Adventgemeinde Lahr

Verfolgten Christen eine Stimme geben

Aufruf zum Gebet für Adventisten in Burundi

20 Jahre idea Schweiz - «Das grenzt an ein Medienwunder»

Australien: ADRA unterstützt Betroffene der verheerenden Brände

8. Media Day - Netzwerkevent für adventistische Medienschaffende

Ökumenischer Gottesdienst zur Legislatureröffnung des Parlaments

SEA bedauert das Ja der Reformierten zur Öffnung der Ehe für alle

Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund befürwortet «Ehe für alle»

Deutsches Gericht stärkt Rechte von Kriegsdienstverweigerern

Wachsender Widerstand gegen reformierte „Trauung für alle“

ESSA-Herbsttagung zur Intersektionalität in Friedensau

Gebetswoche 2019 der Siebenten-Tags-Adventisten

Die berauschte Gesellschaft: Alkohol – geliebt, verharmlost, tödlich

Deutschland: Christliche Konvertiten vor Verfolgung schützen

«Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.»

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Gewalt gegen Christen verdient mehr Aufmerksamkeit

Staffelübergabe im Advent-Wohlfahrtswerk e.V. (AWW)

Burundi: Adventisten fordern Einmischung der Regierung zu beenden

Adventisten: Stellungnahme zur Abtreibung verabschiedet

Neuer Finanzierungsmodus für adventistische Weltkirchenleitung

Adventisten ehren Hannele Ottschofski als «Frau des Jahres 2019»

Deutschland: Advent-Verlag Lüneburg jetzt auch bei Amazon

Deutschland: Graduierung und Beginn des Studienjahres 2019/20 an der Hochschule Friedensau

Die Zahl der Hungernden steigt wieder

Adventisten: Weltkirchenleitung verwarnt Norddeutschen Verband

Brasilien: 36 adventistische Schulen wollen 30.000 Bäume pflanzen

Adventisten in Deutschland entsetzt über Terrorangriff in Halle

Berlin: Interreligiöse Ausstellung zum Monat der Diakonie im Rogate-Kloster

50 Jahre Hilfswerk „Maranatha Volunteers International“

Gerechtigkeit und Liebe sind die besten Waffen gegen Gewalt

Adventistische US-Universität bei ersten 10 Prozent bezüglich Vielfalt

Leiter des Hilfswerks ADRA International ist zurückgetreten

Deutschland: 120 Jahre Ortschaft und Ausbildungsstätte Friedensau

Buchrezension: «Säkularer Staat - viele Religionen: Religionspolitische Herausforderungen der Gegenwart»

ADRA Schweiz Jahresbericht 2018 – 4,9 Mio. Franken Gesamtertrag

Deutschland: Arena beim Zeltplatz Friedensau eröffnet

USCIRF-Erklärung zum 150. Geburtstag von Mahatma Gandhi

«Der Mythos von einer einheitlichen und frommen Reformation»

Mattia Benini, neuer Direktor der «Clinique La Lignière» in Gland/VD

Kinder helfen Kindern! – ADRA Weihnachtsaktion 2019 gestartet

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Sucht im Alter – vom Umgang mit einem Tabuthema

„Aktion Kinder helfen Kindern!“ deutschlandweit am Weltkindertag eröffnet

Regierungsrätin Fehr: „Was die Gesellschaft an den Kirchen hat“

Deutschland: Landeskonferenz der Adventisten in Krelingen

Rekurs gegen das Genfer Laizitätsgesetz eingereicht

Medienzentrum feiert 10 Jahre Fernsehen im Zeichen der Hoffnung

Buchrezension: Kirchliche Minderheiten im Schatten der lutherischen Reformation

Zürich: Grossmünsterpfarrer referiert bei Adventisten über Zwingli

Greifswald: Nach Brandanschlag weihen Adventisten neue Kirche ein

Mitgliederversammlung der ACK Deutschland tagte in Augsburg

Nachdenken über Sinn und Ziel von Karriere und Leben

US-Bericht: Bedrohung der Religionsfreiheit durch Überwachungsstaat in China

Evangelische im Libanon distanzieren sich von «zionistischen Christen»

Theologische Hochschule Friedensau trauert um Manfred Böttcher

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Adventisten im Beobachterstatus des «VFG – Freikirchen Schweiz»

ADRA: Keine Beteiligung an politischer Demo in Rohingya-Lager

Richtfest für Anbau am adventistischen Seniorenheim in Bad Aibling

EKD gibt friedenstheologisches Lesebuch heraus

100 Jahre «VFG - Freikirchen Schweiz» und 500 Jahre Freikirchen

Adventisten feiern 100 Jahre Engagement in Ruanda

Deutschland: Adventistische Hochschule beteiligt sich an Interkultureller Woche

Präsident von Ruanda eröffnet adventistische medizinische Fakultät

„Salz der Erde“ - 10. Ökumenischer Tag der Schöpfung

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«Briefmarken und das Münster sind beides Wertzeichen»

Politisches Engagement der anderen Art

Bahamas: ADRA und die adventistische Kirche helfen den Opfern

Berner EVP fordert italienisches Kirchensteuermodell für Unternehmen

„Aufbruch Ökumene“

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Weltkirchenleitung der Adventisten klärt Haltung zur Abtreibung

Rat des Kirchenbundes befürwortet Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare

Evangelische Friedensarbeit in Deutschland: «Frieden wieder in Gefahr»

Buchrezension: «Geht der Kirche der Glaube aus?»

Internationale Altaistik-Konferenz in adventistischer Hochschule

Pfadfinder-Camporee der Rekorde in OshKosh/USA

Spiel & Spass beim Sommerfest im Alters- und Pflegeheim Oertlimatt

Verlässliches Ausschiffungssystem für Gerettete gefordert

«Unendlich wertvoll» - ADRA Freiwilligenwochen 2019 in Gempenach

Muslimin zur Generalsekretärin von «Religions for Peace» gewählt

Adventisten: Schwerpunkttag gegen häusliche und sexuelle Gewalt

EVP Schweiz lanciert Charta der Religionsgemeinschaften

10. Weltkonferenz „Religions for Peace“ – für gemeinsame Zukunft

UN-Gedenktag für Opfer religiöser oder weltanschaulicher Gewalt

„Hoffnungszeichen in einer aufgewühlten Welt“

Kolumbien: Venezolanische Migranten erhalten Hilfe für Start-ups

«Zehntenhäuser» für adventistische Selbstversorger im Südpazifik

Adventistische Medien kooperieren bei crossmedialem Projekt

Deutschland: Spendenbereitschaft der Adventisten weiterhin hoch

Weltweite Evangelische Allianz ruft 2020 zum globalen Jahr der Bibel aus

Katastrophenvorsorge: Pfadis füllen 5.000 Behälter mit Utensilien

Papua-Neuguinea: Schutzhaus gegen häusliche Gewalt eröffnet

Adventisten: Fünf grosse, internationale Pfadfindertreffen im 2019

ADRA Kanada unterstützt durch Waldbrände Vertriebene

Taiwan: Taipehs Krankenhäuser sollen muslimfreundlich werden

USA: Massenerschiessungen – Adventisten stellen Care Teams

Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten Gastmitglied der ACK Bayern

ADRA bei Seenotrettung vor libyscher Küste mit im Boot

4.000 adventistische Pfadis am Camporee in England

USA: Adventistische Loma Linda Universitätsklinik ausgezeichnet

Drei adventistische Familien nach Bränden in Sizilien obdachlos

Evangelische Friedensarbeit in Deutschland trauert um Pfarrer Ulrich Finckh

Mitten im Ebola-Gebiet gibt ADRA unterernährten Kinder zu essen

Kirchen trauern und reagieren auf die Gewalt in den USA

Südasien: ADRA unterstützt vom Monsun Betroffene

Guatemala: Adventisten verteilen Bettwäsche an Krankenhäuser

Deutschland: 100 Jahre Gehörlosengemeinschaft der Adventisten

Theologische Hochschule Friedensau trauert um Professor Dr. Winfried Noack

Keine Abschiebung von christlichen Konvertiten und Baha’i in den Iran

Adventisten: Grussworte an Präsidenten von EU-Kommission und Parlament

Jamaika: Technologieministerin spricht auf Internetkonferenz der Adventisten

Adventisten in Süddeutschland: Wechsel im Vorstand und Pressedienst

Iran verschärft Verfolgung von Menschen, die vom Islam abfallen

Portugal: 2.500 adventistische Pfadis aus Europa am Camporee

ADRA-Präsident: «Armut ist oft ein Vorläufer religiöser Verfolgung»

ADRA Deutschland unterstützt Seenotrettung im Mittelmeer

Zahl der Christen in Deutschland sinkt auf 56 Prozent

Adventistischer Psychiater äussert sich zu Fanatismus

Britische Jungferninseln: Adventisten pflanzen Kokospalmen

Kolumbiens Präsident bestätigt die Gewährung der Religionsfreiheit

Deutschschweizer Adventisten mit neuer Leiterin der Frauenabteilung

„HopeTV Kinder“: neuer YouTube-Kanal

Die Wimbledon-Sieger 2019 sind aktive orthodoxe Christen

Adventisten: erste regionale Kirchenleiterin besucht Deutschland

ADRA Kolumbien hilft venezolanischen Migranten

USA: 3. Adventistischer Weltkongress zu Gesundheit und Lebensstil

Andi Bachmann-Roth wird neuer SEA Co-Generalsekretär

Jede fünfte Kirche in den Niederlanden ist kein Gotteshaus mehr

USA: Emmy Award für TV-Serie mit adventistischer Klinik

USA: Therezinha Barbalho, adventistische Pastorin, wurde ordiniert

Friedrich Siegmund-Schultze wieder mehr Beachtung schenken

Uganda: ADRA schult und baut 3.200 energiesparende Lehmöfen

Adventisten diskutieren weltweit über "Christsein und sozialer Dienst"

10 Prozent mehr Armut: Schweiz braucht verbindliche Armutspolitik

Adventisten: Berufsbegleitender Masterstudiengang International Social Sciences

ADRA Deutschland erweitert Einsatz im Jemen auf über 6 Mio. Euro

Deutschland: Hospiz Friedensberg feiert 10-jähriges Bestehen

Weltweit besuchen 60 Millionen Kinder eine katholische Schule

Mehr Scheidungen im Jahr 2018 in der Schweiz

Leitungswechsel bei der Heilsarmee in Deutschland, Litauen und Polen

Adventisten: Neuer Professor an der Hochschule Friedensau

CSI fordert Bundesrat auf, das Ausmass der religiösen Verfolgung in Saudi-Arabien zu untersuchen

Adventisten in Mexiko: neue Fahrzeuge für medizinische Einsätze

YouTube bei der Vermarktung von Online-Videos vorn

USA: Adventistischer Senatskaplan mit Canterbury-Medaille gewürdigt

Von Nazis diffamierte „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ als NS-Opfer anerkennen

Theologisches Seminar St. Chrischona (tsc) sendet 37 Absolventen aus

Evangelischer Kirchentag: Podium zur politischen Korrektheit

Adventistische Institutionen auf dem Evangelischen Kirchentag in Dortmund

Europäische Tagung adventistischer Pastorinnen

«Ehe für alle» widerspricht dem Kindeswohl

Buchrezension: «Nicht mehr schweigen»

Über den Frauenstreik hinaus: «Lohn. Zeit. Respekt.»

London: Friedensmarsch der Adventisten gegen Waffenkriminalität

Deutschland: IGFM fordert Abschiebung christlicher Konvertiten in den Iran auszusetzen

Adventisten in der Romandie und im Tessin wählen neue Kirchenleitung

Pfingsten 1989: 30 Jahre Erste Europäische Ökumenische Versammlung in Basel

Nicolas Walther verlässt die Clinique La Lignière

Russland: Adventisten führen Kongress für Arbeit mit Gehörlosen durch

Papua-Neuguinea: Siebenten-Tags-Adventist zum Premierminister gewählt

„wertvoll“: neuer wöchentlicher Talk auf HopeTV

«Glauben und Lehren» - 2. Bildungskongress der Adventisten

Der Religionsfreiheit und dem Recht auf Asyl verpflichtet

3. Adventistischer Gesundheitskongress: «Leben in Fülle»

ADRA Deutschland eröffnet auch in Diepholz einen ADRAshop

Verein «Christian Public Affairs» gegründet

Adventisten in Berlin-Mitteldeutschland wählen Freikirchenleitung

Reto Mayer, Präsident der Schweizerischen Bibelgesellschaft, tritt zurück

„Einsatz leben“: neue Serie auf Hope Channel TV

Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden in Deutschland auf Wachstumskurs

Buchrezension: «Jesus war kein Europäer»

Flüchtlingssabbat und -sonntag: Flüchtlingen ein Gesicht geben

ADRA: Kleine Spenden für Katastrophenhilfe mit grosser Wirkung

KIM-Studie: Jedes dritte Kind in Deutschland nutzt täglich WhatsApp

Deutschland: 30 Jahre Familienzentrum „Arche Noah“ in Penzberg

Adventisten beim Präventionskongress in Berlin

Freikirchenleitung der Adventisten in Niedersachsen und Bremen wiedergewählt

Schaffhauser Bibelgesellschaft wird Teil der Schweizerischen Bibelgesellschaft

Adventisten und Katholiken kritisieren US-Antidiskriminierungsgesetz

Ignazio Cassis zu Nahostkonflikt: Gewalt ist Nonsens

Siebenten-Tags-Adventist im US-Bundesstaat Tennessee hingerichtet

Menschenrechtsorganisation kritisiert unterlassene Hilfe für Kriegsdienstverweigerer in Europa

Deutsche Bibelgesellschaft nimmt "Bibelmobil e.V." als Mitglied auf

Religionswissenschaftler vermittelt Grundwissen zur Sikh-Religion

Alkohol: Die Risiken im Alter werden durch Medikamente verstärkt

Asia Bibi, pakistanische Christin, konnte das Land verlassen und ist in Kanada angekommen

Zweiter Weltgipfel „Religion, Frieden und Sicherheit“

Arbeitskreis „Frieden und Versöhnung“ der Deutschen Evangelischen Allianz konstituiert

Adventisten in Nordrhein-Westfalen bestätigen Freikirchenleitung

Erneut weltweit über 38 Millionen Bibeln verbreitet

Symposium zu Kinderrechten, Religionsmündigkeit, Religionsfreiheit

Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen tagt im Kloster Kappel

Christen vereint im Gebet für den Frieden - «30 Tage Gebet für die islamische Welt»

EKD-Friedensbeauftragter: Ökumenische Versammlung von 1989 immer noch aktuell

Inselstaat Tonga: Parade von Adventisten stoppt den Verkehr

„Gesichter der Verfolgung“: neue Serie im Hope TV

Adventgemeinde Lahr bleibt am 23.November geschlossen!

HINWEIS: Die Adventgemeinde Lahr bleibt am 23.November geschlossen! Gottesdienst findet in der Auberghalle (Oberschopfheim) um 10:00 Uhr statt.

News der Freikirche

[23.03.2014] Internationaler Kongress der Adventisten zu alternativen Formen der Sexualität

Internationaler Kongress der Adventisten zu alternativen Formen der Sexualität

Kapstadt/Südafrika, 23.03.2014 / APD

Ella Simmons, eine der neuen Vizepräsidenten der adventistischen Weltkirchenleitung

© Foto: Ansel Oliver/ANN

Vom 17. bis 21. März diskutierten im Convention Center in Kapstadt/Südafrika rund 350 adventistische Kirchenleiter, Pastoren, Rektoren, Mediziner, Psychologen, Sozialwissenschaftler, Personalchefs, Juristen und Menschenrechtsexperten aus der ganzen Welt an einem Kongress Fragen um Homosexualität und andere alternative Formen der Sexualität. Der Kongress der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten stand unter dem Titel „Im Bilde Gottes: Bibel. Sexualität. Gesellschaft“.

Die Veranstaltung wollte nach Angaben der Organisatoren leitenden Verantwortlichen und weiteren Schlüsselpersonen der Weltkirche ein Forum bieten, sich über alternative Formen der Sexualität zu informieren, darüber zu diskutieren und für die damit im Zusammenhang stehenden Fragen sensibilisieren. Damit sollten die Teilnehmenden befähigt werden den Herausforderungen besser begegnen zu können, mit denen sich die Kirche in diesem Problemkreis in den Ortsgemeinden aber auch in ihren Institutionen weltweit konfrontiert sieht.

Da die Kirche in diesem Themenbereich meistens mit Menschen gleichgeschlechtlicher Orientierung konfrontiert wird, wurde am Kongress vorwiegend über Homosexualität gesprochen. Es wurden aber auch Fragen bezüglich der Geschlechtsumwandlung, Transgender, Bisexualität diskutiert beziehungsweise der ganze Themenkomplex, der als LGBT bezeichnet wird. Die englische Abkürzung bedeutet laut Wikipedia: „Lesbian, Gay, Bisexual und Trans, also Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans, für Transgender bzw. Transsexualität.“

Pastor Pardon Mwansa, einer der neun Vizepräsidenten der adventistischen Weltkirchenleitung und Konferenzorganisator bezeichnete den Kongress über Sexualität als „eine Wasserscheide“ für die innerkirchliche Disussion schwieriger sozialer und religiöser Themen. Bezüglich Homosexualität habe die Kirche bereits früher eine Stellungnahme verabschiedet, so Mwansa. Als Kirche gehe es darum, klar zu sagen, wie sie die entsprechenden biblischen Texte verstehe. Laut den Organisatoren habe am Kongress keine Absicht bestanden die bestehende Position der Kirche zu Homosexualität neu zu formulieren, wonach sexuelle Beziehungen nur in einer heterosexuellen Ehe, zwischen einem Mann und einer Frau, gelebt werden sollen.

Geschlechterfrage und die Bibel
Dr. Kwabena Donkor, Theologe und stellvertretender Direktor des Biblical Research Instituts (BRI), Michigan/USA, referierte über hermeneutische Fragen. Traditionelle und zeitgenössische Auslegungen der Bibeltexte gingen von unterschiedlichen Prämissen aus. So verstehe die traditionelle Auslegung die Bibel als Norm. Das Mann- und Frausein werde als „im Bilde Gottes“ Geschaffensein verstanden sowie als klare Absicht des Schöpfers. Für zeitgenössische Ausleger bestehe oft ein grosser Bedeutungsunterschied zwischen dem, was ein Text damals bedeutete und dem, was er heute meine.

Dr. Ekkehardt Mueller, Vizedirektor des Biblical Research Instituts (BRI), präsentierte sein Verständnis der Bibeltexte, die sich auf Homosexualität beziehen und hielt fest, dass die eigentliche Frage darin bestehe, wie das Wesen, die Autorität und Auslegung der Bibel verstanden werde. Adventisten sollten homosexuelles Verhalten nicht stillschweigend dulden, aber bereit sein, gleichgeschlechtlich orientierten Personen helfend zur Seite zu stehen.

In den drei Andachten zu jedem Tag des Kongresses sprach Pastor John Nixon, Professor für Religion und Spiritualität an der Southern Adventist Universität, Tennessee/USA, über das Wesen der menschlichen Sexualität und sagte, dass die Schöpfungsgeschichte für deren Verständnis konstitutierend sei. Das Alleinsein von Adam, wie es in der Schöpfungsgeschichte beschrieben werde, sei nicht soziologisch gemeint, da Adam mit Gott Kontakt gehabt habe, sondern dieses Alleinsein sei ontologisch zu verstehen. In dieser sich gegenseitig ergänzenden Unterschiedlichkeit von Mann und Frau sei der Mensch im Bild Gottes geschaffen und damit ganz. Dies sei ein ontologisches Prinzip: Entweder Mann oder Frau. Mann oder Frau seien keine kulturellen Konstrukte. In der Ehe habe Gott die menschliche Sexualität zur Freude und Vertiefung der Beziehung zwischen Mann und Frau als auch als Mittel zur Fortpflanzung gestiftet, so Nixon. Ausserhalb der Ehe diene der Verzicht auf Sexualität dazu, andere Menschen nicht als Objekt zu behandeln, auch wenn sie sich selbst dazu machten.

Rechtliche Fragen
In der Podiumsdiskussion zu rechtlichen und Personalfragen wurde ein grosser Unterschied in der Gesetzeslage zwischen Ländern im Norden und jenen des Südens offensichtlich. Als Beispiele wurden Schweden und Uganda erwähnt. Pastoren müssten die Gesetze ihres Landes gut kennen, um angepasst reagieren zu können, wenn zum Beispiel ein gleichgeschlechtliches Paar von ihnen getraut werden wolle, sagte Karnik Doukmetzian, Anwalt der Weltkirchenleitung, Maryland/USA. Ein Gewissensvorbehalt des Pastors könne nicht in allen Ländern geltend gemacht werden, in denen der Pastor bei der Trauung gleichzeitig als Zivilstandbeamte fungiere. Die Verweigerung der Trauung könne als Diskriminierung ausgelegt werden. In 26 Ländern seien Gesetze gegen geschlechtliche Verunglimpfungen unter dem Begriff „hate crime“ (Hassverbrechen) in Kraft, so Doukmetzian. Religiöse Aussagen, welche die Homosexualität als negativ darstellten, könnten in einigen Ländern eingeklagt und verurteilt werden. Das könne sich auch auf den Gebrauch von Bibeltexten beziehen.

Gründe für gleichgeschlechtliche Orientierung
Es herrsche keine Übereinstimmung unter den Fachleuten der amerikanischen Psychologischen Gesellschaft (APA), weshalb Personen eine andere sexuelle Orientierung entwickelten, sagte der Psychologe Dr. Peter Swanson, Professor an der Andrews University, Michigan/USA.

Es gäbe kein klares Modell, das erklären könne, weshalb einige Menschen gleichgeschlechtlich orientiert seien, stellte auch Dr. Peter Landless fest, Direktor der Gesundheitsabteilung der adventistischen Weltkirchenleitung, Maryland/USA. „Es handelt sich um ein kompelxes Zusammenspiel von genetischen und Umweltfaktoren“, so der Arzt.

Konservative Kirchen stuften Homosexualität als das Ergebnis einer Wahl ein und machten damit die Betroffenen dafür verantwortlich, sagte Dr. Curtis Fox, Professor für Beratung und Familienwissenschaften an der Loma Linda Universität, Kalifornien/USA, der sich von dieser Sichtweise klar distanzierte. Die gleichgeschlechtliche Orientierung entwickle sich nach und nach und ohne dass eindeutige Gründe für deren Entwicklung auszumachen seien, so Fox.

Reorientierungstherapien
Sogenannte Reorientierungstherapien, bei denen die Zuneigung zum eigenen Geschlecht abnehmen oder verschwinden, oder eine Veränderung der homosexuellen in eine heterosexuelle Orientierung stattfinden soll, seien sehr selten erfolgreich und könnten über lange Frist gesehen schädlich sein, erläuterten Dr. Curtis Fox und Dr. Peter Swanson übereinstimmend. Teilweise zeigten sich nach solchen Veränderungstherapien psychologische Probleme, die behandelt werden müssten. Homosexualität sei keine psychische Störung, so Swanson.

Auf eine Frage aus dem Publikum, wie er gegenüber einer gleichgeschlechtlich orientierten Person reagieren würde, die aktiv daran arbeite, ihre Orientierung zu ändern, aber scheitere, sagte Dr. Swanson, dass er ihre Beharrlichkeit würdigen, sie aber auch fragen würde, ob ihre Ziele unrealistisch oder unerreichbar seien. Wichtig sei zudem, dass diese Person in Liebe von einem Kreis von christlichen Freunden und Familienmitgliedern getragen und unterstützt werde.

Adventisten mit gleichgeschlechtlicher Orientierung
Am zweiten des viertägigen Kongresses haben drei Adventisten aus den USA, die grosse Teile ihres Erwachsenenlebens in schwulen oder lesbischen Beziehungen verbracht hatten, das Plenum an ihren Erfahrungen teilhaben lassen. Wayne Blakely beschrieb, wie ihm der Glaube an Jesus Christus helfe, seiner gleichgeschlechtlichen Orientierung nicht mehr nachzugeben und wie er sein Leben nach biblischen Prinzipien ausrichte. Virna Santos erzählte, dass sie nach vielen Jahren etwas für Männer zu empfinden beginne und Ron Woolsey sagte, dass er als Pastor der Freikirche arbeite, verheiratet sei und eine Familie habe.

Es wurde von einigen Referenten und Fragestellern aus dem Plenum bemängelt, dass keine homosexuellen Adventisten zum Kongress eingeladen worden seien, die in gleichgeschlechtlichen Beziehungen lebten.

Die adventistische Kirche und homosexuelle Mitglieder
Die gleichgeschlechtliche Orientierung stuften sie nicht als Sünde ein, sondern das Verhalten, hielten viele Referenten übereinstimmend fest. Die Kirche müsse ihre Identität bewahren. Es gehöre aber ebenso zu den Aufgaben der Kirche, sich der Schwulen und Lesben anzunehmen und sie zu betreuen. Die Diskussionsteilnehmer hätten auch einen wachsenden Bedarf festgestellt, sich Jugendlicher und junger Erwachsener anzunehmen, die mit Fragen ihrer sexuellen Identität kämpften, berichtete Adventist News Network.

Homosexuell orientierte Personen, die nicht sexuell aktiv seien, könnten getauft und Mitglieder der Gemeinde sowie in alle Ämter der Kirche gewählt werden, sagte Brett Townend, Präsident der regionalen Kirchenleitung im Norden Australiens.

Dr. Peter Landless, Direktor der Gesundheitsabteilung der adventistischen Weltkirchenleitung, Maryland/USA, forderte in seinem Referat mehr Mitgefühl für Menschen mit homosexueller Orientierung.

Onaolapo Ajibade, Geschäftsführer der überregionalen Kirchenleitung der Adventisten in West-Zentral Afrika, Abidjan/Elfenbeinküste, sagte: „Solange es keine bekannten Gründe für Homosexualität gibt, gibt es auch keine „Heilung“. In der Zwischenzeit ist es an uns, christlich zu handeln“, so Ajibade. „Da wir die Ursache nicht kennen, müssen wir verständnisvoll und mitfühend handeln.”

Auf die Frage, wie der Umgang der Kirche mit ihren homosexuellen Mitgliedern aussehe, antwortete Peter Swanson, Professor für Seelsorge an der Andrews Universität, Michigan/USA: „Wir verdrängen Homosexuelle in den Hintergrund. Es ist nicht sicher, sich uns anzuvertrauen.“

"Wir müssen ihnen zuhören, wenn sie uns über ihren Kampf und ihre Schmerzen erzählen“, sagte Pastor Ted Wilson, Präsident der Weltkirchenleitung, in seinem Einführungsreferat zum Kongress bezüglich des Umgangs mit homosexuell orientierten Kirchenmitgliedern. „Wir sollten nicht aus falschem Stolz annehmen, dass ihre Fehler in den Augen des Himmels schlimmer sind als jene, die wir selbst gemacht haben", sagte er. Der Präsident der Weltkirchenleitung nahm an allen Veranstaltungen des Kongresses teil.

Die 1976 gegründete, private Organisation „Seventh-day Adventist Kinship International“, die eine soziale und spirituelle Gemeinschaft für LGBT’s sein wolle, habe 2000 Mitglieder, sagte Ella Simmons, eine der neuen Vizepräsidenten der Weltkirchenleitung, Maryland/USA, im Schlussrefereat des Kongresses. Kinship kümmere sich um deren Anliegen, merkte Ella Simmons kritisch an und deutete an, dass die Kirche nicht ihre Theologie in dieser Frage ändern müsste, sich aber vermehrt aktiv um Adventisten mit gleichgeschlechtlicher Orientierung und deren Sorgen und Nöte kümmern sollte.

Die 2012 überarbeitete englische Stellungnahme der Siebenten-Tags-Adventisten zu Homosexualität steht als Download zur Verfügung:
http://www.adventist.org/information/official-statements/statements/article/go/0/homosexuality/
[1]

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