Adventgemeinde Lahr

Verfolgten Christen eine Stimme geben

Aufruf zum Gebet für Adventisten in Burundi

20 Jahre idea Schweiz - «Das grenzt an ein Medienwunder»

Australien: ADRA unterstützt Betroffene der verheerenden Brände

8. Media Day - Netzwerkevent für adventistische Medienschaffende

Ökumenischer Gottesdienst zur Legislatureröffnung des Parlaments

SEA bedauert das Ja der Reformierten zur Öffnung der Ehe für alle

Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund befürwortet «Ehe für alle»

Deutsches Gericht stärkt Rechte von Kriegsdienstverweigerern

Wachsender Widerstand gegen reformierte „Trauung für alle“

ESSA-Herbsttagung zur Intersektionalität in Friedensau

Gebetswoche 2019 der Siebenten-Tags-Adventisten

Die berauschte Gesellschaft: Alkohol – geliebt, verharmlost, tödlich

Deutschland: Christliche Konvertiten vor Verfolgung schützen

«Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.»

Ausstellung «Bibelobjekte» in der Peterskirche Basel

Gewalt gegen Christen verdient mehr Aufmerksamkeit

Staffelübergabe im Advent-Wohlfahrtswerk e.V. (AWW)

Burundi: Adventisten fordern Einmischung der Regierung zu beenden

Adventisten: Stellungnahme zur Abtreibung verabschiedet

Neuer Finanzierungsmodus für adventistische Weltkirchenleitung

Adventisten ehren Hannele Ottschofski als «Frau des Jahres 2019»

Deutschland: Advent-Verlag Lüneburg jetzt auch bei Amazon

Deutschland: Graduierung und Beginn des Studienjahres 2019/20 an der Hochschule Friedensau

Die Zahl der Hungernden steigt wieder

Adventisten: Weltkirchenleitung verwarnt Norddeutschen Verband

Brasilien: 36 adventistische Schulen wollen 30.000 Bäume pflanzen

Adventisten in Deutschland entsetzt über Terrorangriff in Halle

Berlin: Interreligiöse Ausstellung zum Monat der Diakonie im Rogate-Kloster

50 Jahre Hilfswerk „Maranatha Volunteers International“

Gerechtigkeit und Liebe sind die besten Waffen gegen Gewalt

Adventistische US-Universität bei ersten 10 Prozent bezüglich Vielfalt

Leiter des Hilfswerks ADRA International ist zurückgetreten

Deutschland: 120 Jahre Ortschaft und Ausbildungsstätte Friedensau

Buchrezension: «Säkularer Staat - viele Religionen: Religionspolitische Herausforderungen der Gegenwart»

ADRA Schweiz Jahresbericht 2018 – 4,9 Mio. Franken Gesamtertrag

Deutschland: Arena beim Zeltplatz Friedensau eröffnet

USCIRF-Erklärung zum 150. Geburtstag von Mahatma Gandhi

«Der Mythos von einer einheitlichen und frommen Reformation»

Mattia Benini, neuer Direktor der «Clinique La Lignière» in Gland/VD

Kinder helfen Kindern! – ADRA Weihnachtsaktion 2019 gestartet

Konvertiten in Deutschland - Pfingstgemeinden nehmen Stellung

Sucht im Alter – vom Umgang mit einem Tabuthema

„Aktion Kinder helfen Kindern!“ deutschlandweit am Weltkindertag eröffnet

Regierungsrätin Fehr: „Was die Gesellschaft an den Kirchen hat“

Deutschland: Landeskonferenz der Adventisten in Krelingen

Rekurs gegen das Genfer Laizitätsgesetz eingereicht

Medienzentrum feiert 10 Jahre Fernsehen im Zeichen der Hoffnung

Buchrezension: Kirchliche Minderheiten im Schatten der lutherischen Reformation

Zürich: Grossmünsterpfarrer referiert bei Adventisten über Zwingli

Greifswald: Nach Brandanschlag weihen Adventisten neue Kirche ein

Mitgliederversammlung der ACK Deutschland tagte in Augsburg

Nachdenken über Sinn und Ziel von Karriere und Leben

US-Bericht: Bedrohung der Religionsfreiheit durch Überwachungsstaat in China

Evangelische im Libanon distanzieren sich von «zionistischen Christen»

Theologische Hochschule Friedensau trauert um Manfred Böttcher

Bettagsbegegnung thematisiert Frieden, Versöhnung und Solidarität

Adventisten im Beobachterstatus des «VFG – Freikirchen Schweiz»

ADRA: Keine Beteiligung an politischer Demo in Rohingya-Lager

Richtfest für Anbau am adventistischen Seniorenheim in Bad Aibling

EKD gibt friedenstheologisches Lesebuch heraus

100 Jahre «VFG - Freikirchen Schweiz» und 500 Jahre Freikirchen

Adventisten feiern 100 Jahre Engagement in Ruanda

Deutschland: Adventistische Hochschule beteiligt sich an Interkultureller Woche

Präsident von Ruanda eröffnet adventistische medizinische Fakultät

„Salz der Erde“ - 10. Ökumenischer Tag der Schöpfung

Bilder entstehen in den Köpfen der Blinden

«Briefmarken und das Münster sind beides Wertzeichen»

Politisches Engagement der anderen Art

Bahamas: ADRA und die adventistische Kirche helfen den Opfern

Berner EVP fordert italienisches Kirchensteuermodell für Unternehmen

„Aufbruch Ökumene“

Theologisches Seminar St. Chrischona startet Studienjahr mit 50 Neuen

Rat des Kirchenbundes unterstützt die Konzernverantwortungsinitiative

Weltkirchenleitung der Adventisten klärt Haltung zur Abtreibung

Rat des Kirchenbundes befürwortet Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare

Evangelische Friedensarbeit in Deutschland: «Frieden wieder in Gefahr»

Buchrezension: «Geht der Kirche der Glaube aus?»

Internationale Altaistik-Konferenz in adventistischer Hochschule

Pfadfinder-Camporee der Rekorde in OshKosh/USA

Spiel & Spass beim Sommerfest im Alters- und Pflegeheim Oertlimatt

Verlässliches Ausschiffungssystem für Gerettete gefordert

«Unendlich wertvoll» - ADRA Freiwilligenwochen 2019 in Gempenach

Muslimin zur Generalsekretärin von «Religions for Peace» gewählt

Adventisten: Schwerpunkttag gegen häusliche und sexuelle Gewalt

EVP Schweiz lanciert Charta der Religionsgemeinschaften

10. Weltkonferenz „Religions for Peace“ – für gemeinsame Zukunft

UN-Gedenktag für Opfer religiöser oder weltanschaulicher Gewalt

„Hoffnungszeichen in einer aufgewühlten Welt“

Kolumbien: Venezolanische Migranten erhalten Hilfe für Start-ups

«Zehntenhäuser» für adventistische Selbstversorger im Südpazifik

Adventistische Medien kooperieren bei crossmedialem Projekt

Deutschland: Spendenbereitschaft der Adventisten weiterhin hoch

Weltweite Evangelische Allianz ruft 2020 zum globalen Jahr der Bibel aus

Katastrophenvorsorge: Pfadis füllen 5.000 Behälter mit Utensilien

Papua-Neuguinea: Schutzhaus gegen häusliche Gewalt eröffnet

Adventisten: Fünf grosse, internationale Pfadfindertreffen im 2019

ADRA Kanada unterstützt durch Waldbrände Vertriebene

Taiwan: Taipehs Krankenhäuser sollen muslimfreundlich werden

USA: Massenerschiessungen – Adventisten stellen Care Teams

Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten Gastmitglied der ACK Bayern

ADRA bei Seenotrettung vor libyscher Küste mit im Boot

4.000 adventistische Pfadis am Camporee in England

USA: Adventistische Loma Linda Universitätsklinik ausgezeichnet

Drei adventistische Familien nach Bränden in Sizilien obdachlos

Evangelische Friedensarbeit in Deutschland trauert um Pfarrer Ulrich Finckh

Mitten im Ebola-Gebiet gibt ADRA unterernährten Kinder zu essen

Kirchen trauern und reagieren auf die Gewalt in den USA

Südasien: ADRA unterstützt vom Monsun Betroffene

Guatemala: Adventisten verteilen Bettwäsche an Krankenhäuser

Deutschland: 100 Jahre Gehörlosengemeinschaft der Adventisten

Theologische Hochschule Friedensau trauert um Professor Dr. Winfried Noack

Keine Abschiebung von christlichen Konvertiten und Baha’i in den Iran

Adventisten: Grussworte an Präsidenten von EU-Kommission und Parlament

Jamaika: Technologieministerin spricht auf Internetkonferenz der Adventisten

Adventisten in Süddeutschland: Wechsel im Vorstand und Pressedienst

Iran verschärft Verfolgung von Menschen, die vom Islam abfallen

Portugal: 2.500 adventistische Pfadis aus Europa am Camporee

ADRA-Präsident: «Armut ist oft ein Vorläufer religiöser Verfolgung»

ADRA Deutschland unterstützt Seenotrettung im Mittelmeer

Zahl der Christen in Deutschland sinkt auf 56 Prozent

Adventistischer Psychiater äussert sich zu Fanatismus

Britische Jungferninseln: Adventisten pflanzen Kokospalmen

Kolumbiens Präsident bestätigt die Gewährung der Religionsfreiheit

Deutschschweizer Adventisten mit neuer Leiterin der Frauenabteilung

„HopeTV Kinder“: neuer YouTube-Kanal

Die Wimbledon-Sieger 2019 sind aktive orthodoxe Christen

Adventisten: erste regionale Kirchenleiterin besucht Deutschland

ADRA Kolumbien hilft venezolanischen Migranten

USA: 3. Adventistischer Weltkongress zu Gesundheit und Lebensstil

Andi Bachmann-Roth wird neuer SEA Co-Generalsekretär

Jede fünfte Kirche in den Niederlanden ist kein Gotteshaus mehr

USA: Emmy Award für TV-Serie mit adventistischer Klinik

USA: Therezinha Barbalho, adventistische Pastorin, wurde ordiniert

Friedrich Siegmund-Schultze wieder mehr Beachtung schenken

Uganda: ADRA schult und baut 3.200 energiesparende Lehmöfen

Adventisten diskutieren weltweit über "Christsein und sozialer Dienst"

10 Prozent mehr Armut: Schweiz braucht verbindliche Armutspolitik

Adventisten: Berufsbegleitender Masterstudiengang International Social Sciences

ADRA Deutschland erweitert Einsatz im Jemen auf über 6 Mio. Euro

Deutschland: Hospiz Friedensberg feiert 10-jähriges Bestehen

Weltweit besuchen 60 Millionen Kinder eine katholische Schule

Mehr Scheidungen im Jahr 2018 in der Schweiz

Leitungswechsel bei der Heilsarmee in Deutschland, Litauen und Polen

Adventisten: Neuer Professor an der Hochschule Friedensau

CSI fordert Bundesrat auf, das Ausmass der religiösen Verfolgung in Saudi-Arabien zu untersuchen

Adventisten in Mexiko: neue Fahrzeuge für medizinische Einsätze

YouTube bei der Vermarktung von Online-Videos vorn

USA: Adventistischer Senatskaplan mit Canterbury-Medaille gewürdigt

Von Nazis diffamierte „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ als NS-Opfer anerkennen

Theologisches Seminar St. Chrischona (tsc) sendet 37 Absolventen aus

Evangelischer Kirchentag: Podium zur politischen Korrektheit

Adventistische Institutionen auf dem Evangelischen Kirchentag in Dortmund

Europäische Tagung adventistischer Pastorinnen

«Ehe für alle» widerspricht dem Kindeswohl

Buchrezension: «Nicht mehr schweigen»

Über den Frauenstreik hinaus: «Lohn. Zeit. Respekt.»

London: Friedensmarsch der Adventisten gegen Waffenkriminalität

Deutschland: IGFM fordert Abschiebung christlicher Konvertiten in den Iran auszusetzen

Adventisten in der Romandie und im Tessin wählen neue Kirchenleitung

Pfingsten 1989: 30 Jahre Erste Europäische Ökumenische Versammlung in Basel

Nicolas Walther verlässt die Clinique La Lignière

Russland: Adventisten führen Kongress für Arbeit mit Gehörlosen durch

Papua-Neuguinea: Siebenten-Tags-Adventist zum Premierminister gewählt

„wertvoll“: neuer wöchentlicher Talk auf HopeTV

«Glauben und Lehren» - 2. Bildungskongress der Adventisten

Der Religionsfreiheit und dem Recht auf Asyl verpflichtet

3. Adventistischer Gesundheitskongress: «Leben in Fülle»

ADRA Deutschland eröffnet auch in Diepholz einen ADRAshop

Verein «Christian Public Affairs» gegründet

Adventisten in Berlin-Mitteldeutschland wählen Freikirchenleitung

Reto Mayer, Präsident der Schweizerischen Bibelgesellschaft, tritt zurück

„Einsatz leben“: neue Serie auf Hope Channel TV

Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden in Deutschland auf Wachstumskurs

Buchrezension: «Jesus war kein Europäer»

Flüchtlingssabbat und -sonntag: Flüchtlingen ein Gesicht geben

ADRA: Kleine Spenden für Katastrophenhilfe mit grosser Wirkung

KIM-Studie: Jedes dritte Kind in Deutschland nutzt täglich WhatsApp

Deutschland: 30 Jahre Familienzentrum „Arche Noah“ in Penzberg

Adventisten beim Präventionskongress in Berlin

Freikirchenleitung der Adventisten in Niedersachsen und Bremen wiedergewählt

Schaffhauser Bibelgesellschaft wird Teil der Schweizerischen Bibelgesellschaft

Adventisten und Katholiken kritisieren US-Antidiskriminierungsgesetz

Ignazio Cassis zu Nahostkonflikt: Gewalt ist Nonsens

Siebenten-Tags-Adventist im US-Bundesstaat Tennessee hingerichtet

Menschenrechtsorganisation kritisiert unterlassene Hilfe für Kriegsdienstverweigerer in Europa

Deutsche Bibelgesellschaft nimmt "Bibelmobil e.V." als Mitglied auf

Religionswissenschaftler vermittelt Grundwissen zur Sikh-Religion

Alkohol: Die Risiken im Alter werden durch Medikamente verstärkt

Asia Bibi, pakistanische Christin, konnte das Land verlassen und ist in Kanada angekommen

Zweiter Weltgipfel „Religion, Frieden und Sicherheit“

Arbeitskreis „Frieden und Versöhnung“ der Deutschen Evangelischen Allianz konstituiert

Adventisten in Nordrhein-Westfalen bestätigen Freikirchenleitung

Erneut weltweit über 38 Millionen Bibeln verbreitet

Symposium zu Kinderrechten, Religionsmündigkeit, Religionsfreiheit

Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen tagt im Kloster Kappel

Christen vereint im Gebet für den Frieden - «30 Tage Gebet für die islamische Welt»

EKD-Friedensbeauftragter: Ökumenische Versammlung von 1989 immer noch aktuell

Inselstaat Tonga: Parade von Adventisten stoppt den Verkehr

„Gesichter der Verfolgung“: neue Serie im Hope TV

Adventgemeinde Lahr bleibt am 23.November geschlossen!

HINWEIS: Die Adventgemeinde Lahr bleibt am 23.November geschlossen! Gottesdienst findet in der Auberghalle (Oberschopfheim) um 10:00 Uhr statt.

News der Freikirche

[12.02.2015] Eine Politik der Widersprüche - Erstes Schweizer Suchtpanorama

Eine Politik der Widersprüche - Erstes Schweizer Suchtpanorama

Lausanne/Schweiz, 12.02.2015 / APD

Alkohol

Foto: © Matthias Müller

Die Suchtpolitik der Schweiz sei durchzogen von diversen Widersprüchen und Inkohärenzen, schreibt die Stiftung Sucht Schweiz in einer Medienmitteilung zum ersten Schweizer Suchtpanorama. Darin kritisiert sie, dass der Alkoholkonsum im öffentlichen Raum zwar als Problem wahrgenommen, der Alkoholmarkt aber weiter liberalisiert werde. Die Zuwendungen an die Tabakproduktion blieben gleich hoch wie die Mittel für die Tabakprävention und konsequentere Werbebeschränkungen, wie sie anderswo in Europa üblich seien, würden hierzulande noch auf grossen Widerstand stossen. Man wolle das Glücksspiel-Angebot auf dem Internet erweitern und gleichzeitig überlege man, die Mittel für die Prävention der Glücksspielsucht zu streichen.

Diese Widersprüche tragen laut der Stiftung nicht zur Glaubwürdigkeit der Suchtpolitik in der Schweiz bei. Diese scheine eher auf ideologischen Haltungen aufzubauen und nicht darauf, welche Folgen sie für betroffene Personen, ihr Umfeld und die Gesellschaft habe. Deswegen sei es wichtig, die Situation in der Schweiz und deren Auswirkungen zu analysieren. Die sei auch der Grund weshalb Sucht Schweiz ab 2015 ein jährlich erscheinendes Mediendossier mit dem Titel „Schweizer Suchtpanorama“ veröffentliche. Es soll Analysen zu Entwicklungen in den Bereichen Alkohol, Tabak, illegale Drogen und Glücksspiel in der Schweiz enthalten.

Weniger Alkohol - trotzdem viele Tote durch alkoholbedingte Verletzungen und Krankheiten
Im vergangenen Jahrzehnt ist in der Schweiz, aber auch in anderen Ländern, der Alkoholkonsum gesunken, heisst es im Suchtpanorama. Bestimmte Formen des täglichen Trinkens sind nach und nach verschwunden und finden sich heute vor allem noch bei älteren Personen. Eine Folge davon ist eine Abnahme des Gesamtkonsums in der Schweiz, insbesondere von Wein. Die Abnahme des täglichen Alkoholkonsums bei den Männern hat zu einer Annäherung zwischen den Geschlechtern beigetragen. Gleichzeitig trinken heute mehr Frauen regelmässig Alkohol als noch vor 20 Jahren, vor allem bei den 65- bis 74-Jährigen.

Die alkoholbezogene Problemlast in der Schweiz ist mit 1.600 Toten pro Jahr und schätzungsweise 250.000 abhängigen Menschen unverändert hoch, schreibt die Stiftung. Krebserkrankungen, Krankheiten des Verdauungssystems sowie Unfälle und Verletzungen machen den Grossteil der alkoholbedingten Todesfälle aus. Bei Männern der Altersgruppe der 15- bis 34-jährigen ist jeder fünfte Todesfall auf Alkohol zurückzuführen.

Der Gesamtkonsum von Alkohol und der Risikokonsum haben bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 15 und 24 Jahren in den vergangenen Jahrzehnten demnach zugenommen. „Die punktuellen Rauschzustände stagnieren heute auf einem hohen Niveau. Ohne Zweifel haben die Ausdehnung der Verkaufszeiten und der nächtlichen Freizeitangebote sowie die Preissenkung von Alkoholika hierzu beigetragen“, so der Bericht. Exzessiver Alkoholkonsum ist allerdings nicht Privileg der Jungen. Man findet ihn in allen Alterskategorien. Er ist auch bei berufstätigen Männern und solchen mit hohem Einkommen stärker verbreitet.

Die Totalrevision des Alkoholgesetztes ist laut Sucht Schweiz ein Schritt nach vorne und zwei zurück, weil damit die Liberalisierung des Alkoholmarktes voran schreite, während gleichzeitig die Verantwortung bei Problemen auf die Konsumierenden abgeschoben würden. Der liberalisierte Markt mache demnach die erreichten Fortschritte zunichte. „Diese Politik kommt teuer zu stehen, wenn sie Gewinne vor die Gesundheit setzt.“ Es gelte nun zu handeln, anstatt wegzuschauen, so Sucht Schweiz.

Tabak

Foto: © Frederik Fiedler/churchphoto.de

Der Tabak: Das Ende der Baisse?
Der Gebrauch von Tabak ist unter dem Einfluss struktureller Massnahmen und sozialer Normänderungen zwischen den Jahren 2000 und 2008 von 33 auf 27 Prozent der Bevölkerung gesunken, heisst es im Bericht. Vor nicht allzu langer Zeit durfte man überall rauchen: Bei der Arbeit, im Restaurant oder in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Das Viertel der rauchenden Bevölkerung, tut dies heute oft nur noch auf der Strasse und auf Balkonen. Studienergebnisse deuten aber darauf hin, dass die Abwärtsentwicklung bei der Anzahl Raucher und Raucherinnen und des Passivrauchens nun zu Ende sein könnte. Laut Ergebnissen von Suchtmonitoring Schweiz liegt der Anteil der Rauchenden ab 15 Jahren bei 25 Prozent der Gesamtbevölkerung. Von den täglich Rauchenden wollten 57 Prozent mit dem Rauchen aufhören, heisst es im Suchtpanorama.

Ein nationales, streng kontrolliertes Abgabeverbot an Minderjährige ist deshalb unerlässlich, ergänzt durch ein Verbot von Zigarettenautomaten, fordert Sucht Schweiz.

Cannabis

Foto: © ruby/churchphoto.de

Illegale Drogen: Weniger Heroin, mehr Ecstasy
Der dritte wichtige Abwärtstrend betrifft nach Angaben von Sucht Schweiz ein weniger verbreitetes Phänomen, das aber für die öffentliche Gesundheit grosse Probleme verursacht hat: der meist intravenöse Konsum von Heroin. Es ist unter anderem der besseren Behandlung und Betreuung der Heroinkonsumentinnen und -konsumenten zu verdanken, dass sich die Problematik in Zusammenhang mit illegalen Drogen in der Schweiz entschärft hat. Allerdings konsumieren mindestens 40.000 jüngere Menschen täglich Cannabis, manche von ihnen von morgens bis abends. Der illegale Markt ist zudem in dauernder Veränderung, wie sich zum Beispiel mit der Rückkehr von Ecstasy zeigt. Ausserdem entwickelt sich der Verkauf übers Internet, insbesondere von neuen psychoaktiven Substanzen.

Glücksspiel

Foto: © Matthias Müller/churchphoto.de

Viele Glücksspiele, viele Verlierer
Laut Suchtpanorama ist das Angebot an Glücksspielen in der Schweiz zu Beginn dieses Jahrhunderts stark gestiegen, einerseits wegen der Zulassung von Casinos und andererseits durch die Diversifizierung der Lotteriespiele. Heute hat die Schweiz eine der grössten Casinodichten der Welt. Nun soll auch das Angebot von Glücksspielen im Internet ausgeweitet werden. Die Anzahl exzessiv Spielender und die mit dem Glücksspiel verbundenen sozialen Kosten sind sehr hoch und die Forschung konnte bereits nachweisen, dass bei Glücksspielen im Internet noch höhere Risiken bestehen als bei herkömmlichen Glücksspielen.

Laut Schätzungen haben in der Schweiz letztes Jahr mehr als drei Millionen Menschen, der über 15-Jährigen um Geld gespielt. Dabei sind die Online-Geldspiele noch nicht einmal berücksichtigt. Davon gelten knapp 200.000 als moderat riskante Spieler und etwas über 75.000 als exzessive Spieler. Bei Letzteren werden je nach Problemausprägung die problematischen Spieler, rund 47.000 von den pathologischen Spielern, ungefähr 28.000, unterschieden. Konsequenzen des exzessiven Spiels seien Privatkonkurs und Familienprobleme, so die Stiftung.

Zugänglichkeit: an jedem Wochentag, rund um die Uhr und überall
Heute kann man rund um die Uhr Alkohol kaufen, oft zu niedrigen Preisen, oder im Internet um Geld spielen. Auch zu Cannabis, Kokain oder Ecstasy kommt man in Schweizer Städten schnell und relativ problemlos, was nicht ohne Folgen auf den Gebrauch von Substanzen und Glücksspielen bleibt, heisst es im Bericht.

Manche Verhalten verändern sich, aber die Mehrzahl der Folgeprobleme bleibt
Der Tabak bleibt die wichtigste Ursache für frühzeitige Todesfälle in der Schweiz und der Alkohol folgt auf dritter Position. Psychoaktive Substanzen und das Glücksspiel hängen jedes Jahr mit insgesamt mehr als 10.000 Todesfällen zusammen und mit sozialen Kosten, die 10 Milliarden Franken übersteigen. Erwähnt werden müssten laut der Stiftung auch das Leid der mehreren Hunderttausend abhängigen Menschen sowie der Nahestehenden und die – meist alkoholbedingten – Folgeprobleme, welche mehr als die Hälfte der Bevölkerung betreffen würden.

Die Politik soll eine kohärente, glaubwürdige und wirksamen Suchtpolitik führen
"Es ist höchste Zeit, dass die Schweiz eine kohärente Suchtpolitik entwickelt, gerade für besonders gefährdete Personengruppen", betont Irene Abderhalden, Direktorin von Sucht Schweiz.

Politik der Widersprüche beenden
Zum ersten Mal prüfen die beiden Parlamentskammern die Gesetzgebungen zu Alkohol, Tabakerzeugnissen und Glücksspiel parallel, schreibt Sucht Schweiz. Dies wäre eine Gelegenheit, um einen glaubwürdigen und effizienten Ansatz für den Suchtbereich zu entwickeln. Tatsächlich würden die drei Gesetze so behandelt, als hätten sie nichts miteinander zu tun. Und um die Inhalte jedes dieser Gesetze feilschten Interessengruppen. Es müsse mühsam um jeden Franken für die Prävention und um jede strukturelle preis- oder zugangsorientierte Präventionsmassnahme gekämpft werden, deren Wirksamkeit bereits nachgewiesen sei.

Suchtprobleme seien aber nicht nur Probleme einzelner Individuen so die Stiftung, sondern auch Probleme der ganzen Gesellschaft. Der Markt beeinflusse stark das Verhalten von Individuen, gerade von besonders gefährdeten Personen. Der Erhältlichkeit und der Anpreisung von Alkohol, Tabak oder Glücksspielen Grenzen zu setzen, würde eigentlich nur bedeuten, einen Markt zu regulieren, den man in letzter Zeit mehr und mehr sich selbst überlassen habe ohne ihm Schranken zu setzen. Wer Suchtprobleme reduzieren wolle, müsse den Markt wirksamer regulieren und parallel dazu der Prävention, der Schadensminderung und der Behandlung Mittel zur Verfügung stellen, fordert Sucht Schweiz.

Link zum ausführlichen Mediendossier des „Suchtpanoramas Schweiz 2015“:
http://www.suchtschweiz.ch/aktuell/medienmitteilungen/article/eine-politik-der-widersprueche/?tx_ttnews%5BbackPid%5D=1324&cHash=326190443bcf09c611da8aa8605eedd1
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