Adventgemeinde Lahr

70 Jahre adventistisches Seminar Schloss Bogenhofen

„Darüber spricht man doch nicht“ – Welttoilettentag 2019

Verfolgten Christen eine Stimme geben

Aufruf zum Gebet für Adventisten in Burundi

20 Jahre idea Schweiz - «Das grenzt an ein Medienwunder»

Australien: ADRA unterstützt Betroffene der verheerenden Brände

8. Media Day - Netzwerkevent für adventistische Medienschaffende

Ökumenischer Gottesdienst zur Legislatureröffnung des Parlaments

SEA bedauert das Ja der Reformierten zur Öffnung der Ehe für alle

Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund befürwortet «Ehe für alle»

Deutsches Gericht stärkt Rechte von Kriegsdienstverweigerern

Wachsender Widerstand gegen reformierte „Trauung für alle“

ESSA-Herbsttagung zur Intersektionalität in Friedensau

Gebetswoche 2019 der Siebenten-Tags-Adventisten

Die berauschte Gesellschaft: Alkohol – geliebt, verharmlost, tödlich

Deutschland: Christliche Konvertiten vor Verfolgung schützen

«Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.»

Ausstellung «Bibelobjekte» in der Peterskirche Basel

Gewalt gegen Christen verdient mehr Aufmerksamkeit

Staffelübergabe im Advent-Wohlfahrtswerk e.V. (AWW)

Burundi: Adventisten fordern Einmischung der Regierung zu beenden

Adventisten: Stellungnahme zur Abtreibung verabschiedet

Neuer Finanzierungsmodus für adventistische Weltkirchenleitung

Adventisten ehren Hannele Ottschofski als «Frau des Jahres 2019»

Deutschland: Advent-Verlag Lüneburg jetzt auch bei Amazon

Deutschland: Graduierung und Beginn des Studienjahres 2019/20 an der Hochschule Friedensau

Die Zahl der Hungernden steigt wieder

Adventisten: Weltkirchenleitung verwarnt Norddeutschen Verband

Brasilien: 36 adventistische Schulen wollen 30.000 Bäume pflanzen

Adventisten in Deutschland entsetzt über Terrorangriff in Halle

Berlin: Interreligiöse Ausstellung zum Monat der Diakonie im Rogate-Kloster

50 Jahre Hilfswerk „Maranatha Volunteers International“

Gerechtigkeit und Liebe sind die besten Waffen gegen Gewalt

Adventistische US-Universität bei ersten 10 Prozent bezüglich Vielfalt

Leiter des Hilfswerks ADRA International ist zurückgetreten

Deutschland: 120 Jahre Ortschaft und Ausbildungsstätte Friedensau

Buchrezension: «Säkularer Staat - viele Religionen: Religionspolitische Herausforderungen der Gegenwart»

ADRA Schweiz Jahresbericht 2018 – 4,9 Mio. Franken Gesamtertrag

Deutschland: Arena beim Zeltplatz Friedensau eröffnet

USCIRF-Erklärung zum 150. Geburtstag von Mahatma Gandhi

«Der Mythos von einer einheitlichen und frommen Reformation»

Mattia Benini, neuer Direktor der «Clinique La Lignière» in Gland/VD

Kinder helfen Kindern! – ADRA Weihnachtsaktion 2019 gestartet

Konvertiten in Deutschland - Pfingstgemeinden nehmen Stellung

Sucht im Alter – vom Umgang mit einem Tabuthema

„Aktion Kinder helfen Kindern!“ deutschlandweit am Weltkindertag eröffnet

Regierungsrätin Fehr: „Was die Gesellschaft an den Kirchen hat“

Deutschland: Landeskonferenz der Adventisten in Krelingen

Rekurs gegen das Genfer Laizitätsgesetz eingereicht

Medienzentrum feiert 10 Jahre Fernsehen im Zeichen der Hoffnung

Buchrezension: Kirchliche Minderheiten im Schatten der lutherischen Reformation

Zürich: Grossmünsterpfarrer referiert bei Adventisten über Zwingli

Greifswald: Nach Brandanschlag weihen Adventisten neue Kirche ein

Mitgliederversammlung der ACK Deutschland tagte in Augsburg

Nachdenken über Sinn und Ziel von Karriere und Leben

US-Bericht: Bedrohung der Religionsfreiheit durch Überwachungsstaat in China

Evangelische im Libanon distanzieren sich von «zionistischen Christen»

Theologische Hochschule Friedensau trauert um Manfred Böttcher

Bettagsbegegnung thematisiert Frieden, Versöhnung und Solidarität

Adventisten im Beobachterstatus des «VFG – Freikirchen Schweiz»

ADRA: Keine Beteiligung an politischer Demo in Rohingya-Lager

Richtfest für Anbau am adventistischen Seniorenheim in Bad Aibling

EKD gibt friedenstheologisches Lesebuch heraus

100 Jahre «VFG - Freikirchen Schweiz» und 500 Jahre Freikirchen

Adventisten feiern 100 Jahre Engagement in Ruanda

Deutschland: Adventistische Hochschule beteiligt sich an Interkultureller Woche

Präsident von Ruanda eröffnet adventistische medizinische Fakultät

„Salz der Erde“ - 10. Ökumenischer Tag der Schöpfung

Bilder entstehen in den Köpfen der Blinden

«Briefmarken und das Münster sind beides Wertzeichen»

Politisches Engagement der anderen Art

Bahamas: ADRA und die adventistische Kirche helfen den Opfern

Berner EVP fordert italienisches Kirchensteuermodell für Unternehmen

„Aufbruch Ökumene“

Theologisches Seminar St. Chrischona startet Studienjahr mit 50 Neuen

Rat des Kirchenbundes unterstützt die Konzernverantwortungsinitiative

Weltkirchenleitung der Adventisten klärt Haltung zur Abtreibung

Rat des Kirchenbundes befürwortet Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare

Evangelische Friedensarbeit in Deutschland: «Frieden wieder in Gefahr»

Buchrezension: «Geht der Kirche der Glaube aus?»

Internationale Altaistik-Konferenz in adventistischer Hochschule

Pfadfinder-Camporee der Rekorde in OshKosh/USA

Spiel & Spass beim Sommerfest im Alters- und Pflegeheim Oertlimatt

Verlässliches Ausschiffungssystem für Gerettete gefordert

«Unendlich wertvoll» - ADRA Freiwilligenwochen 2019 in Gempenach

Muslimin zur Generalsekretärin von «Religions for Peace» gewählt

Adventisten: Schwerpunkttag gegen häusliche und sexuelle Gewalt

EVP Schweiz lanciert Charta der Religionsgemeinschaften

10. Weltkonferenz „Religions for Peace“ – für gemeinsame Zukunft

UN-Gedenktag für Opfer religiöser oder weltanschaulicher Gewalt

„Hoffnungszeichen in einer aufgewühlten Welt“

Kolumbien: Venezolanische Migranten erhalten Hilfe für Start-ups

«Zehntenhäuser» für adventistische Selbstversorger im Südpazifik

Adventistische Medien kooperieren bei crossmedialem Projekt

Deutschland: Spendenbereitschaft der Adventisten weiterhin hoch

Weltweite Evangelische Allianz ruft 2020 zum globalen Jahr der Bibel aus

Katastrophenvorsorge: Pfadis füllen 5.000 Behälter mit Utensilien

Papua-Neuguinea: Schutzhaus gegen häusliche Gewalt eröffnet

Adventisten: Fünf grosse, internationale Pfadfindertreffen im 2019

ADRA Kanada unterstützt durch Waldbrände Vertriebene

Taiwan: Taipehs Krankenhäuser sollen muslimfreundlich werden

USA: Massenerschiessungen – Adventisten stellen Care Teams

Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten Gastmitglied der ACK Bayern

ADRA bei Seenotrettung vor libyscher Küste mit im Boot

4.000 adventistische Pfadis am Camporee in England

USA: Adventistische Loma Linda Universitätsklinik ausgezeichnet

Drei adventistische Familien nach Bränden in Sizilien obdachlos

Evangelische Friedensarbeit in Deutschland trauert um Pfarrer Ulrich Finckh

Mitten im Ebola-Gebiet gibt ADRA unterernährten Kinder zu essen

Kirchen trauern und reagieren auf die Gewalt in den USA

Südasien: ADRA unterstützt vom Monsun Betroffene

Guatemala: Adventisten verteilen Bettwäsche an Krankenhäuser

Deutschland: 100 Jahre Gehörlosengemeinschaft der Adventisten

Theologische Hochschule Friedensau trauert um Professor Dr. Winfried Noack

Keine Abschiebung von christlichen Konvertiten und Baha’i in den Iran

Adventisten: Grussworte an Präsidenten von EU-Kommission und Parlament

Jamaika: Technologieministerin spricht auf Internetkonferenz der Adventisten

Adventisten in Süddeutschland: Wechsel im Vorstand und Pressedienst

Iran verschärft Verfolgung von Menschen, die vom Islam abfallen

Portugal: 2.500 adventistische Pfadis aus Europa am Camporee

ADRA-Präsident: «Armut ist oft ein Vorläufer religiöser Verfolgung»

ADRA Deutschland unterstützt Seenotrettung im Mittelmeer

Zahl der Christen in Deutschland sinkt auf 56 Prozent

Adventistischer Psychiater äussert sich zu Fanatismus

Britische Jungferninseln: Adventisten pflanzen Kokospalmen

Kolumbiens Präsident bestätigt die Gewährung der Religionsfreiheit

Deutschschweizer Adventisten mit neuer Leiterin der Frauenabteilung

„HopeTV Kinder“: neuer YouTube-Kanal

Die Wimbledon-Sieger 2019 sind aktive orthodoxe Christen

Adventisten: erste regionale Kirchenleiterin besucht Deutschland

ADRA Kolumbien hilft venezolanischen Migranten

USA: 3. Adventistischer Weltkongress zu Gesundheit und Lebensstil

Andi Bachmann-Roth wird neuer SEA Co-Generalsekretär

Jede fünfte Kirche in den Niederlanden ist kein Gotteshaus mehr

USA: Emmy Award für TV-Serie mit adventistischer Klinik

USA: Therezinha Barbalho, adventistische Pastorin, wurde ordiniert

Friedrich Siegmund-Schultze wieder mehr Beachtung schenken

Uganda: ADRA schult und baut 3.200 energiesparende Lehmöfen

Adventisten diskutieren weltweit über "Christsein und sozialer Dienst"

10 Prozent mehr Armut: Schweiz braucht verbindliche Armutspolitik

Adventisten: Berufsbegleitender Masterstudiengang International Social Sciences

ADRA Deutschland erweitert Einsatz im Jemen auf über 6 Mio. Euro

Deutschland: Hospiz Friedensberg feiert 10-jähriges Bestehen

Weltweit besuchen 60 Millionen Kinder eine katholische Schule

Mehr Scheidungen im Jahr 2018 in der Schweiz

Leitungswechsel bei der Heilsarmee in Deutschland, Litauen und Polen

Adventisten: Neuer Professor an der Hochschule Friedensau

CSI fordert Bundesrat auf, das Ausmass der religiösen Verfolgung in Saudi-Arabien zu untersuchen

Adventisten in Mexiko: neue Fahrzeuge für medizinische Einsätze

YouTube bei der Vermarktung von Online-Videos vorn

USA: Adventistischer Senatskaplan mit Canterbury-Medaille gewürdigt

Von Nazis diffamierte „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ als NS-Opfer anerkennen

Theologisches Seminar St. Chrischona (tsc) sendet 37 Absolventen aus

Evangelischer Kirchentag: Podium zur politischen Korrektheit

Adventistische Institutionen auf dem Evangelischen Kirchentag in Dortmund

Europäische Tagung adventistischer Pastorinnen

«Ehe für alle» widerspricht dem Kindeswohl

Buchrezension: «Nicht mehr schweigen»

Über den Frauenstreik hinaus: «Lohn. Zeit. Respekt.»

London: Friedensmarsch der Adventisten gegen Waffenkriminalität

Deutschland: IGFM fordert Abschiebung christlicher Konvertiten in den Iran auszusetzen

Adventisten in der Romandie und im Tessin wählen neue Kirchenleitung

Pfingsten 1989: 30 Jahre Erste Europäische Ökumenische Versammlung in Basel

Nicolas Walther verlässt die Clinique La Lignière

Russland: Adventisten führen Kongress für Arbeit mit Gehörlosen durch

Papua-Neuguinea: Siebenten-Tags-Adventist zum Premierminister gewählt

„wertvoll“: neuer wöchentlicher Talk auf HopeTV

«Glauben und Lehren» - 2. Bildungskongress der Adventisten

Der Religionsfreiheit und dem Recht auf Asyl verpflichtet

3. Adventistischer Gesundheitskongress: «Leben in Fülle»

ADRA Deutschland eröffnet auch in Diepholz einen ADRAshop

Verein «Christian Public Affairs» gegründet

Adventisten in Berlin-Mitteldeutschland wählen Freikirchenleitung

Reto Mayer, Präsident der Schweizerischen Bibelgesellschaft, tritt zurück

„Einsatz leben“: neue Serie auf Hope Channel TV

Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden in Deutschland auf Wachstumskurs

Buchrezension: «Jesus war kein Europäer»

Flüchtlingssabbat und -sonntag: Flüchtlingen ein Gesicht geben

ADRA: Kleine Spenden für Katastrophenhilfe mit grosser Wirkung

KIM-Studie: Jedes dritte Kind in Deutschland nutzt täglich WhatsApp

Deutschland: 30 Jahre Familienzentrum „Arche Noah“ in Penzberg

Adventisten beim Präventionskongress in Berlin

Freikirchenleitung der Adventisten in Niedersachsen und Bremen wiedergewählt

Schaffhauser Bibelgesellschaft wird Teil der Schweizerischen Bibelgesellschaft

Adventisten und Katholiken kritisieren US-Antidiskriminierungsgesetz

Ignazio Cassis zu Nahostkonflikt: Gewalt ist Nonsens

Siebenten-Tags-Adventist im US-Bundesstaat Tennessee hingerichtet

Menschenrechtsorganisation kritisiert unterlassene Hilfe für Kriegsdienstverweigerer in Europa

Deutsche Bibelgesellschaft nimmt "Bibelmobil e.V." als Mitglied auf

Religionswissenschaftler vermittelt Grundwissen zur Sikh-Religion

Alkohol: Die Risiken im Alter werden durch Medikamente verstärkt

Asia Bibi, pakistanische Christin, konnte das Land verlassen und ist in Kanada angekommen

Zweiter Weltgipfel „Religion, Frieden und Sicherheit“

Arbeitskreis „Frieden und Versöhnung“ der Deutschen Evangelischen Allianz konstituiert

Adventisten in Nordrhein-Westfalen bestätigen Freikirchenleitung

Erneut weltweit über 38 Millionen Bibeln verbreitet

Symposium zu Kinderrechten, Religionsmündigkeit, Religionsfreiheit

Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen tagt im Kloster Kappel

Christen vereint im Gebet für den Frieden - «30 Tage Gebet für die islamische Welt»

EKD-Friedensbeauftragter: Ökumenische Versammlung von 1989 immer noch aktuell

Adventgemeinde Lahr bleibt am 23.November geschlossen!

HINWEIS: Die Adventgemeinde Lahr bleibt am 23.November geschlossen! Gottesdienst findet in der Auberghalle (Oberschopfheim) um 10:00 Uhr statt.

News der Freikirche

[21.05.2014] Auswirkungen des Ersten Weltkriegs auf die Adventisten in Deutschland

Auswirkungen des Ersten Weltkriegs auf die Adventisten in Deutschland

Friedensau bei Magdeburg/Deutschland, 21.05.2014 / APD

[21.05.2014] Auswirkungen des Ersten Weltkriegs auf die Adventisten in Deutschland

© Foto: APD

Eine grosse Volkszeitung, der „Bayerische Kurier“, habe am 11. Februar 1914 behauptet, dass die Adventisten „mit ihrer Prophezeiung vom nahen Weltkriege im Anschluss an die türkische Verwicklung“ weite Volkskreise ernstlich beunruhigen würden, berichtete Dr. Johannes Hartlapp, Dekan des Fachbereichs Theologie der adventistischen Theologischen Hochschule Friedensau bei Magdeburg, in seinem Referat beim internationalen wissenschaftlichen Symposium über den Ersten Weltkrieg, das vom 12. bis 15. Mai an der Hochschule stattfand.

Auch in anderen christlichen Kreisen sei gegen Ende des 19. Jahrhunderts aufgrund der Auslegung der biblischen Bücher Daniel und Offenbarung die Vermutung geäussert worden, dass die letzten Ereignisse der Weltgeschichte in unmittelbarer Beziehung mit dem erwarteten Ende des Osmanischen Reiches stehen würden. Dann, so nahmen sie an, werde es zu einem grossen Krieg kommen, in dessen Verlauf das Osmanische Kalifat sein Militärisches Oberkommando von Konstantinopel nach Jerusalem verlegen müsste. In die Enge getrieben, komme es schliesslich in Harmagedon zu der in Offenbarung Kapitel 16 beschriebenen Schlacht, die das Ende der Weltzeit und die Wiederkunft Christi einläute. So hätten auch adventistische Pastoren vor dem Ersten Weltkrieg in Deutschland öffentliche Vorträge gehalten, wie „Weltfrieden oder Weltkrieg?“ und „Das Ende der Türkei ist das Ende der Welt“. Als im Sommer 1914 der Erste Weltkrieg ausbrach, sei deshalb vor allem das Verständnis der Wiederkunft Jesu und praktische Fragen des Verhaltens beim Militärdienst in den Mittelpunkt der adventistischen Gemeinden gerückt, betonte Hartlapp.

Militärdienst vor 1914 in Deutschland
Der Dekan wies darauf hin, dass Ellen G. White, die Mitbegründerin der Siebenten-Tags-Adventisten, während ihrer Europareise 1886 in Basel die Verabschiedung von drei jungen Männern des dortigen adventistischen Verlagshauses miterlebt habe, die zu einer dreiwöchigen Reserveübung eingezogen worden seien. Sie schrieb darüber: „Gerade haben uns drei unserer verantwortlichen Mitarbeiter für einige Zeit verlassen, weil sie von der Regierung zu einer dreiwöchigen Wehrübung einberufen worden sind. Für unser Verlagswerk ist das ein harter Schlag, aber die Regierung richtet sich natürlich nicht nach unseren Wünschen. Von den Wehrpflichtigen wird einfach verlangt, dass sie ihren Dienst in der Armee tun oder an militärischen Übungen teilnehmen. Wir wissen es zu schätzen, wenn junge Männer sich auch in Uniform als zuverlässig, treu und ehrenwert erweisen. Sie haben sich diesen Dienst nicht ausgesucht, sondern haben sich nur den Gesetzes ihres Landes gefügt.“

Je grösser die Mitgliederzahl der Adventisten in Europa wurde, umso relevanter wäre die Militärfrage laut Hartlapp für die Freikirche geworden. Auffallend sei dabei die Tatsache, dass vor dem Ersten Weltkrieg sich der Konflikt mit den Militärbehörden nicht wegen allgemeiner Dienstverweigerung oder Ablehnung des Waffendienstes entzündet habe, sondern wegen der Heilighaltung des Sabbats (Samstag). Wer an diesem Tag nicht dienstfrei bekam, hätte oft harte Gefängnisstrafen auf sich genommen. Nur wenigen sei es möglich gewesen, dem Wehrdienst durch Auswanderung in die USA zu entgehen. Alle anderen wehrpflichtigen jungen Adventisten wären ihrem Einberufungsbefehl gefolgt. Es sei kein Fall von grundsätzlicher Militärdienstverweigerung (Pazifismus) bekannt. Die einberufenen Adventisten hätten sich bemüht, als Nichtkämpfer, etwa als Sanitäter, Schreiber, Koch, Pferdepfleger oder Offiziersbursche, Dienst zu leisten. Wem das nicht gelang, der habe mit der Waffe gedient. Niemand sei deswegen aus seiner Ortsgemeinde ausgeschlossen worden.

In einem Beschluss vom 26. Juli 1913 habe die adventistische Freikirchenleitung in Deutschland empfohlen, den Militärdienst zu leisten, „[wir] ziehen aber den Samariterdienst vor“. Die Behörden sollten gebeten werden, Adventisten Nichtkämpferdienste bei dienstfreiem Sabbat zu ermöglichen. Eine entsprechende Eingabe vom 28. Januar 1914 an die zuständige Reichstagskommission sei aber wegen des Ausbruchs des Krieges nicht mehr behandelt worden.

Kriegswaffen gebrauchen und am Sabbat Kriegsdienst versehen
Unmittelbar nach der allgemeinen Mobilmachung habe der Sekretär der Adventisten, Pastor Guy Dail (Hamburg), am 2. August 1914 ein Rundschreiben als Orientierungshilfe an alle Adventgemeinden in Deutschland versandt. Darin hiess es unter anderem: „Soweit wir im Heer stehen oder ins Heer eintreten müssen, [sollten wir] unsere militärische Pflicht freudig und von Herzen erfüllen ... Aus Josua 6 ersehen wir, dass die Kinder Gottes von den Kriegswaffen Gebrauch gemacht und auch am Sabbat den Kriegsdienst versehen haben.“ Ähnliche Erklärungen seien später auch von anderen Freikirchenleitern in Deutschland abgegeben worden, ergänzte Hartlapp.

Widerstand und Endzeitspekulationen
Besonders die Bereitschaft, auch am Sabbat Militärdienst zu leisten, habe zu vielfältigen Protesten in den Gemeinden geführt. Hinzu seien Spekulationen über das Weltende und die Wiederkunft Jesu gekommen. So habe der am 3. August 1914 eingezogene Adventist J. Wieck aus Bremen zwar mit der Waffe gekämpft, da er aber die Impfung verweigerte, wäre er ins Militärgefängnis gekommen. Dort habe er am 21. Januar 1915 eine „Vision“ gehabt, in der ihm offenbart worden sei, dass Christus im Frühjahr 1915 wiederkäme, nämlich „wenn die Steinfrucht blüht“. Als die Freikirchenleitung sich energisch gegen derartige Spekulationen wandte, habe Wieck im März 1915 in einer Broschüre erklärt, dass die Freikirchenleitung vom „wahren Glauben abgefallen“ sei und sich die „wahrhaften Adventisten“ jetzt ausserhalb deren Gemeinden versammeln müssten. Einige adventistische Pastoren wären daraufhin gegen besonders aktive Mitglieder der Protestbewegung vorgegangen, indem sie diese bei den Behörden als „antimilitaristische Propagandisten“ anzeigten und bei Gerichtsprozessen als Zeugen auftraten, so Hartlapp. Unter diesen Umständen sei an eine Versöhnung nicht mehr zu denken gewesen.

Gegenseitig Abgrenzung
Verschärfend wäre hinzugekommen, dass die Protestler im Juli 1915 das anonyme Flugblatt mit dem Titel „Die letzte Gnadenbotschaft an eine gefallene Welt“ in einer Auflage von 100.000 Exemplaren in Deutschland verteilt hätten. Darin wäre behauptet worden, dass in Kürze das Osmanische Reich sein Hauptquartier nach Jerusalem verlege, sodass „die Zeit der Trübsal“ beginne. Auch eine Flut anderer Schriften habe immer wieder in der Öffentlichkeit zur Verwechslung mit der adventistischen Freikirche geführt. Um sich vor diesen Verwechslungen zu schützen, sei die Freikirchenleitung genötigt gewesen, sich auch von den pazifistischen Ideen und von den Wehrdienstverweigerern zu distanzieren und deren Argumente zu verwerfen, „so biblisch diese auch begründet sein mochten“, gab Hartlapp zu bedenken. Andererseits fänden sich etwa seit 1916 auch in den Reihen der Protestbewegung pazifistische Vorstellungen, „die es unter deutschen Adventisten vor dem Krieg wohl kaum gab“.

Die Protestler hätten sich ab August 1915 zu organisieren begonnen und sich schliesslich als „Reformationsbewegung“ unter den Siebenten-Tags-Adventisten verstanden, als „die kleine letzte Schar der Treuen“. Ihre Muttergemeinde habe dagegen als die „Untreue“ gegolten, als „Babylon“, das man verlassen müsse. Für Hartlapp liege die Entstehung der Reformationsbewegung vor allem in der Erwartung der Wiederkunft Christi aufgrund der damals aktuellen Deutung biblischer Aussagen in Bezug auf das Osmanische Reich begründet. Die Frage des Militärdienstes sei nur „das auslösende Moment für die Trennung“ gewesen, nicht aber das „entscheidende Motiv“. Die Entstehung der Reformationsbewegung in den Jahren 1915 und 1916 wäre auch kein typisch deutsches Problem. Die Bewegung hätte nach dem Krieg in wenigen Jahren in vielen Ländern unter Adventisten Fuss fassen können, obwohl dort die Freikirchenleitungen eine ganz andere Haltung zum Kriegsdienst eingenommen hätten als in Deutschland.

Erklärungen zum Kriegsdienst zurückgenommen
Pastor Holger Teubert (Ostfildern bei Stuttgart), Leiter des Referats Kriegsdienstverweigerung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland, weist als Ergänzung zu den Aussagen von Dr. Johannes Hartlapp darauf hin, dass die umstrittenen Erklärungen zum Kriegsdienst von den deutschen Freikirchenleitern bereits im Juni 1920 während einer Pastorentagung in Friedensau bei Magdeburg als „fehlerhaft“ zurückgezogen worden seien. Ausserdem hätten sie am 2. Januar 1923 erneut ihr Bedauern darüber zum Ausdruck, „dass solche Dokumente herausgegeben worden sind“.

Adventistische Kriegsdienstverweigerer in West- und Ostdeutschland
Nach dem Zweiten Weltkrieg habe die Freikirchenleitung ihren wehrpflichtigen Mitgliedern in Westdeutschland in den Erklärungen vom 1. Dezember 1950, 25. April 1968 und Dezember 1983 empfohlen, den Wehr- und Kriegsdienst aus Gewissensgründen zu verweigern und stattdessen den zivilen Ersatzdienst zu leisten. Fast alle hätten sich für den Zivildienst entschieden, so Teubert. In der früheren DDR habe es nur einen waffenlosen Dienst in der Armee als Bausoldat gegeben. Die meisten wehrpflichtigen Adventisten wären Bausoldaten gewesen, obwohl dadurch in der Regel der Ausschluss vom Hochschulstudium verbunden gewesen sei. Unter den bereits getauften adventistischen Jugendlichen habe es nur ganz wenige gegeben, die den Waffendienst in der Nationalen Volksarmee abgeleistet hätten; und sie meist im Sanitätsdienst. Aber selbst noch nicht getaufte Jugendliche hätten trotz offenkundiger Nachteile den Dienst als Bausoldaten vorgezogen.

back (9'702 Zeichen)

Read more at APD© http://www.stanet.ch/apd/news/4002.html