Adventgemeinde Lahr

Australien: ADRA unterstützt Betroffene der verheerenden Brände

8. Media Day - Netzwerkevent für adventistische Medienschaffende

Ökumenischer Gottesdienst zur Legislatureröffnung des Parlaments

SEA bedauert das Ja der Reformierten zur Öffnung der Ehe für alle

Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund befürwortet «Ehe für alle»

Deutsches Gericht stärkt Rechte von Kriegsdienstverweigerern

Wachsender Widerstand gegen reformierte „Trauung für alle“

ESSA-Herbsttagung zur Intersektionalität in Friedensau

Gebetswoche 2019 der Siebenten-Tags-Adventisten

Die berauschte Gesellschaft: Alkohol – geliebt, verharmlost, tödlich

Deutschland: Christliche Konvertiten vor Verfolgung schützen

«Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.»

Ausstellung «Bibelobjekte» in der Peterskirche Basel

Gewalt gegen Christen verdient mehr Aufmerksamkeit

Staffelübergabe im Advent-Wohlfahrtswerk e.V. (AWW)

Burundi: Adventisten fordern Einmischung der Regierung zu beenden

Adventisten: Stellungnahme zur Abtreibung verabschiedet

Neuer Finanzierungsmodus für adventistische Weltkirchenleitung

Adventisten ehren Hannele Ottschofski als «Frau des Jahres 2019»

Deutschland: Advent-Verlag Lüneburg jetzt auch bei Amazon

Deutschland: Graduierung und Beginn des Studienjahres 2019/20 an der Hochschule Friedensau

Die Zahl der Hungernden steigt wieder

Adventisten: Weltkirchenleitung verwarnt Norddeutschen Verband

Brasilien: 36 adventistische Schulen wollen 30.000 Bäume pflanzen

Adventisten in Deutschland entsetzt über Terrorangriff in Halle

Berlin: Interreligiöse Ausstellung zum Monat der Diakonie im Rogate-Kloster

50 Jahre Hilfswerk „Maranatha Volunteers International“

Gerechtigkeit und Liebe sind die besten Waffen gegen Gewalt

Adventistische US-Universität bei ersten 10 Prozent bezüglich Vielfalt

Leiter des Hilfswerks ADRA International ist zurückgetreten

Deutschland: 120 Jahre Ortschaft und Ausbildungsstätte Friedensau

Buchrezension: «Säkularer Staat - viele Religionen: Religionspolitische Herausforderungen der Gegenwart»

ADRA Schweiz Jahresbericht 2018 – 4,9 Mio. Franken Gesamtertrag

Deutschland: Arena beim Zeltplatz Friedensau eröffnet

USCIRF-Erklärung zum 150. Geburtstag von Mahatma Gandhi

«Der Mythos von einer einheitlichen und frommen Reformation»

Mattia Benini, neuer Direktor der «Clinique La Lignière» in Gland/VD

Kinder helfen Kindern! – ADRA Weihnachtsaktion 2019 gestartet

Konvertiten in Deutschland - Pfingstgemeinden nehmen Stellung

Sucht im Alter – vom Umgang mit einem Tabuthema

„Aktion Kinder helfen Kindern!“ deutschlandweit am Weltkindertag eröffnet

Regierungsrätin Fehr: „Was die Gesellschaft an den Kirchen hat“

Deutschland: Landeskonferenz der Adventisten in Krelingen

Rekurs gegen das Genfer Laizitätsgesetz eingereicht

Medienzentrum feiert 10 Jahre Fernsehen im Zeichen der Hoffnung

Buchrezension: Kirchliche Minderheiten im Schatten der lutherischen Reformation

Zürich: Grossmünsterpfarrer referiert bei Adventisten über Zwingli

Greifswald: Nach Brandanschlag weihen Adventisten neue Kirche ein

Mitgliederversammlung der ACK Deutschland tagte in Augsburg

Nachdenken über Sinn und Ziel von Karriere und Leben

US-Bericht: Bedrohung der Religionsfreiheit durch Überwachungsstaat in China

Evangelische im Libanon distanzieren sich von «zionistischen Christen»

Theologische Hochschule Friedensau trauert um Manfred Böttcher

Bettagsbegegnung thematisiert Frieden, Versöhnung und Solidarität

Adventisten im Beobachterstatus des «VFG – Freikirchen Schweiz»

ADRA: Keine Beteiligung an politischer Demo in Rohingya-Lager

Richtfest für Anbau am adventistischen Seniorenheim in Bad Aibling

EKD gibt friedenstheologisches Lesebuch heraus

100 Jahre «VFG - Freikirchen Schweiz» und 500 Jahre Freikirchen

Adventisten feiern 100 Jahre Engagement in Ruanda

Deutschland: Adventistische Hochschule beteiligt sich an Interkultureller Woche

Präsident von Ruanda eröffnet adventistische medizinische Fakultät

„Salz der Erde“ - 10. Ökumenischer Tag der Schöpfung

Bilder entstehen in den Köpfen der Blinden

«Briefmarken und das Münster sind beides Wertzeichen»

Politisches Engagement der anderen Art

Bahamas: ADRA und die adventistische Kirche helfen den Opfern

Berner EVP fordert italienisches Kirchensteuermodell für Unternehmen

„Aufbruch Ökumene“

Theologisches Seminar St. Chrischona startet Studienjahr mit 50 Neuen

Rat des Kirchenbundes unterstützt die Konzernverantwortungsinitiative

Weltkirchenleitung der Adventisten klärt Haltung zur Abtreibung

Rat des Kirchenbundes befürwortet Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare

Evangelische Friedensarbeit in Deutschland: «Frieden wieder in Gefahr»

Buchrezension: «Geht der Kirche der Glaube aus?»

Internationale Altaistik-Konferenz in adventistischer Hochschule

Pfadfinder-Camporee der Rekorde in OshKosh/USA

Spiel & Spass beim Sommerfest im Alters- und Pflegeheim Oertlimatt

Verlässliches Ausschiffungssystem für Gerettete gefordert

«Unendlich wertvoll» - ADRA Freiwilligenwochen 2019 in Gempenach

Muslimin zur Generalsekretärin von «Religions for Peace» gewählt

Adventisten: Schwerpunkttag gegen häusliche und sexuelle Gewalt

EVP Schweiz lanciert Charta der Religionsgemeinschaften

10. Weltkonferenz „Religions for Peace“ – für gemeinsame Zukunft

UN-Gedenktag für Opfer religiöser oder weltanschaulicher Gewalt

„Hoffnungszeichen in einer aufgewühlten Welt“

Kolumbien: Venezolanische Migranten erhalten Hilfe für Start-ups

«Zehntenhäuser» für adventistische Selbstversorger im Südpazifik

Adventistische Medien kooperieren bei crossmedialem Projekt

Deutschland: Spendenbereitschaft der Adventisten weiterhin hoch

Weltweite Evangelische Allianz ruft 2020 zum globalen Jahr der Bibel aus

Katastrophenvorsorge: Pfadis füllen 5.000 Behälter mit Utensilien

Papua-Neuguinea: Schutzhaus gegen häusliche Gewalt eröffnet

Adventisten: Fünf grosse, internationale Pfadfindertreffen im 2019

ADRA Kanada unterstützt durch Waldbrände Vertriebene

Taiwan: Taipehs Krankenhäuser sollen muslimfreundlich werden

USA: Massenerschiessungen – Adventisten stellen Care Teams

Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten Gastmitglied der ACK Bayern

ADRA bei Seenotrettung vor libyscher Küste mit im Boot

4.000 adventistische Pfadis am Camporee in England

USA: Adventistische Loma Linda Universitätsklinik ausgezeichnet

Drei adventistische Familien nach Bränden in Sizilien obdachlos

Evangelische Friedensarbeit in Deutschland trauert um Pfarrer Ulrich Finckh

Mitten im Ebola-Gebiet gibt ADRA unterernährten Kinder zu essen

Kirchen trauern und reagieren auf die Gewalt in den USA

Südasien: ADRA unterstützt vom Monsun Betroffene

Guatemala: Adventisten verteilen Bettwäsche an Krankenhäuser

Deutschland: 100 Jahre Gehörlosengemeinschaft der Adventisten

Theologische Hochschule Friedensau trauert um Professor Dr. Winfried Noack

Keine Abschiebung von christlichen Konvertiten und Baha’i in den Iran

Adventisten: Grussworte an Präsidenten von EU-Kommission und Parlament

Jamaika: Technologieministerin spricht auf Internetkonferenz der Adventisten

Adventisten in Süddeutschland: Wechsel im Vorstand und Pressedienst

Iran verschärft Verfolgung von Menschen, die vom Islam abfallen

Portugal: 2.500 adventistische Pfadis aus Europa am Camporee

ADRA-Präsident: «Armut ist oft ein Vorläufer religiöser Verfolgung»

ADRA Deutschland unterstützt Seenotrettung im Mittelmeer

Zahl der Christen in Deutschland sinkt auf 56 Prozent

Adventistischer Psychiater äussert sich zu Fanatismus

Britische Jungferninseln: Adventisten pflanzen Kokospalmen

Kolumbiens Präsident bestätigt die Gewährung der Religionsfreiheit

Deutschschweizer Adventisten mit neuer Leiterin der Frauenabteilung

„HopeTV Kinder“: neuer YouTube-Kanal

Die Wimbledon-Sieger 2019 sind aktive orthodoxe Christen

Adventisten: erste regionale Kirchenleiterin besucht Deutschland

ADRA Kolumbien hilft venezolanischen Migranten

USA: 3. Adventistischer Weltkongress zu Gesundheit und Lebensstil

Andi Bachmann-Roth wird neuer SEA Co-Generalsekretär

Jede fünfte Kirche in den Niederlanden ist kein Gotteshaus mehr

USA: Emmy Award für TV-Serie mit adventistischer Klinik

USA: Therezinha Barbalho, adventistische Pastorin, wurde ordiniert

Friedrich Siegmund-Schultze wieder mehr Beachtung schenken

Uganda: ADRA schult und baut 3.200 energiesparende Lehmöfen

Adventisten diskutieren weltweit über "Christsein und sozialer Dienst"

10 Prozent mehr Armut: Schweiz braucht verbindliche Armutspolitik

Adventisten: Berufsbegleitender Masterstudiengang International Social Sciences

ADRA Deutschland erweitert Einsatz im Jemen auf über 6 Mio. Euro

Deutschland: Hospiz Friedensberg feiert 10-jähriges Bestehen

Weltweit besuchen 60 Millionen Kinder eine katholische Schule

Mehr Scheidungen im Jahr 2018 in der Schweiz

Leitungswechsel bei der Heilsarmee in Deutschland, Litauen und Polen

Adventisten: Neuer Professor an der Hochschule Friedensau

CSI fordert Bundesrat auf, das Ausmass der religiösen Verfolgung in Saudi-Arabien zu untersuchen

Adventisten in Mexiko: neue Fahrzeuge für medizinische Einsätze

YouTube bei der Vermarktung von Online-Videos vorn

USA: Adventistischer Senatskaplan mit Canterbury-Medaille gewürdigt

Von Nazis diffamierte „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ als NS-Opfer anerkennen

Theologisches Seminar St. Chrischona (tsc) sendet 37 Absolventen aus

Evangelischer Kirchentag: Podium zur politischen Korrektheit

Adventistische Institutionen auf dem Evangelischen Kirchentag in Dortmund

Europäische Tagung adventistischer Pastorinnen

«Ehe für alle» widerspricht dem Kindeswohl

Buchrezension: «Nicht mehr schweigen»

Über den Frauenstreik hinaus: «Lohn. Zeit. Respekt.»

London: Friedensmarsch der Adventisten gegen Waffenkriminalität

Deutschland: IGFM fordert Abschiebung christlicher Konvertiten in den Iran auszusetzen

Adventisten in der Romandie und im Tessin wählen neue Kirchenleitung

Pfingsten 1989: 30 Jahre Erste Europäische Ökumenische Versammlung in Basel

Nicolas Walther verlässt die Clinique La Lignière

Russland: Adventisten führen Kongress für Arbeit mit Gehörlosen durch

Papua-Neuguinea: Siebenten-Tags-Adventist zum Premierminister gewählt

„wertvoll“: neuer wöchentlicher Talk auf HopeTV

«Glauben und Lehren» - 2. Bildungskongress der Adventisten

Der Religionsfreiheit und dem Recht auf Asyl verpflichtet

3. Adventistischer Gesundheitskongress: «Leben in Fülle»

ADRA Deutschland eröffnet auch in Diepholz einen ADRAshop

Verein «Christian Public Affairs» gegründet

Adventisten in Berlin-Mitteldeutschland wählen Freikirchenleitung

Reto Mayer, Präsident der Schweizerischen Bibelgesellschaft, tritt zurück

„Einsatz leben“: neue Serie auf Hope Channel TV

Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden in Deutschland auf Wachstumskurs

Buchrezension: «Jesus war kein Europäer»

Flüchtlingssabbat und -sonntag: Flüchtlingen ein Gesicht geben

ADRA: Kleine Spenden für Katastrophenhilfe mit grosser Wirkung

KIM-Studie: Jedes dritte Kind in Deutschland nutzt täglich WhatsApp

Deutschland: 30 Jahre Familienzentrum „Arche Noah“ in Penzberg

Adventisten beim Präventionskongress in Berlin

Freikirchenleitung der Adventisten in Niedersachsen und Bremen wiedergewählt

Schaffhauser Bibelgesellschaft wird Teil der Schweizerischen Bibelgesellschaft

Adventisten und Katholiken kritisieren US-Antidiskriminierungsgesetz

Ignazio Cassis zu Nahostkonflikt: Gewalt ist Nonsens

Siebenten-Tags-Adventist im US-Bundesstaat Tennessee hingerichtet

Menschenrechtsorganisation kritisiert unterlassene Hilfe für Kriegsdienstverweigerer in Europa

Deutsche Bibelgesellschaft nimmt "Bibelmobil e.V." als Mitglied auf

Religionswissenschaftler vermittelt Grundwissen zur Sikh-Religion

Alkohol: Die Risiken im Alter werden durch Medikamente verstärkt

Asia Bibi, pakistanische Christin, konnte das Land verlassen und ist in Kanada angekommen

Zweiter Weltgipfel „Religion, Frieden und Sicherheit“

Arbeitskreis „Frieden und Versöhnung“ der Deutschen Evangelischen Allianz konstituiert

Adventisten in Nordrhein-Westfalen bestätigen Freikirchenleitung

Erneut weltweit über 38 Millionen Bibeln verbreitet

Symposium zu Kinderrechten, Religionsmündigkeit, Religionsfreiheit

Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen tagt im Kloster Kappel

Christen vereint im Gebet für den Frieden - «30 Tage Gebet für die islamische Welt»

EKD-Friedensbeauftragter: Ökumenische Versammlung von 1989 immer noch aktuell

Inselstaat Tonga: Parade von Adventisten stoppt den Verkehr

„Gesichter der Verfolgung“: neue Serie im Hope TV

Adventistische Schule hilft Schülerinnen durch MINT-Konferenz bei beruflicher Orientierung

ADRA Kamerun unterstützt Waisenkinder in der Elfenbeinküste

USA: erste Stammzell-Transplantation in adventistischer Kinderklinik

Adventgemeinde Lahr bleibt am 23.November geschlossen!

HINWEIS: Die Adventgemeinde Lahr bleibt am 23.November geschlossen! Gottesdienst findet in der Auberghalle (Oberschopfheim) um 10:00 Uhr statt.

News der Freikirche

[19.05.2014] Siebenten-Tags-Adventisten im Ersten Weltkrieg - Wissenschaftliches Symposium der Theologischen Hochschule Friedensau

Siebenten-Tags-Adventisten im Ersten Weltkrieg - Wissenschaftliches Symposium der Theologischen Hochschule Friedensau

Friedensau bei Magdeburg/Deutschland, 19.05.2014 / APD

© Flyer: Theologische Hochschule Friedensau

Das „Institut für Geschichte und Theologie“ der adventistischen Theologischen Hochschule Friedensau bei Magdeburg führte mit 50 Teilnehmern aus elf Staaten und 20 Referenten aus zwölf Ländern vom 12. bis 15. Mai das wissenschaftliche Symposium „The Impact of World War I on Seventh-day Adventism“ (Die Wirkung des Ersten Weltkriegs auf den Siebenten-Tags-Adventismus) durch. Dabei ging es um das Verhalten der internationalen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten vor einhundert Jahren im Ersten Weltkrieg.

Keine Pazifisten, sondern „Nichtkämpfer“
In seinem Einführungsreferat zur Thematik stellte Dr. George R. Knight (Rogue River, Oregon/USA), emeritierter Professor und Historiker, fest, dass das Verhalten der Adventisten zum Militär im Amerikanischen Bürgerkrieg (1861-1865) geprägt worden sei. Damals habe es nur 3.500 Mitglieder gegeben, die ausschliesslich in den Nordstaaten (Unionsstaaten) lebten. Sie seien keine Pazifisten gewesen, sondern „Nichtkämpfer“ (noncombatant), das heisst, sie hätten auch waffenlose Dienste in der Armee akzeptiert. Pazifisten, die derartiges ablehnten, hätten sich nicht durchsetzen können. Eine Gruppe von ihnen habe 1866 unter Leitung des Predigers B. F. Snook die 1863 gegründete Freikirche verlassen und die Church of God (Seventh Day) gebildet.

Als Ellen G. White, Mitbegründerin der Freikirche, von 1885 bis 1887 in Europa war, sei sie laut Knight im September 1886 mit drei Mitarbeitern des adventistischen Verlagshauses in Basel konfrontiert worden, die zu einer dreiwöchigen Militärübung einberufen wurden, berichtete Knight. Ellen White hätte dieses Verhalten mit den Worten akzeptiert: „Sie haben sich diesen Dienst nicht ausgesucht, sondern haben sich nur den Gesetzes ihres Landes gefügt.“

Da die USA erst 1917 in den Krieg eintraten, habe die adventistische Kirchenleitung in Nordamerika mit der Regierung Nichtkämpferdienste in der Armee für ihre wehrpflichtigen Mitglieder vereinbaren können, so Dr. Douglas Morgan, Professor für Geschichte an der Washington Adventist University.

Adventisten und Wehrdienst in den USA
Der Historiker und Soziologe, Professor em. Dr. Ronald Lawson (Kew Gardens, New York/USA), ergänzte, dass während des Zweiten Weltkriegs etwa 12.000 Adventisten in den US-Streitkräften als unbewaffnete Sanitäter gedient hätten. Die Kirchenleitung sei dabei „sehr stolz“ auf ihr Mitglied Desmond Doss gewesen, das für die Rettung von 75 verwundeten Kameraden auf Okinawa am 12. Oktober 1945 von US-Präsident Harry S. Truman die Ehrenmedaille des Kongresses als höchste Auszeichnung der Vereinigten Staaten erhalten habe. Während des Koreakriegs (1950-1953) seien laut Lawson zwei Adventisten an der Front erschossen worden, weil sie sich geweigert hätten, eine Waffe in die Hand zu nehmen. Etwa einhundert weitere wären wegen der Verweigerung des Waffendienstes oder des Dienstes am Sabbat (Samstag), dem biblischen Ruhetag, bis zu sieben Jahren im Gefängnis gewesen. Von 1954-1973 hätten etwa 2.200 Adventisten an dem „Project Whitecoat“ teilgenommen, um anstatt Waffendienst zu leisten, als Versuchspersonen Impfstoffe gegen Krankheitserreger möglicher biologischer Kampfmittel zu testen.

Seit 1951 gebe es laut George R. Knight in den US-Streitkräften auch adventistische Geistliche (chaplains). Während des Vietnamkriegs in den 1960er und 1970er Jahren hätten Adventisten erneut als Nichtkämpfer im Sanitätskorps gedient. Doch je länger der Krieg dauerte, hätten immer mehr junge Adventisten jeglichen Militärdienst verweigert, so Knight. Durch den Rückzug der USA aus dem Vietnamkrieg samt der Aussetzung der Wehrpflicht im Jahr 1973 habe die Kirchenleitung keinen Beratungsbedarf mehr für junge Adventisten hinsichtlich Kriegsdienstverweigerung gesehen. So sei der Standpunkt der Kirche zum Waffendienst allmählich in Vergessenheit geraten, und immer mehr Adventisten, Männer und Frauen, meldeten sich inzwischen freiwillig ohne Einschränkungen zu den US-Streitkräften, um dadurch später bessere berufliche Perspektiven zu haben. „Durch diesen Wandel verlieren die amerikanischen Adventisten einen sehr wichtigen Aspekt ihres christlichen Erbes“, gab Knight zu bedenken.

Adventisten im Ersten Weltkrieg in Europa
Denis Kaiser, Lehrbeauftragter für Kirchengeschichte am Theologischen Seminar der Andrews University, Berrien Springs, Michigan/USA, berichtete, dass die britische Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten im Ersten Weltkrieg ihren rund 130 wehrpflichtigen Mitgliedern empfahl, Nichtkämpferdienste zu leisten. In Frankreich habe es nur einige Dutzend wehrpflichtige Adventisten gegeben. Manche hätten Waffendienst geleistet, andere beim Militär ohne Waffe gedient.

In Russland seien während des Krieges deutschstämmige aber auch russische Adventisten mit ihren Pastoren nach Sibirien verbannt und Gottesdienste verboten worden, so Dr. Eugene Zaitsev, Rektor des Instituts für Geisteswissenschaften und Wirtschaftslehre in Zaoksky bei Tula/Russland. Etwa 500 Adventisten seien zur russischen Armee einberufen worden. Die meisten wären Nichtkämpfer gewesen. Etwa 70 von ihnen seien wegen ihrer Weigerung, eine Waffe in die Hand zu nehmen, ins Gefängnis oder in Arbeitslager geschickt worden.

Dänemark, Norwegen und Schweden seien während des Ersten Weltkriegs neutral gewesen. Die wenigen wehrpflichtigen Adventisten hätten Nichtkämpferdienste leisten können. Laut dem Historiker Dr. Richard Müller, Daugaard/Dänemark, habe der Süden von Jütland seit 1864 zu Deutschland gehört. Deshalb seien 1914 auch Dänen zum Kriegsdienst einberufen worden, darunter Adventisten, wovon einer 1917 als Soldat gefallen sei. Andere Adventisten wären unter Lebensgefahr ins „freie“ Dänemark geflohen, um der Einberufung zu entgehen.

Die Niederlande seien ebenfalls eines der wenigen Länder in Europa gewesen, das im Ersten Weltkrieg neutral war. Deshalb hätten die dortigen Adventisten nicht in den Krieg ziehen müssen, stellte Dr. Reinder Bruinsma, Zeewolde/Niederlande, fest. 1914 habe es in Italien nur einhundert Adventisten gegeben, informierte Dr. Tiziano Rimoldi von der adventistischen Hochschule „Villa Aurora“ in Florenz/Italien. Nur sehr wenige wehrpflichtige Mitglieder seien daher einberufen worden, unter ihnen Alberto Long. Da er den Waffendienst verweigert habe, wäre er immer wieder misshandelt und schliesslich zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. Durch eine Amnestie sei er 1919 aus dem Gefängnis freigekommen.

Adventisten im Ersten Weltkrieg in Südafrika und Australien
Als der Erste Weltkrieg ausbrach, habe es in Südafrika nur 1.450 Siebenten-Tags-Adventisten gegeben, so Dr. Jeff Crocombe, Professor an der Pacific Adventist University in Broko/Papua-Neuguinea. Die dortige Kirchenleitung habe ihren wehrpflichtigen Mitgliedern empfohlen, den Waffendienst in der Armee zu verweigern. In Südafrika und Australien hätten die Adventisten den Krieg als „Zeichen der Endzeit“ angesehen, sodass es die vordringlichste Aufgabe gewesen wäre, Menschen auf die Wiederkunft Jesu vorzubereiten, stellte Dr. Daniel Reynaud, Professor für Geschichte am Avondale College in Cooranbong/Australien, fest. Obwohl die australischen Streitkräfte nur Freiwillige in den Krieg nach Europa sandten, sei in der Öffentlichkeit starker Druck auf wehrfähige Männer ausgeübt worden, sich zu melden. Junge Adventisten hätten daher Zivildienst beim Roten Kreuz geleistet oder in der Armee als waffenlose Sanitäter gedient. Dabei wäre ihnen der dienstfreie Sabbat (Samstag) garantiert worden.

Die „Schlacht von Harmagedon“
Aufgrund ihrer Auslegung der biblischen Bücher Daniel und Offenbarung hätten die Adventisten einen grossen Krieg, bei dem sich die Völker zur „Schlacht von Harmagedon“ (Offenbarung 16,16) im Nahen Osten versammeln würden, erwartet, berichtete der Historiker Jón Hjörleifur Stefánsson, Reykajavík/Island. Danach käme Jesus wieder. Als der Erste Weltkrieg ausbrach, habe es Spekulationen gegeben, dass die Russen Konstantinopel erobern würden, sodass die Türken ihre Hauptstadt nach Jerusalem verlegen müssten, ergänzte Bert Haloviak, Riverside, Kalifornien/USA. Obwohl dieser Auffassung in adventistischen Zeitschriften widersprochen worden sei, hätten viele Adventisten den Zusammenbruch des Osmanischen Reiches mit der bevorstehenden Wiederkunft Christi erwartet, so auch Dr. Rolf J. Pöhler, Professor für Systematische Theologie an der Theologischen Hochschule Friedensau. Heute würden Adventisten in der „Schlacht von Harmagedon“ eher einen Konflikt zwischen den Mächten des Guten und des Bösen sehen, der bei der Wiederkunft Christi seinen Abschluss finde. Damit wären sie zu einer Auslegung zurückgekehrt, die bereits der Mitbegründer der Freikirche, James White (1821-1881) vertreten habe.

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