwiesen sei, dass der problematische Alkoholkonsum über den Preis gezielt beeinflusst werden könne und die Preise für alkoholische Getränke stärker gesunken seien als jene für Nahrungsmittel, wolle der Bundesrat im neuen Alkoholgesetz keine preisgestaltenden Massnahmen aufnehmen, so Sucht Schweiz in einer Medienmitteilung. Ein Rausch zum Preis eines Sandwiches sei heute problemlos möglich.

Präventions- und Suchtfachstellen hätten die Massnahme gegen Billigstangebote im ersten Entwurf zur Totalrevision des Alkoholgesetzes vom Juni 2010 begrüsst, welche vorgesehen habe, dass alkoholische Getränke im Einzelhandel mindestens kostendeckend sein müssten.

Preisgestaltende Massnahme ersatzlos gestrichen
Laut Sucht Schweiz, ehemals Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme, enthalte der Gesetzesentwurf des Bundesrates, den der Ständerat am 20. März beraten werde, keine einzige preisgestaltende Massnahme mehr. Dies sei erstaunlich, da der Preis den Alkoholkonsum besonders stark zu beeinflussen vermöge. Wissenschaftliche Studien hätten gezeigt: Wenn alkoholische Getränke teurer würden, werde weniger getrunken. Das gelte besonders für Jugendliche oder Menschen, die viel Alkohol konsumierten (z.B. Alkoholabhängige). Das Portemonnaie der moderat Konsumierenden würde nur unwesentlich belastet. Wo aber weniger konsumiert werde, verringerten sich die Gesundheitskosten und alkoholbedingte Schäden wie Alkoholvergiftungen, Gewalt und Verkehrsunfälle oder auch Littering.

Interessen von Industrie und öffentlicher Gesundheit im Clinch
Kostendeckende Preise, Mindestpreise, eine Lenkungsabgabe oder die Erhöhung der Spirituosensteuer seien wirksame Massnahmen gegen billigen Alkohol, so Sucht Schweiz. Dass preisbildende Massnahmen vollständig aus dem Gesetzesentwurf verschwunden seien, zeige, dass die Interessen der Industrie eindeutig über jene der öffentlichen Gesundheit gestellt würden.

Das Gesetz solle laut Entwurf den problematischen Konsum sowie alkoholbedingte Schäden vermindern und insbesondere die Jugend schützen. Wenn das Parlament dieses Ziel wirksam und nachhaltig erfüllen wolle, müsse es die Frage der Preiserhöhung in der Debatte zum Alkoholgesetz aufgreifen.

Folgende Organisationen befürworteten gemeinsam mit Sucht Schweiz wirksame und gezielte Massnahmen zur Preisbildung von alkoholischen Getränken im neuen Alkoholgesetz:

Blaues Kreuz der deutschen Schweiz (www.blaueskreuz.ch[12])
Fachverband Sucht (www.fachverbandsucht.ch[13])
Groupement Romand d’Etudes des Addictions GREA (www.grea.ch[14])
Nationale Arbeitsgemeinschaft Suchtpolitik NAS-CPA (www.nas-cpa.ch[15])
Schweizerische Liga Leben und Gesundheit (www.llg.ch[16])
Sucht Schweiz (www.suchtschweiz.ch[17])
Ticino Addiction (www.ticinoaddiction.ch[18])

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Medien

Fotoaustauschplattform „churchphoto.de“ wieder online uparrow

Alsbach-Hähnlein, bei Darmstadt/Deutschland, 22.04.2013 / APD

Die Fotoaustauschplattform „churchphoto.de“ des Medienzentrums „Stimme der Hoffnung“ der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt ist wieder online. Sie war im vergangenen Jahr Opfer eines Hackerangriffs geworden und sofort nach Bekanntwerden des Angriffs vom Netz genommen worden.

Jetzt sei laut Medienzentrum die Sicherheit des Systems wieder hergestellt, und die Plattform könne erneut genutzt werden. Zur Sicherheit wären die Passwörter aller Nutzer zurückgesetzt worden. Wer sich wieder anmelde, sollte dies über die Option „Passwort vergessen“ bei http://www.churchphoto.de/userpass.php[19] tun.

„churchphoto. de“ ist eine umfangreiche Bilder-Datenbank und wird vom Medienzentrum „Stimme der Hoffnung“ seit rund acht Jahren betrieben. Bislang hätten Interessenten die Bilder schon über neun Millionen Mal angeschaut.

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Buchrezensionen

"Sämtliche Berichte und Konsenstexte interkonfessioneller Gespräche auf Weltebene” uparrow

Ostfildern/Deutschland, 22.04.2013 / APD

“Dokumente wachsender Übereinstimmung. Sämtliche Berichte und Konsenstexte interkonfessioneller Gespräche auf Weltebene”, Band 4 2001-2010, Hrsg. Johannes Oeldemann, Friederike Nüssel, Uwe Swarat, Athanasios Vletsis, Bonifatius Buchverlag, Paderborn/Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig, 2012, 1.357 Seiten, gebunden, 84,00 Euro, ISBN 978-3-89710-492-1 (Bonifatius), ISBN 978-3-374-02920-4 (Evangelische Verlagsanstalt).

Der umfangreiche Band dokumentiert die Ergebnisse interkonfessioneller Gespräche zwischen den Kirchen und Konfessionsfamilien in den Jahren 2001 bis 2010. Er ist der vierte derartige Band. In den ersten Band passten noch die Dialogergebnisse eines halben Jahrhunderts (1931-1982). Das jetzt vorliegende Buch dokumentiert die Gespräche von lediglich einem Jahrzehnt. So wird deutlich, dass die bilateralen Dialoge ständig zunahmen. Auch der Umfang einzelner Dokumente vergrößerte sich. Deshalb beschloss der Herausgeberkreis, bei längeren Texten zu Beginn eine Inhaltsübersicht mit abzudrucken, die zwar nicht alle Untergliederungen enthält, aber einen Überblick über die wesentlichen Inhalte verschafft. Eine sehr sinnvolle Handlungsweise. Andererseits wurde auf historische Einleitungen zu den einzelnen Dialogen, wie sie in den ersten drei Bänden üblich waren, verzichtet, da fast alle Dokumente entweder im Text oder in einem Vorwort den Hintergrund ihrer Entstehung selbst erläutern. Sehr nützlich ist die dem neuen Band erstmals beigefügte CD. Sie macht alle Texte auch in elektronischer Form zugänglich und erleichtert damit die wissenschaftliche Arbeit.

Der 4. Band der “Dokumente wachsender Übereinstimmung” ist in vier Teile gegliedert. Der Hauptteil A befasst sich mit den Dokumenten bilateraler Dialogkommissionen. Dabei geht es um folgende Gespräche: Alt-Katholiken und Katholiken (2009); Anglikaner mit Baptisten (2000-2005), Lutheranern (2000-2002), Orthodoxen (2006), Orientalisch-Orthodoxen (2002) und Katholiken (2004); Disciples of Christ mit Katholiken (2002); Lutheraner mit Mennoniten (2005-2008), Orthodoxen (2002-2008) sowie Katholiken (2006); Mennoniten (1998-2003) und Methodisten (2009) mit Katholiken; Orthodoxe (2007) und Orientalisch-Orthodoxe (2009) mit Katholiken; pfingstliche Kirchen und Katholiken (1998-2006) sowie die Dialoge der Reformierten mit Orthodoxen (1996-2005), Katholiken (1998-2005) und unabhängigen afrikanischen Kirchen (1998-2002). Zum Schluss sind auch die Gespräche der Weltweiten Evangelischen Allianz mit der römisch-katholischen Kirche (1993-2002) dokumentiert.

Im Teil B finden sich Erklärungen auf kirchenleitender Ebene zu einzelnen Dialogen. Teil 3 (Zentrale Dokumente aus dem ÖRK) befasst sich mit dem “Achten Bericht der Gemeinsamen Arbeitsgruppe der römisch-katholischen Kirche und des Ökumenischen Rates der Kirchen” von 1999-2005. Der letzte Teil D (Erklärungen von Kirchengemeinschaft) dokumentiert “Die Amman Erklärung” mit der Vereinbarung über die volle gegenseitige Anerkennung der lutherischen und reformierten Kirchen im Nahen Osten und in Nordafrika vom 26.01.2006. Ein ausführliches Sachregister erleichtert das Arbeiten mit dem Band.

Die Reihe “Dokumente wachsender Übereinstimmung” ist längst ein Standardwerk geworden, das für die Ökumeneforschung unverzichtbar ist. Schade, dass der Band 4 nicht auch die “Gemeinsame Erklärung der Weltweiten Evangelischen Allianz und der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten” enthält. Diese bilateralen Gespräche fanden 2006 und 2007 statt. Im Band 3 waren immerhin der Lutherisch/Adventistische (1994-1998) und der Reformiert/Adventistische Dialog (2001) dokumentiert.

Holger Teubert

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Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ging aus der Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts hervor. Gegenwärtig zählt sie 17,4 Millionen erwachsene Mitglieder und mehr als 30 Millionen Gottesdienstbesucher in 209 Staaten der Erde. In der Schweiz sind 4.324 Mitglieder in 51 Gemeinden und 5 Gruppen organisiert. Ihre einzige Glaubensgrundlage ist die Bibel.

References

  1. ^ Impressum (www.stanet.ch)
  2. ^ http://www.wort-und-wissen.de/artikel/a14/a14.pdf (www.wort-und-wissen.de)
  3. ^ http://www.glueckskette.ch (www.glueckskette.ch)
  4. ^ Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (www.stanet.ch)
  5. ^ www.adra.ch (www.adra.ch)
  6. ^ Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (www.stanet.ch)
  7. ^ www.adra.de (www.adra.de)
  8. ^ Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (www.stanet.ch)
  9. ^ www.adra.at (www.adra.at)
  10. ^ http://www.adra.at/325.html (www.adra.at)
  11. ^ http://www.bucer.de/fileadmin/dateien/Dokumente/BQs/zu_BQ200-299/zu_BQ249/20121122_ET_ethik_individuelle_verantwortung_militaerische_fuehrung.pdf (www.bucer.de)
  12. ^ www.blaueskreuz.ch (www.blaueskreuz.ch)
  13. ^ www.fachverbandsucht.ch (www.fachverbandsucht.ch)
  14. ^ www.grea.ch (www.grea.ch)
  15. ^ www.nas-cpa.ch (www.nas-cpa.ch)
  16. ^ www.llg.ch (www.llg.ch)
  17. ^ www.suchtschweiz.ch (www.suchtschweiz.ch)
  18. ^ www.ticinoaddiction.ch (www.ticinoaddiction.ch)
  19. ^ http://www.churchphoto.de/userpass.php (www.churchphoto.de)
  20. ^ APD-CH(at)apd.info (www.stanet.ch)
  21. ^ http://www.stanet.ch/APD/ (www.stanet.ch)

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